Klappentext:
Quelle: Jupitermond Verlag
Rezension:
Ein kleiner Welpe überlebt als einziger in seinem Wurf und wird von seiner Mutter auf den Namen Katze getauft. Denn Katzen sind unabhängig und selbstständig. Und da sie ihren Sohn verlassen wird, wünscht sie sich, dass er wie eine Katze ist. Mit der Mahnung, dass er niemandem trauen soll, lässt sie Katze zurück. Dieser fühlt sich jedoch gar nicht wie eine Katze, sondern unendlich einsam. Im Wald wird er von den anderen Tieren verscheucht und auch in der großen Stadt Helsinki findet er keinen Anschluss – wird von den anderen (Rasse-)Hunden sogar als räudiger Mischling beschimpft. Doch dann trifft er auf den Mann namens Marder, der es als Obdachloser ebenfalls nicht leicht hat. Er stinkt, trinkt und ist schmutzig, aber dennoch fühlt sich Katze zu ihm hingezogen. Marder ist wie er: Einsam. Als sie sich begegnen, erfahren beide zum ersten Mal, was Freundschaft und Vertrauen bedeutet.
„Ein Hund namens Katze“ ist der erste Band einer fünfbändigen finnischen Bilderbuchreihe, bei der alle Bände eigenständig lesbar sind. Schon das Cover lässt erahnen, dass es sich hierbei um kein typisches, fröhlich-buntes Kinderbuch handelt. Poetisch und eindringlich, aber auch voller Humor und Zärtlichkeit erzählt Tomi Kontio aus der Sicht von Hund Katze von Einsamkeit, Obdachlosigkeit, Vorurteilen, Identität, Freundschaft und Vertrauen. Die Erzählung trifft einen mitten ins Herz, regt zum Nachdenken an und hat etwas Melancholisches an sich, vor allem zu Beginn. Gleichzeitig vermittelt sie aber auch viel Hoffnung und Lebensfreude. Sie zeigt uns, wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen versteht und so akzeptiert und liebt, wie man ist. Es macht richtig Freude, Katze auf seinem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sein Wunsch nach Nähe und Liebe erhört wird und er in dem Obdachlosen namens Marder einen Gleichgesinnten und Freund fürs Leben finden wird.
Genauso zart und liebevoll wie der Text sind auch die wunderhübschen Illustrationen von Elina Warsta. Mit feinem Strich, gedämpften Farben und viel Liebe zum Detail machen die Bilder die Emotionen greifbar und fangen die Stimmung perfekt ein.
Fazit: „Ein Hund namens Katze“ ist eine poetische und berührende Geschichte ab 6 Jahren über die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, das Anderssein, Zugehörigkeit und Freundschaft. Ein leises und kraftvolles Bilderbuch für Jung und Alt, das nachhallt. Ungeschönt, bittersüß und mit ganz viel Herz. Ich kann diesen Reihenauftakt sehr empfehlen, mich hat die Geschichte über die beiden Außenseiter Katze und Marder sehr berührt und beeindruckt. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Jupitermond Verlag für das Rezensionsexemplar!



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