Klappentext:
Quelle: Kibitz Verlag
Rezension:
Leo ist kein normaler Hund. Er ist überaus schlau und kann sogar sprechen. Gemeinsam mit seinem Herrchen unternimmt er jeden Tag lange ausgiebige Spaziergänge. Beide sind glücklich und zufrieden. Doch dann entdeckt Leo eines Tages ein Schild, auf dem EIS steht. Er fragt seinen Besitzer, was das heißt und findet gefallen an dem Wort. Dieser Moment entfacht eine große Leidenschaft in dem Hund. Er möchte plötzlich unbedingt das Lesen lernen und tut es mit vollem Einsatz. Ihn zieht es nur noch in die Stadt, um dort die vielen verschiedenen Schilder und Werbetafel zu lesen. Vor allem vom Bahnhof – das reinste Schilderparadies – kann man ihn kaum noch wegbekommen. Sein Herrchen wird irgendwann ziemlich übellaunig. Hätte er seinem Hund doch nie das Lesen beigebracht. Jetzt kann er sich die Beine in den Bauch stehen, während Leo die Schilder entziffert und langweilt sich dabei entsetzlich. So kann es nicht weitergehen. Er muss seinen Hund unbedingt vom Lesen abhalten. Doch egal, was er versucht, Leo lässt sich das Lesen nicht verbieten. Zum Glück, wie sich bei einem Spaziergang am Strand zeigt.
Lesen macht Spaß und bereichert das Leben ungemein. Genau davon erzählen der 2023 verstorbene Autor Andreas Greve und die Illustratorin Lena Winkel in „Lass das Lesen, Leo!“. Mit ihrem gemeinsamen Bilderbuch-Comic haben die beiden ein wunderbares Plädoyer für die Leseförderung geschaffen. Die große Begeisterung von Hund Leo für die Welt der geschrieben Sprache wirkt richtig ansteckend und wird hoffentlich viele Kinder dazu anregen, selbst mehr Zeit mit dem Lesen zu verbringen und worthungrig durch die Welt zu gehen. Zudem zeigt sich am Ende auch, dass das Lesen ein echter Lebensretter sein kann.
Geschrieben ist die Geschichte in einer gelungenen Mischung aus kurzen Textpassagen und Sprechblasen. Genauso abwechslungsreich kommt auch die Optik daher. Mal in ganzseitigen Bildern, mal in kleineren rahmenlosen Panels setzt die Künstlerin Lena Winkel das Erzählte kongenial in Szene. Ihre zart kolorierten Zeichnungen sind humorvoll, lebendig und voller Details. Besonders ulkig ist das Aussehen des Herrchens, bei dem man nicht so wirklich weiß, ob er nun Mensch oder Tier ist. :D
Fazit: „Lass das Lesen, Leo!“ ist eine feinhumorige und herzlich-schräge Geschichte über einen buchstabenverrückten Hund und die Freude am Lesen. Ein herrlicher Erstlesecomic ab 5 Jahren, der zum Lesenlernen motiviert und Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Meine Sammlung ist um einen weiteren tollen Kibitz-Titel reicher geworden, ich kann „Lass das Lesen, Leo!“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Kibitz Verlag für das Rezensionsexemplar!




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