Klappentext:
Quelle: Bohem Verlag
Rezension:
Papa möchte im Urlaub unbedingt eine Bergtour machen. Seine kleine Tochter ist begeistert, sie wandert und klettert schließlich genauso gerne wie er. Ein paar Stürze und verschrammte Knien machen ihr gar nichts aus. Der Sohn wiederum hat eigentlich gar keine Lust auf eine Wanderung. Ständig bergauf und bergab laufen ist so anstrengend. Und macht Muskelkater. Während Papa und Tochter voller Elan losmarschieren, geht der Junge langsam hinterher und hält nach seinem ersten Bach in diesem Sommer Ausschau. Als er ihn schließlich findet, kann er es kaum erwarten, seine Füße in das kühle zu Wasser zu halten. Das fühlt sich so schön an, dass er nicht mehr weitergehen will. Auch die Aussicht, vielleicht oben auf dem Gipfel einen Fuchs zu entdecken, kann ihn nicht locken. Der Vater ist einverstanden, dass sein Sohn am Bach auf sie wartet. Der Junge liegt zufrieden in der Wiese, beobachtet verträumt die Wolken – und blickt plötzlich einem Fuchs mitten ins Gesicht. Die beiden starren sich an, kommunizieren ganz ohne Worte. Auch der Papa und die Tochter finden ihren Fuchs. Auf eine etwas andere Weise, aber am Ende können alle drei glücklich nach Hause fahren.
Laura Wittner und Sebastián Ilabaca haben hier ein zeitlos schönes Bilderbuch geschaffen, das Groß und Klein auf eine wundersame Reise durch die Natur mitnimmt. Mit einfachen, klaren Worten beschreibt die Autorin wie eine Familie gemeinsam und jeder für sich eine unvergessliche Wanderung erlebt. Ob der unternehmungsfreudige Vater, die abenteuerlustige Schwester oder unser träumerischer Ich-Erzähler – sie alle genießen ihre Unternehmung auf ihre Art. Erfreuen sich an unterschiedlichen Dingen und erleben ihr eigenes kleines Abenteuer. Am Ende sind sie alle glücklich und ihre Herzen um einige Marmeladenglasmomente reicher. Sogar der Junge, der anfangs eigentlich gar nicht so begeistert von der Idee seines Papas war, beendet den Ausflug mit einem Lächeln auf den Lippen und denkt zufriedenen an den Tag zurück. Dieses Buch weckt Erinnerungen an unbeschwerte Kindheitstage. Es steckt voller Abenteuerfreude und macht richtig Lust, selbst in die Bergwelt einzutauchen und all die Schönheit und Überraschungen zu entdecken, die die Natur für uns bereithält.
Der chilenische Künstler Sebastián Ilabaca hat diese liebevolle Erzählung kongenial in Szene gesetzt. Atmosphärisch, detailreich und in warmen Naturtönen zeigen seine wunderschönen Illustrationen die herrliche, vielfältige Bergwelt und alles, was es dort zu bestaunen gibt. Beim Betrachten der Bilder meint das Plätschern des Baches fast schon hören zu können und hat den Duft von frischer Minze in der Nase.
Fazit: „Eine wundersame Wanderung“ ist eine warmherzige und stimmungsvolle Familiengeschichte über die Wunder der Natur und das Glück, das in gemeinsamen Erlebnissen wohnt. Ein wundervolles Bilderbuch ab 3 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Der Bohem Verlag hat hier mal wieder ein echtes Schätzchen herausgebracht, vor allem optisch ist es für mich ein Highlight. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Bohem Verlag für das Rezensionsexemplar!




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