Klappentext:
Quelle: Carlsen Verlag
Rezension:
Nachdem sich der Reihenauftakt von „Stadt der Magier“ als ein echtes Highlight für mich entpuppt hat, konnte ich den hier vorliegenden zweiten Teil kaum erwarten. Dieser kann auch ohne Vorwissen gelesen werden, allerdings ist der Lesegenuss erheblich größer, wenn man den ersten Band kennt.
Nach ihrem Sieg über den König der Diebe machen sich der junge Magier Cor und seine enge Freundin Ro auf den Weg in die Stadt Granadis. Als Cordis und Aurora kommen sie bei der Magierin Carmen und ihrer Familie unter, wo Cor seine magische Ausbildung weiter vertiefen will. Schon kurz nach ihrer Ankunft stellt sich heraus, dass Ro eine außergewöhnliche Begabung für die Pflanzenheilkunde besitzt. Ihre Freude darüber, dass der Maestro sie als Lehrling ausbildet, wird jedoch getrübt: Nicht alle in der Familie scheinen zunächst glücklich über den Aufenthalt der beiden zu sein. Doch viel schlimmer sind die bedrohlichen Vorkommnisse in der Stadt. Eine mysteriöse Krankheit geht dort seit Neuestem um und fordert immer mehr Opfer. Cor und Ro sind sich sicher, dass eine Gruppe Verschwörer dahintersteckt. Gemeinsam setzen sie alles daran, die Täter zu finden und begeben sich dabei in große Gefahr.
Ein weiteres Mal beweist Judith Mohr ihr fantastisches Erzähltalent. Während der Vorgänger aus der Sicht von Cor geschildert wurde, erleben wir die Fortsetzung durchgehend aus der Ich-Perspektive von Ro alias Aurora. Ein sehr geschickter Schachzug, der frischen Wind in die Reihe bringt und ihr noch mehr Tiefe verleiht. Während Cor schon seine Bestimmung gefunden hat, muss Ro ihren Platz im Leben noch finden. Man kann ihre Gefühle und Gedanken nur zu gut nachvollziehen und fühlt und leidet mit ihr mit. Vor allem die Einblicke in ihre harte Vergangenheit gehen einem ziemlich nahe. Umso schöner ist es daher zu sehen, dass auch Ro noch ihren Wert erkennen wird. Man wünscht ihr und Co einfach nur das Beste. Dass sie so gesehen werden, wie es verdienen und alles gut ausgehen wird. Die beiden sind ein großartiges Team – mutig, stark und immer füreinander da. Ihre Freundschaft entwickelt sich wunderbar weiter, mit ersten zarten Gefühlen, die sich stimmig ins Geschehen einfügen.
Fazit: „Stadt der Sänger und Verschwörer“ ist ein fesselndes Fantasy-Abenteuer mit Krimi-Vibes, bei dem Suchpotenzial garantiert ist. Eine rundum gelungene Fortsetzung ab 12 Jahren, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Hochspannend, emotional, clever durchdacht und voller Geheimnisse, Intrigen und Magie. Ich habe auch diesen Band regelrecht verschlungen und bin absolut begeistert. Was für ein Glück, dass der dritte Teil bereits erschienen ist und der vierte auch nicht mehr lange auf sich warten lässt. Ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

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