Donnerstag, 2. Juli 2026

[Rezension] Worst Pets Ever - Eingesperrt! (Bd. 1) von Eva Amores und Matt Cosgrove

Hardcover
Übersetzt von Jan Möller
Illustriert von Matt Cosgrove
Ab 7 Jahren
128 Seiten
ISBN: 978-3-7373-7620-4
Erschienen: 24.06.2026

Klappentext:

Was ist der beste Ort für mürrische Miezen, kriminelle Köter und verwöhnte Fußhupen? Die Erziehungsanstalt für die schlimmsten Haustiere der Welt! Hier landen auch Käpt’n Flauschbär und Bitzi, Justin Chases komische Fellfreunde aus »Worst Week Ever«, und treffen dort auf einen Haufen weiterer völlig durchgeknallter Haustiere. Käfige auf, Pfoten geleckt und Poop Bags in die Höhe für krasse Streiche und urkomische Abenteuer!

Quelle: Fischer Sauerländer

Rezension:

Käpt’n Flauschbär hält sich selbst für den schönsten, wichtigsten und berühmtesten Kater des Universums. Es kann sich daher nur um einen Irrtum handeln, dass er in einer Besserungsanstalt für ungezogene Haustiere gelandet ist. Statt Wellnessurlaub (den er definitiv verdient hätte!) muss er nun seine Zeit mit einem Haufen völlig durchgeknallter Haustiere verschwenden - von einem Lama (das in Wahrheit ein Alpaka ist) bis hin zu einem Hausstein. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, ist sein Zimmernachbar ausgerechnet der nervige (und ständig sabbernde) Hund Bitzi. Das lässt sich Käpt’n Flauschbart aber nicht gefallen. Er muss unbedingt einen Weg hier rausfinden! Ob ihm das wohl gelingen wird?

Nachdem ich die Worst-Week-Ever-Bücher so gefeiert habe, wanderte die neue Reihe des australischen Erfolgsduos natürlich sofort auf meine Must-Have-Liste. Die Idee, den Tieren aus „Worst Week Ever“ ihre eigene Serie zu geben, begeisterte mich auf Anhieb und war ich sehr gespannt auf die Umsetzung. Schon das Cover verspricht wieder wunderbare schräge Unterhaltung und genau das erwartet einen hier auch.

Eva Amores und Matt Cosgrove haben ihrer Kreativität mal wieder ihren freien Lauf gelassen und ein total verrücktes Abenteuer geschaffen. Wie man es aus der Vorgängerreihe kennt, sprüht die Handlung nur so vor Witz, Chaos und Situationskomik und ist eine wahre Explosion aus verschiedenen Textformen, Illustrationen und Comic-Elementen. Ob Sprech- und Denkblasen, Soundwords oder hervorgehobene Wörter – alles ist dabei. Die zahlreichen schwarz-weiß-rot Illustrationen von Matt Cosgrove sind wie gewohnt sehr humorvoll und ausdrucksstark gezeichnet, allein die Mimik der Tiere ist genial, allen voran die köstlich mürrische Miene von Käpt’n Flauschbär.

Durch die abwechslungsreiche Gestaltung, den sehr hohen Bildanteil und der geringen Textmenge ist das Buch ideal für Leseanfänger geeignet und vermag sicherlich selbst den größten Lesemuffel zu begeistern. Die 128 Seiten lesen sich weg wie nichts. Einer urkomischen Szene folgt der nächste, es wird wild und ziemlich turbulent und zu keiner Zeit langweilig. Mir persönlich war der Humor bisweilen schon etwas zu überdreht und albern, aber Kinder werden ihn garantiert lieben und ihre helle Freude an den skurrilen Charakteren haben. Käpt’n Flauschbär ist dabei jedoch kein klassischer Sympathieträger. Er ist ziemlich eingebildet, frech und ständig mies gelaunt. Doch gerade das macht die Geschichte so unterhaltsam. 
 

Abgerundet wird das Ganze von ein paar coolen Extras im Anschluss wie Malanleitungen und ein paar lustige Tierfakten. Das Ende kommt etwas abrupt, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Zum Glück erscheint der zweite Teil bereits dieses Jahr im November, zu lange müssen wir uns also nicht gedulden.

Fazit: „Worst Pets Ever – Eingesperrt!“ ist ein tierisch witziger und rasanter Comicroman, bei dem laute Lacher garantiert sind. Ein herrlich abgedrehter Lesespaß für alle ab 7 Jahren, die es gerne so richtig schön verrückt und chaotisch mögen. Auch wenn dieser Reihenauftakt für mich nicht an „Worst Week Ever“ heranreicht, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

 


 


Vielen lieben Dank an den Fischer Sauerländer Verlag für das Rezensionsexemplar! 

 

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