Freitag, 10. Juli 2026

[Rezension] Greenwood 4: Das Geheimnis des Teichs von Barbara Canepa, Anaïs Halard und Kerascoët

Hardcover
Übersetzt von Tanja Krämling
Illustriert von Kerascoët
48 Seiten
ISBN: 978-3-98721-752-4
Erschienen: 17.06.2026

Klappentext:

Der Samstagsclub steht vor einem neuen Fall: Eine Froschmama hat eins ihrer Jungen verloren! Dummerweise ist das Kleine verschwunden, während sie ihm die Kunst der Tarnung beibrachte, und das macht das Wiederfinden ganz schön schwierig. Hat es sich verlaufen? Oder, noch schlimmer, was, wenn es verschluckt wurde? Vielleicht sogar von Vanille?! Die Kinder des Clubs müssen ihr ganzes Können aufbringen, um der verzweifelten Mutter zu helfen. Zum Glück können sie auf die Unterstützung der alten Urania zählen, deren Wissen über Magie und die Natur unschätzbar sein könnte... 

Quelle: Splitter Verlag

Rezension: 

Im Wald von Greenwood herrscht helle Aufregung: Eine Froschmama vermisst eines ihrer Jungen. Und es ist ausgerechnet während einer Unterrichtsstunde über Tarnung verloren gegangen. Das macht das Wiederfinden natürlich ganz schön knifflig. Die Mitglieder des Samstagsclubs nehmen sich den Fall sofort an. Wo könnte sich das Kleine versteckt haben? Hat es sich verlaufen? Oder ist ihm vielleicht sogar etwas Schlimmes zugestoßen? Könnte es nicht sein, dass es aus Versehen...verschluckt wurde? Und zwar von Vanille? Die Freunde müssen diese Sache unbedingt schnellstmöglich aufklären. Zum Glück steht ihnen die alte Hexe Urania mit Rat und Tat zur Seite und kann ihnen sicherlich bei ihren Ermittlungen helfen.

Hierbei handelt es sich um den vierten Teil der Greenwood-Serie, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Denn anders als die drei Vorgänger, die eine große Geschichte erzählt haben, beinhaltet der vierte Band ein komplett neues Abenteuer. Trotz allem empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten. Die Reihe macht dann einfach noch mehr Spaß.

Nachdem mich die ersten drei Bände so begeistert haben, konnte ich es kaum erwarten nach Greenwood zurückzukehren. Schon das Cover ist wieder ein echter Blickfang und fügt sich perfekt in die Reihe ein, obwohl auch dieses Mal ein anderer Zeichner am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Illustrator oder eine andere Illustratorin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Dieses Mal war Kerascoët am Werk, ein Pseudonym für das französische Künstlerpaar Marie Pommepuy und Sébastien Cosset.
 

Optisch macht auch dieses Album einiges her. Die Bilder von Kerascoët sind liebevoll und detailreich gezeichnet und schaffen durch die vielen blau-grünen Farbtöne eine märchenhaft-magische Waldstimmung. Im Anschluss gibt es noch eine zauberhafte doppelseitige Karte von Greenwood, dank der man noch besser in das Setting eintauchen kann. Kerascoëts Strich passt einfach wunderbar zum Greenwood-Universum, wobei ich jedoch sagen muss, dass mir die Zeichnungen in den vorherigen Bänden deutlich besser gefallen haben. Aber das ist natürlich immer Geschmackssache.

Auch inhaltlich macht der vierte Band sehr viel Freude. Auf 48 Seiten entführt uns das französische Autor*innen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard zurück nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, in der es vor liebenswerten Charakteren nur so wimmelt. Im Mittelpunkt stehen erneut die sechs Tierkinder des Samstagsclubs, die man schon längst fest ins Herz geschlossen hat: Die Hasengeschwister Snow und Winter, der vegetarische Fuchs Honey, Spinne Shadow, Fledermaus Moon sowie die Eule Vanille. Gemeinsam mit den sechs Waldkindern erlebt man wieder ein aufregendes und amüsantes Abenteuer, das zum Mitfiebern einlädt und uns einmal mehr zeigt, dass Zusammenhalt stark macht und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann. Nicht nur junge Leser*innen werden hier bestens unterhalten, auch als Erwachsener erfreut man sich an dem Humor, der niemals platt daherkommt, sondern charmant und voller Wärme.

Ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über die Wunder unserer Natur. An passenden Stellen ist die Geschichte mit wunderschön gestalteten Enzyklopädie-Seiten gespickt (gezeichnet von Giovanni Rigano), auf denen man unter anderem erfährt, welche Tiere echte Meisterverstecker sind.

Fazit: Mit viel Witz und Herz geht es mit dem Samstagsclub in die vierte Runde. Auch der vierte Greenwood-Band ist ein unterhaltsames und spannendes Waldabenteuer, das auf eine spielerische Weise Wissen über die Natur vermittelt. Die perfekte Lektüre für alle ab 8 Jahren, die gerne Fantasy- und Tiergeschichten lesen. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser süßen Kindercomic-Reihe. Auf den fünften Teil (der leider erst Anfang nächsten Jahres erscheinen wird) freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen.

 






 

Vielen lieben Dank an den Splitter Verlag für das Rezensionsexemplar!


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