Klappentext:
Quelle: Planet Verlag
Rezension:
Das Institut für andersartige Wesen (die IFAW) hat sich mal wieder bei der Familie Grause gemeldet, mit neuen kniffligen Aufgaben. Werwölfchen Wolfi und Dilldapp Muh sollen fortan auf eine ganz normale Schule gehen (ohne aufzufallen, versteht sich). Ihre kleine Schwester Husch ist noch zu jung (sehr zu deren Ärger). Muh und Wolfi sind ganz schön aufgeregt, aber zum Glück haben sie ja ihre Menschenfreundin Ottilie an ihrer Seite, die immer für sie da ist. Es zeigt sich jedoch sehr schnell, dass immer dort, wo die Grauses auftauchen, das reinste Chaos entsteht. Nicht nur in der Schule geht einiges schief, auch bei dem Familienausflug läuft nicht alles rund. Und als wäre das nicht schon genug, droht auch noch ihre Freundschaft zu Ottilie zu zerbrechen. Ob Ottilie wohl noch rechtzeitig erkennen wird, wer ihre wahren Freunde werden wird?
Hierbei handelt es sich bereits um den dritten Band rund um die Familie Grause. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es erheblich mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.
Sabine Bohlmann ist einfach immer ein Garant für großartige Kinderbücher, was sie hier erneut unter Beweis stellt. Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt sie uns zurück in die kunterbunte Welt der Grauses und vermittelt wichtige Botschaften ohne belehrend daherzukommen. Mit viel Humor und Wärme erzählt sie von Freundschaft, Hilfsbereitschaft, dem Anderssein, Mobbing, Akzeptanz und Toleranz. Nicht nur die Grauses werden in diesem Band wieder eine Menge lernen, auch ihre Menschenfreundin Ottilie wird über sich hinauswachsen und erkennen, dass Zusammenhalt und Vertrauen stark macht und wie wichtig es ist, für sich selbst einzustehen, auch wenn es zunächst leichter erscheint, sich anzupassen. Dies mitzuverfolgen ist überaus berührend und erinnert uns einma mehrl daran wie wertvoll gute Freunde im Leben sind, ganz egal wie ungewöhnlich diese auch sein mögen.
Die Grauses sind auf jeden Fall mal wieder wunderbar anders, man muss diesen verrückten Haufen einfach ins Herz schließen. Sogar (oder eher, vor allem) den grummeligen Schrat mit seiner erstaunlichen weisen Frau Bissgurke auf dem Kopf. In diesem Band zeigt sich jedoch, dass auch in so einem großen Muffel wie dem Schrat Familiengefühe stecken. Die Geschichte sprüht nur so vor Herzenswärme und Magie und hält ein wahres Feuerwerk an lustigen Momenten bereit. Eben genau das, was die Werke von Sabine Bohlmann ausmachen. Ob die chaotischen Szenen in der Schule, der Elternsprechtag oder die Besuche bei Vampirmädchen Zecke – laute Lacher und breite Schmunzler sind hier garantiert. Zum Ende hin wird es auch noch ziemlich aufregend und emotional, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Die bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Daniel Steudtner sind erneut das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.
Fazit: Endlich sind die Grauses zurück und das Warten hat sich mal wieder gelohnt! „Willkommen bei den Grauses – Der normale Schulwahnsinn“ ist eine witzig-turbulente und warmherzige Geschichte ab 9 Jahren über Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, so zu sein wie man ist. Herrlich schräg und wunderbar liebenswert. Ein großer Spaß für Jung und Alt. Ich bin auch von diesem Band absolut begeistert und kann jedem nur ans Herz legen, die Familie Grause und ihre Menschenfreundin Ottilie kennenzulernen. Die Abenteuer dieser bunten Truppe sollte man sich nicht entgehen lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Vielen lieben Dank an den Thienemann-Eslinger Verlag für das Rezensionsexemplar!




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