Klappentext:
Quelle: Magellan Verlag
Rezension:
Der 12-jährige Finn mag drei Dinge: Videospiele, Essen vom Lieferservice (am liebsten Burger) und ein großes Sofa. Wanderungen, Spaziergänge oder irgendetwas in der Art befinden sich definitiv außerhalb seiner Komfortzone. Seine Begeisterung, dass er mit seiner Klasse einen Ausflug in die französischen Alpen machen muss, hält sich daher sehr in Grenzen. Doch dann entdeckt er im Gletschereis ein geheimnisvolles Ei, aus dem noch am selben Abend etwas ganz Unglaubliches schlüpft: Ein echter Dinosaurier! Genauer gesagt ein Microraptor. Aber wie kann das sein, sind Dinos nicht längst ausgestorben? Finn nennt das Kleine kurzerhand Artemis, kurz Arty, und schließt es sofort fest ins Herz. Doch dann bekommt eine Geheimorganisation namens SapientEx von dem kleinen Saurierbaby Wind und setzt alles daran, um es für Forschungszwecke in die Finger zu bekommen. Zusammen mit seinem Mitschüler Milo und der Agentin Lara begibt sich Finn auf eine abenteuerliche Flucht, die sie bis nach Deutschland in den Schwarzwald führen wird. Doch ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen...
Lest ihr gerne actionreiche Geschichten mit Geheimagenten und sympathischen Anti-Helden? Mögt ihr Dinos? Dann solltet ihr euch „Microraptor“ unbedingt mal genauer anschauen!
Philip Kavvadias legt hier einen vielversprechenden Serienstart vor, der garantiert selbst den größten Lesemuffel zu fesseln vermag. Die Handlung startet ohne großes Vorgeplänkel, ist von den ersten Seiten an spannend und lässt einem kaum Zeit zum Verschnaufen. Rasante Verfolgungsjagden, brenzlige Situationen und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass es zu keiner Zeit langweilig wird und man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören mag. Hinzu kommt der wunderbare Humor, an dem auch ältere Leser*innen ihre Freude haben. Ich-Erzähler Finn besitzt einfach eine herrliche Art, uns von den Ereignissen zu berichten. Seine humorvollen und ironischen Kommentare lesen sich überaus unterhaltsam, ohne albern zu wirken. Mit ihm werden sich sicherlich viele junge Leser*innen sehr gut identifizieren können. Finn ist kein typischer Held – er ist mehr der verfressene Couchpotato-Typ und gilt als Außenseiter. Auch Milo alias der Professor gehört zur Sparte Einzelgänger und ist der Nerd schlechthin (seinem Spitznamen macht er wahrlich alle Ehre). Die beiden Jungen bilden ein unnachahmliches Gespann, dessen wachsende Freundschaft man mit Freude mitverfolgt. Gemeinsam wachsen die Zwei über sich hinaus und zeigen uns, dass Vertrauen und Zusammenhalt stark machen.
Die zahlreichen coolen zweifarbigen Illustrationen von Falk Holzapfel peppen das Ganze zusätzlich auf und das Ende steigert die Vorfreude auf den nächsten Band. Mir persönlich ist die Geschichte bisweilen schon etwas zu rasant vorangeschritten, vor allem zu Beginn ging es mir zur sehr Schlag und Schlag. Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß beim Lesen und bin schon sehr gespannt wie es weitergeht. Was für ein Glück, dass der zweite Teil zeitgleich mit dem ersten erschienen ist und man sich somit nicht lange aufs Weiterlesen gedulden muss.
Fazit: „Microraptor – Immer Ärger mit Arty“ ist ein packendes, witziges und ziemlich abgefahrenes Abenteuer voller Action, Humor und Freundschaft. Ein gelungener Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht. Perfekt für alle Dino-Fans und Lesemuffel ab 10 Jahren. Auch wenn es mir für die volle Sternenzahl letztendlich nicht gereicht hat, bin ich begeistert und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar!



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