Donnerstag, 17. September 2020

[Rezension] Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns und Christin-Marie Below

Hardcover
Mit Illustrationen von Anastasia Braun
Ab 8 Jahren
176 Seiten
ISBN: 9783505143960
Erschienen: 25.08.2020

Klappentext:
Mein Name ist Mirella, Mirella Manusch. Ich bin fast zehn Jahre alt und habe gerade erst einen neuen Eckzahn bekommen. Seitdem weiß ich: Ich bin ein Vampirmädchen. Ja, echt! Wenn die Sonne untergegangen ist, kann ich mich in eine Fledermaus verwandeln und fliegen. Außerdem habe ich einen eigenen Beschützer, meinen Kater Langstrumpf, der eigentlich Lancelot heißt. Und das Allercoolste: Ich kann die Sprache der Tiere verstehen, von Kleinkram wie Spinnen und Motten mal abgesehen. Abgefahren, oder? So kommt es auch, dass ich die Sorgen der Tiere in unserem Zoo kennenlerne. Ist doch klar, dass ich da helfen will, oder? Nur das mit der Geheimhaltung ist manchmal verflixt kompliziert ... 


Rezension: 
 
Da ich immer super gerne in Vampirgeschichten abtauche, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Mirella Manusch“ hörte. In das hinreißende Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext konnte mich umgehend überzeugen. Als ich dann las, dass sich hinter dem Pseudonym Anne Barns die Autorin Andrea Russo verbirgt, war ich nur noch mehr Feuer und Flamme. Andrea Russo konnte mich letztes Jahr mit ihrem wunderbaren Hexenschmöker „Green Witch“ total begeistern. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich ihr neues Kinderbuch, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter geschrieben hat, unbedingt lesen möchte.

Mirella Manusch ist fast zehn Jahre alt, als ihr auf einmal über Nacht ein richtig spitzer neuer Eckzahn wächst. Ihre Mutter und ihre Tante Elly eröffnen ihr daraufhin, dass sie offensichtlich das Vampirigen der Familie geerbt hat. Ja, wirklich, kein Scherz, Mirella ist ein echtes Vampirmädchen! Sobald die Sonne untergegangen ist, kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und fliegen. Zudem hat sie einen eigenen tierischen Beschützer an ihrer Seite, ihren Kater Langstrumpf (der aber eigentlich Lancelot heißt). Allein das ist ja schon mehr als abgefahren, aber es kommt tatsächlich noch besser: Mirella kann die Sprache der Tiere verstehen. Für Mirella, die eine große Tierfreundin ist, eine ganz tolle Sache. Als sie mitbekommt, dass es einigen Tieren im Zoo nicht gut geht, steht für sie sofort fest, dass sie ihnen helfen muss. Dieses Vorhaben ist allerdings gar nicht so einfach. Es darf schließlich niemand davon erfahren, dass sie ein Vampirmädchen ist.

Anne Barns bzw. Andrea Russo ist es gemeinsam mit ihrer Tochter erneut hervorragend gelungen, mich mit einem ihrer Kinderbücher hellauf zu begeistern. Mir hat der erste Band von „Mirella Manusch“ ein fabelhaftes Lesevergnügen beschert. Quasi in einem Rutsch habe ich das Buch durchgeschmökert und hätte mich danach am liebsten sofort auf den nächsten Teil gestürzt. Leider gibt es diesen noch nicht, aber es wird ihn noch geben, yay! Mirellas zweites Abenteuer wird bereits hinten im Buch für das kommende Frühjahr angekündigt. Also für mich steht definitiv fest, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde. Ich bin schon unheimlich gespannt, wie es mit dem abenteuerlustigen Vampirmädchen weitergehen wird.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der neunjährigen Mirella in der Ich-Perspektive. Mirella habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist lustig, aufgeweckt und sympathisch und einfach so jemand, den man augenblicklich gernhaben muss.

Kennenlernen tun wir Mirella, als sie noch davon ausgeht, dass sie ein ganz gewöhnliches Mädchen sei. Nachdem ihr aber über Nacht ein ziemlich spitzer Eckzahn gewachsen ist, erfährt sie, dass sie alles andere als normal ist. Mirella ist ein Vampir! So wie ihre coole Tante Elly. Nachts kann sie sich eine Fledermaus verwandeln und dazu auch noch mit Tieren sprechen. Ihr könnt euch sicher denken, dass unsere Protagonistin mega begeistert von ihren neuen Fähigkeiten ist. Also mir wäre es an ihrer Stelle garantiert genauso ergangen. Ich meine: Als eine Fledermaus die Nächte unsicher machen und dann auch noch mit den verschiedensten Tierarten kommunizieren können – das hört sich doch echt genial an, oder? Also ich stelle mir so ein Vampirleben, wie es in „Mirella Manusch“ beschrieben wird, ziemlich toll vor. Man kann fliegen, muss kein Blut trinken und dann hat man auch noch einen tierischen Gefährten an seiner Seite, einen sogenannten Beschützer. Mirellas Begleiter ist ihr Kater Langstrumpf und mit diesem einmaligen Kater leite ich dann auch mal zu den Nebenfiguren über.

Nicht nur mit Mirella haben das Mutter-Tochter-Duo eine ganz famose Buchfigur erschaffen – auch die weiteren Charaktere, die wir im Verlauf der Geschichte kennenlernen dürfen, sind den beiden erstklassig gelungen.

Mein persönlicher Star war ganz klar Langstrumpf. Oder auch Lancelot, wie er lieber genannt werden möchte, da dieser Name eindeutig viel mehr Stil hat. Ich fand Lancelot einfach nur spitze. Mit seiner unnachahmlichen Art hat er mir öfters ein richtig breites Grinsen auf die Lippen gezaubert.

Auch die weiteren Figuren, egal ob Mensch oder Tier, tragen mit ihren außergewöhnlichen Eigenarten dazu dabei, dass man herrliche Lesestunden mit dem Buch verbringt. Für das Erschaffen von liebenswerten und teils sehr ulkigen Charakteren scheint das Mutter-Tochter-Gespann zweifellos ein absolutes Händchen zu haben. 

Mit der Handlung konnten mich die beiden ebenfalls vollends überzeugen. Das Buch erzählt eine zuckersüße Geschichte über Tierliebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Vor allem das Thema Liebe und Verständnis für Tiere wird großartig behandelt. Tierfreunden kann ich das Buch daher ganz besonders ans Herz legen. Herzerwärmend schön fand ich auch die Darstellung der Freundschaft zwischen Mirella und Klara. Die beiden sind wirklich die allerbesten Freundinnen und bezeichnen sich sogar als Tag - und Nachtschwestern.

Neben den warmherzigen Momenten kommen natürlich auch die witzigen Szenen nicht zu kurz, sodass man aus dem Schmunzeln stellenweise gar nicht mehr herauskommt. Auch zum mitfiebern lädt die Story von Beginn ein. Die Geschichte ist einfach rundum gelungen und beschert Jung und Alt einen tierisch guten und vampirig schönen (Vor -) Lesespaß.

Empfohlen wird „Mirella Manusch“ für Kinder ab 8 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Anne Barns und Christin-Marie Below haben einen wundervollen Schreibstil, der sich sehr leicht und flüssig liest. Schriftgröße und Kapitellänge sind ebenfalls perfekt, sodass geübtere Leser*innen keine Probleme mit dem Selberlesen haben sollten.

Neben der niedlichen Story bin ich auch von der Innengestaltung ganz begeistert. Es gibt viele wunderhübsche schwarz-weiß Illustrationen von Anastasia Braun, die wie die Geschichte einfach nur vampirmäßig toll sind und eine schaurig-schöne Atmosphäre schaffen. Vor allem die schwarzen Seiten, die für eine besonders coole Stimmung sorgen, fand ich klasse.  

Fazit: Spannend, frech und witzig – ein zauberhaftes Kinderbuch voller vampirstarker Momente! Anne Barns und Christin-Marie Below haben gemeinsam einen ganz entzückenden Reihenauftakt aufs Papier gebracht, der die Herzen aller Vampir – und Tierfreunde höherschlagen lässt und einfach nur mega gute Laune macht. Die Geschichte ist lustig und mitreißend geschrieben, die Charaktere wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen von Anastasia Braun sind ebenfalls einfach nur bezaubernd. Ich kann „Mirella Manusch“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!   


 

Vielen lieben Dank an den Schneiderbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!


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