Montag, 30. März 2026

[Rezension] Lass das Lesen, Leo! von Andreas Greve und Lena Winkel

Hardcover
Illustriert von Lena Winkel
Ab 5 Jahren
72 Seiten
ISBN: 978-3-948690-49-6
Erschienen: 02.03.2026

Klappentext:

Leo ist ein außerordentlich begabter Hund. Er kann sprechen und eines schönen Tages setzt er sogar noch eins drauf: „Ich möchte lesen lernen!“ So kommt es, dass Leo mit seinem Menschen bei jedem Spaziergang ein paar Schilder liest. „Ganz einfach“, befindet er, „der Trick sind die Buchstaben“. Den lesehungrigen Hund zieht es bald nur noch in die Stadt, wo sein Mensch sich vor all den Schildern und Schaufenstern, die Leo entziffert, die Beine in den Bauch steht, statt sie sich in der Natur zu vertreten – wozu hat Mensch denn einen Hund?! „Leo, lass das Lesen!“ Zum Glück lässt er es nicht, denn schon beim nächsten Ausflug wird Leo zum lesenden Lebensretterhund!

Quelle: Kibitz Verlag

Rezension:

Leo ist kein normaler Hund. Er ist überaus schlau und kann sogar sprechen. Gemeinsam mit seinem Herrchen unternimmt er jeden Tag lange ausgiebige Spaziergänge. Beide sind glücklich und zufrieden. Doch dann entdeckt Leo eines Tages ein Schild, auf dem EIS steht. Er fragt seinen Besitzer, was das heißt und findet gefallen an dem Wort. Dieser Moment entfacht eine große Leidenschaft in dem Hund. Er möchte plötzlich unbedingt das Lesen lernen und tut es mit vollem Einsatz. Ihn zieht es nur noch in die Stadt, um dort die vielen verschiedenen Schilder und Werbetafel zu lesen. Vor allem vom Bahnhof – das reinste Schilderparadies – kann man ihn kaum noch wegbekommen. Sein Herrchen wird irgendwann ziemlich übellaunig. Hätte er seinem Hund doch nie das Lesen beigebracht. Jetzt kann er sich die Beine in den Bauch stehen, während Leo die Schilder entziffert und langweilt sich dabei entsetzlich. So kann es nicht weitergehen. Er muss seinen Hund unbedingt vom Lesen abhalten. Doch egal, was er versucht, Leo lässt sich das Lesen nicht verbieten. Zum Glück, wie sich bei einem Spaziergang am Strand zeigt.

Lesen macht Spaß und bereichert das Leben ungemein. Genau davon erzählen der 2023 verstorbene Autor Andreas Greve und die Illustratorin Lena Winkel in „Lass das Lesen, Leo!“. Mit ihrem gemeinsamen Bilderbuch-Comic haben die beiden ein wunderbares Plädoyer für die Leseförderung geschaffen. Die große Begeisterung von Hund Leo für die Welt der geschrieben Sprache wirkt richtig ansteckend und wird hoffentlich viele Kinder dazu anregen, selbst mehr Zeit mit dem Lesen zu verbringen und worthungrig durch die Welt zu gehen. Zudem zeigt sich am Ende auch, dass das Lesen ein echter Lebensretter sein kann.

Darüber hinaus erzählt das Buch auch von der einzigartigen Bindung zwischen Hund und Mensch. Leo und sein Halter sind ein gutes Team – zumindest anfangs. Im Verlauf der Geschichte ändert sich ihr Verhältnis, wird angespannter. Der Besitzer ist zusehendes genervt von der Lesebegierde seines Hundes. Leo wiederum will sich das Lesen nicht verbieten lassen. Wie sich die beiden voneinander entfernen und wieder zueinanderfinden wird mit viel Humor und Herz aus der Sicht des Mannes geschildert. Allein dass Leo sprechen kann sorgt für Unterhaltung, aber auch die Tricks unseres Ich-Erzählers, um seinen vierbeinigen Freund wieder in die Natur zu locken, sind sehr amüsant.
 

Geschrieben ist die Geschichte in einer gelungenen Mischung aus kurzen Textpassagen und Sprechblasen. Genauso abwechslungsreich kommt auch die Optik daher. Mal in ganzseitigen Bildern, mal in kleineren rahmenlosen Panels setzt die Künstlerin Lena Winkel das Erzählte kongenial in Szene. Ihre zart kolorierten Zeichnungen sind humorvoll, lebendig und voller Details. Besonders ulkig ist das Aussehen des Herrchens, bei dem man nicht so wirklich weiß, ob er nun Mensch oder Tier ist. :D

Fazit: „Lass das Lesen, Leo!“ ist eine feinhumorige und herzlich-schräge Geschichte über einen buchstabenverrückten Hund und die Freude am Lesen. Ein herrlicher Erstlesecomic ab 5 Jahren, der zum Lesenlernen motiviert und Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Meine Sammlung ist um einen weiteren tollen Kibitz-Titel reicher geworden, ich kann „Lass das Lesen, Leo!“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

 







Vielen lieben Dank an den Kibitz Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) eventuell abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.
Beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare erklärst Du Dich ebenfalls einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert werden.
Weitere Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google