Klappentext:
Quelle: Fischer Sauerländer
Rezension:
Eigentlich freut sich Lenny, dass sein Opa bei ihnen zu Hause einzieht. Okay, dass er fortan sein Zimmer mit seiner kleinen Schwester teilen muss, ist vielleicht nicht ganz so cool, aber die Tatsache, dass sein Opa mal Wasserballtrainer war, macht das allemal wieder wett. Lenny liebt diese Sportart nämlich über alles und träumt davon, Profiwassersportler zu werden. Die Vorfreude ist jedoch nur von kurzer Dauer. Denn Opa hat einen neuen Assistenzhund im Gepäck – und mit diesem stimmt etwas ganz und gar nicht. Seltsamerweise scheint das aber nur Lenny zu bemerken. Für ihn ist sofort klar: Justin ist nie im Leben ein Hund, mit seinen großen orangen Zähnen und dem platten Schwanz. Bei ihm handelt es sich eindeutig um einen Biber, der nicht nur mit Vorliebe Türrahmen und Gartenmöbel anknabbert, sondern auch den Pool in Beschlag nimmt. Lenny ist stinkwütend. Wie soll er denn bitte schön trainieren, wenn ein haariger Biber ständig in seinem Pool abhängt? Und zwar mit voller Absicht! Denn zu seinem Erstaunen kann Justin sprechen (echt wahr!), aber irgendwie macht er das nur bei Lenny. Keine Frage, dieser nervige Biber muss verschwinden. Doch das ist leichter gesagt als getan.
An dem neuen Buch von Smilla Blau konnte ich natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Ihre vorherigen Bücher habe ich geliebt und ich war guter Dinge, dass es auch dieses Mal so sein wird. Schon allein das Cover und der Titel versprechen „bi-ber-bombastische“ Unterhaltung vom Feinsten und genau das bekommt hier auch.
Nach einem niesenden Rentier und einem vorwitzigen Koala ist es nun ein rotzfrecher Biber, der für jede Menge Chaos und Lachtränen sorgt. Smilla Blau hat mal wieder ein tierisch schönes Abenteuer geschaffen, das vor Humor und liebenswert-schrägen Figuren nur so sprüht und ein großer Spaß für die ganze Familie ist. Mit viel Herz und einem Augenzwinkern erzählt sie die Geschichte von „Assistenzhund“ Biber Justin, der das Leben von Lenny ordentlich durcheinanderwirbelt. Ob angeknabberte Gartenmöbel, ein besetzter Pool, haufenweise Biberhaare oder ein lahmgelegtes Stromnetz – hier folgt wirklich einer witzigen Szene der nächsten. Dass Biber Justin sprechen kann und es scheinbar niemandem außer Lenny auffällt, dass er kein Hund ist, mag im ersten Moment etwas merkwürdig erscheinen, aber gerade das macht das Ganze so cool und unterhaltsam.
Nikolai Renger hat das Erzählte mit seinem unverwechselbarem Stil kongenial in Szene gesetzt. Seine zahlreichen humorvollen schwarz-weiß Illustrationen passen perfekt zu dieser urkomischen Geschichte und runden das Leseerlebnis wunderbar ab.
Fazit: „Biber Justin – Auf der dunklen Seite des Pools“ ist eine lustig-turbulente und warmherzige Familiengeschichte ab 8 Jahren, die spielerisch zeigt, was für tolle und wertvolle Tiere Biber sind und wie wichtig Offenheit und Akzeptanz im Leben sind. Ein herrlicher Lesespaß für Jung und Alt, bei dem kein Auge trocken bleibt. Smilla Blau hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich kann ihr neues Kinderbuch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.




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