Klappentext:
Quelle: Jupitermond Verlag
Rezension:
In Venedig leben ein Mädchen und eine Taube. Beide können sich sehr glücklich schätzen, in einer so schönen Stadt zu wohnen, ohne Autos und mit jeder Menge Wasser, eindrucksvollen Bauten und dem magischen, sonntäglichen Glockengeläut. Doch beide haben mit einer Phobie zu kämpfen. Das Mädchen fürchtet sich vor Tauben, die Taube wiederum hat Angst vor Kindern. Und das ist ein Problem, denn in Venedig gibt es viele Kinder und viele Tauben. Eines Tages passiert es: Die beiden treffen auf einem einsamen Weg am Kanal aufeinander. Erstarrt bleiben sie stehen, können sich nicht mehr von der Stelle rühren. Da kommt ein Gondoliere vorbei, der den Bann mit seinem schiefen Gesang bricht. Das Mädchen und die Tauben gehen vorsichtig aneinander vorbei. Doch am nächsten Tag begegnen sie sich wieder, zur selben Zeit, am selben Ort. Schritt für Schritt gehen sie aufeinander zu, bis sie sich schließlich ganz nah gegenüberstehen. Werden sie ihre Ängste überwinden? Und vielleicht sogar noch Freunde werden?
Chiara Mezzalama und Mariachiara Di Giorgio präsentieren hier ein großartiges Bilderbuch, das sich auf eine wunderbar kindgerechte Weise mit den Themen Phobien und Vorurteilen auseinandersetzt. Sanft und voller feinem Humor wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive des Mädchens und der Taube erzählt. Chiara Mezzalamas poetische und fesselnde Texte (übersetzt von Annika Klee) lesen sich bisweilen wie eine Art Tagebuch, lassen einen tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Hauptfiguren eintauchen. Man ist bei jedem Seitenumblättern ganz gespannt, was wohl als nächstes passieren wird. Wie werden sich das Mädchen und die Taube verhalten, wenn sie aufeinandertreffen? Werden sie den Mut finden, ihre Scheu und Voreingenommenheit zu überwinden? Die Geschichte lädt zum Mitfühlen und Mitfiebern ein und bietet viele tolle Gesprächsanlässe. Sie zeigt, dass Ängste und Vorurteile nicht für immer sein müssen und auch Tauben, die oft abfällig als die „Ratten der Lüfte“ bezeichnet werden, emotionale Lebewesen sind. Eins ist sicher: Nach diesem Buch werden garantiert viele von uns Tauben mit ganz anderen Augen sehen - und ein großes Fernweh nach Venedig verspüren. Chiara Mezzalama versteht es zweifellos, einem diese besondere Stadt schmackhaft zu machen.
Fazit: „Schritt für Schritt“ ist eine berührende und einfühlsame Geschichte über die Kraft der kleinen Schritte und das Überwinden von Ängsten und Vorurteilen. Ein wunderschönes Bilderbuch ab 6 Jahren, das optisch und erzählerisch verzaubert. Ich bin begeistert von diesem Buch, der Jupitermond Verlag hat hier mal wieder ein echtes Schätzchen herausgebracht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Jupitermond Verlag für das Rezensionsexemplar!




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