Klappentext:
Quelle: Splitter Verlag
Rezension:
Elfie und ihre Schwestern besuchen in ihrem roten Doppeldeckerbus das Heimatdorf ihrer Großmutter, das im Herzen der korsischen Berge liegt. Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte entdecken die drei jungen Mädchen das Temperament der Inselbewohner und verlieben sich in die herrliche Landschaft. Doch ihr Besuch wird getrübt: Magda leidet immer mehr unter schlimmen Phantomschmerzen in ihrem amputierten Bein. Elfie möchte ihrer Schwester unbedingt helfen. Als sie erfährt, dass der Feuerwehrmann Orso über besondere Mittel verfügt, mit denen man solche Schmerzen lindern kann, sucht sie ihn sofort auf. Doch Orso weigert sich, seine Heilkunst anzuwenden. Warum hat er beschlossen, seine Magie aufzugeben? Und wie kann Elfie ihn überzeugen, ihr doch zu helfen? Während Elfie versucht das mysteriöse Verschwinden von Orsos verschwundenen Bruder zu lüften (tatkräftig unterstützt von einem verzauberten Schweinchen), gerät Magda in große Gefahr...
Hierbei handelt es sich um den sechsten Band von „Elfies Zauberbuch“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da die eigentlichen Abenteuer in sich abgeschlossen sind und alle wichtigen Ereignisse zu Beginn kurz zusammengefasst werden, ist ein Einstieg jederzeit möglich. Dennoch empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten. Die Reihe macht dann einfach viel mehr Spaß!
Erneut reisen wir mit den drei Schwestern und ihrem roten Bücherbus durch Frankreich. Dieses Mal verschlägt es uns mit dem Trio nach Korsika, in das Heimatdorf ihrer Großmutter. Wie immer gelingt es dem Autor*innen-Duo die Sagen und Legenden der entsprechenden Region auf eine spielerische Weise zum Leben zu erwecken und gekonnt mit ernsten und aktuellen Themen zu verknüpfen. Neben einer neuen spannenden Suche, einem verzauberten Origami-Schweinchen, temperamentvollen Omas und einem wilden Besenritt erzählt dieser Band auch von Behinderung, Phantomschmerzen, Druck, Schuldgefühlen und menschlicher Unvernunft. Vor allem Magda steht diesmal sehr im Vordergrund des Geschehens. Wir erfahren mehr über den verheerenden Brand, bei dem Magda ihr Bein verlor, und ihre ständigen Schmerzen, die ihr übellauniges Verhalten erklären. Auch Luna spricht offen über ihre belastenden Gefühle, die sie seit dem Feuer mit sich herumträgt.
Die traumschönen Zeichnungen von Mini Ludvin sind wie gewohnt ein besonderer Genuss. Mit viel Liebe zum Detail und zarten, warmen Farben erwecken sie Korsika zum Leben, entführen uns in die herrliche malerische Landschaft der kleinen französischen Insel und die Dörfer, die voller Leben sind. Jede Seite, jedes Bild ist eine Wonne fürs Auge, sodass man sich wieder mal stundenlang darin verlieren kann.
Fazit: Das Künstler*innen-Trio hat ein weiteres Mal gezaubert und beschert uns magischen Comic-Wohlfühlgenuss vom Feinsten. Auch „Der korsische Zauber“ ist eine wunderschöne Graphic Novel für Jung und Alt, die das Herz berührt und emotional und unterhaltsam zugleich ist. Ein fesselndes Abenteuer voller Magie, gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte über Schwesternliebe und Zusammenhalt. Ich habe auch diesen Band von der ersten Seite geliebt und leider viel zu schnell beendet. Diese Kindercomic-Reihe ist einfach so schön, ich kann sie jedem nur ans Herzen legen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Splitter Verlag für das Rezensionsexemplar!




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