Illustriert
von Elsa Klever
Ab
10 Jahren
208
Seiten
ISBN:
978-3-522-18637-7
Erschienen:
25.02.2026
Klappentext:
Plötzlich
hört Linn ein Flüstern. Wie kann das sein? Sie ist doch allein in
dem geheimen Garten. Doch dann spürt sie die Gegenwart des alten
Ginkgo-Baums – und versteht, dass er sich an sie wendet. Sie soll
drei unscheinbare Bohnen verpflanzen. Noch ahnt Linn nicht, wie
gefährlich diese Bohnen sind: wild wuchernd, lichtgierig - und
fähig, die Welt in Finsternis zu stürzen.
Quelle:
Thienemann-Esslinger Verlag
Rezension:
Linn
verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia
bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere
als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas
gemütliches Haus, das weit abgelegen zwischen Wald und Wiesen steht
und von einem großen Garten umgeben ist. Ihre Oma ist zudem genauso
pflanzenverrückt wie sie und hat eine besondere Bindung zur Natur.
Linn kann mit Pflanzen kommunizieren und sogar spüren, was sie
fühlen. Dies ist allerdings nicht immer ein Segen. Als sie die
Gegenwart eines Gingko-Baums wahrnimmt, merkt sie schnell, dass er
eine Aufgabe für sie hat: Sie soll drei Bohnen verpflanzen. Was
jedoch anfangs ganz harmlos erscheint, entpuppt sich kurz darauf als
eine große Gefahr. Gemeinsam mit dem Jungen Nanne versucht Linn das
Unheil abzuwenden, ehe die Welt in Finsternis versinkt.
Die
deutsche Autorin Anne Becker präsentiert mit ihrem neuen Kinderbuch
ein spannendes Ferienabenteuer, welches genauso magisch und mystisch
daherkommt wie das wunderschöne Cover von Elsa Klever. Bereits die
ersten Seiten ziehen einen in den Bann und werfen einen direkt mitten
ins Geschehen. Viele Erklärungen gibt es anfangs nicht. Linns
ungewöhnliche Bindung zu Pflanzen wird zunächst kaum erläutert,
was einerseits für Spannung sorgt, es anderseits aber auch ein wenig
erschwert, richtig in der Geschichte anzukommen. Ich jedenfalls habe
etwas gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe und hätte mir
hier und da ein paar mehr erklärende Details gewünscht.
Nichtsdestotrotz habe ich die Lektüre nicht bereut. Die Charaktere
sind liebevoll gezeichnet, vor allem Linn ist eine sehr sympathische
Ich-Erzählerin, die man mit ihrer mutigen und naturverbundenen Art
sofort ins Herz schließt. Es macht Spaß, sie zu begleiten und
gemeinsam mit ihr in die fantastische Welt der Pflanzen einzutauchen.
Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Geschichte mag
überwiegend recht ruhig sein, weiß aber dennoch durchweg zu fesseln
und ist von einer herrlich geheimnisvollen, sommerleichten Atmosphäre
geprägt. Bildliche Beschreibungen lassen die Kulisse vor dem inneren
Auge lebendig werden. Man spürt die warme Sommersonne regelrecht,
hört das Zwitschern der Vögel und riecht das frisch gemähte Gras.
Neben
ganz viel Naturzauber vermittelt die Erzählung auch einige wichtige
Botschaften über Vorurteile, Mut und Freundschaft. Besonders die
wachsende Beziehung zwischen Linn und Nanne wird sehr schön
beschrieben und zeigt uns, was gute Freunde ausmachen.
Zum
Ende hin wird es noch einmal richtig aufregend bis alles schließlich
stimmig und zufriedenstellend ausgeht.
Fazit:
„Linn und das Flüstern der Finsternis“ ist eine fesselnde
Sommergeschichte über die Magie der Pflanzen, Freundschaft und
Vertrauen. Ein außergewöhnliches Kinderbuch ab 10 Jahren, das in
ein magisches Naturabenteuer voller Geheimnisse entführt. Auch wenn
bei mir der Funke nicht komplett überspringen wollte, habe ich das
Buch gerne gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Von mir gibt es
4 von 5 Sternen.
Vielen
lieben Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag für das
Rezensionsexemplar!
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