Donnerstag, 8. Februar 2018

[Rezension] Wie Ellabella Elefant allein den Weg zu Oma fand von Iris Schürmann-Mock

Gebundene Ausgabe
Mit farbigen Illustrationen Wiebke Rauers
32 Seiten
Ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-451-71363-7
Erschienen: 05.02.2018

Klappentext:

Ellabella darf zum ersten Mal allein zu Oma fahren. An der fünften Haltestelle muss sie aussteigen. Kein Problem! Oder doch? An diesem Tag endet die Busfahrt an der vierten Haltestelle. Ein großer Festumzug mit vielen Tieren blockiert die Straße, und Ellabella muss aussteigen …Plötzlich knackt das Mikrofon, rauscht und pfeift, ein lauter Ton: „Aussteigen, heut endet hier unsre Fahrt bei Station vier“, ruft der Fahrer und hält an.Türen auf, das war es dann. Ellabella schaut hinaus. Hier kennt sie sich gar nicht aus. Jetzt fühlt sie sich nicht mehr groß. Und sie fragt: „Was mach ich bloß?“ Setzt sich ängstlich auf die Bank, ganz verwirrt und heimwehkrank. Ach, wenn nur die Oma käme und sie mit nach Hause nähme …
Quelle: Herder Verlag


Rezension:


Als ich das Cover von diesem schönen Bilderbuch das erste Mal sah, war es sofort um mich geschehen. Ich finde es unglaublich niedlich und da mir Wiebke Rauers Illustrationen bereits in anderen Büchern richtig gut gefallen haben und mich hier auch der Klappentext sehr schnell überzeugen konnte, wollte ich das kleine Elefantenmädchen Ellabella unbedingt kennenlernen!

Ellabella ist ganz aufgeregt. Sie darf zum ersten Mal alleine zu Oma fahren! Sie muss sich einfach nur in den Bus setzen und dann an der fünften Haltestelle wieder aussteigen. Kein Problem für Ellabella, denn schließlich ist sie ja schon groß und kennt den Weg. Zusammen mit ihrer Mutter ist sie nämlich schon einmal zu Oma gefahren und ein Elefant erinnert sich schließlich an alles. Doch leider endet die Busfahrt ausgerechnet heute an der vierten Haltestelle. Wieso, fragt ihr euch? Grund ist ein großer Festzug mit ganz vielen Tieren. Dieser blockiert die Straße, daher kann Ellabella nicht, wie eigentlich geplant, bis zu zur fünften Station durchfahren. Auweia, was soll Ellabella denn jetzt machen? Ach, wenn du nur die Oma käme und sie mit nach Hause nähme. Doch leider ist Oma Elefant nirgends zu sehen. Das mutige Elefantenmädchen beschließt daher, sich ganz alleine auf die Suche nach Omas Haus zu machen. Auf ihrem Weg begegnen ihr viele verschiedene Tiere, die zwar leider auch nicht wissen, wo ihre Oma wohnt, die ihr aber Mut machen, sodass sie ihr Ziel ganz bestimmt erreichen wird.

Sieht das Cover nicht super niedlich aus? Ganz besonders Ellabella, das kleine Elefantenmädchen, mit diesen süßen Kulleraugen. So schön, wie der Einband illustriert wurde, wurde auch der Innenteil gestaltet. Jede Menge wundervolle Illustrationen dürfen wir in diesem Bilderbuch betrachten und dabei lauter tolle Tiere kennenlernen.

Zuerst aber machen wir die Bekanntschaft von Ellabella und ihrer Mutter. Die Elefantenmama bringt ihre Tochter gerade zur Bushaltestelle, von der ihre Reise zu Oma Elefant beginnen soll. Ellabella hat überhaupt keine Angst, denn schließlich ist sie schon groß, kann schon ziemlich viel und außerdem ist der Weg zu ihrer Oma ja auch kinderleicht. Sie muss einfach nur an der fünften Haltestelle aussteigen.


 Tja, aber so leicht, wie Ellabella gedacht hat, wird es dann leider doch nicht. In der Stadt ist nämlich gerade ein Zirkus und die Zirkustiere machen ausgerechnet an diesem Tag einen großen Festzug.
Als der Bus unerwartet an der vierten Station endet, ist Ellabella zuerst sehr verzweifelt. Sie wünscht sich ihre Oma herbei, denn ohne ihre Hilfe weiß das kleine Elefantenmädchen einfach nicht weiter.
Dann aber zieht der Festzug mit all den Tieren vorbei und Ellabella vergisst ihre Sorgen für einen kurzen Moment. Geigen, Tuten, Flöten, Paukenschläge - Ellabella kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Vergnügt läuft sie eine Weile mit und erst als der Umzug am Zirkuszelt endet, fällt ihr wieder ein, dass ja ihre Oma auf sie wartet.

Ellabella hat nun neuen Mut gefasst und beschließt, sich ganz alleine und immer dem Rüssel nach auf die Suche nach Omas Haus zu machen. Das kann ja schließlich nicht so schwer sein.

Auf ihrem Weg trifft sie auf sehr viele Tiere, die sie nach dem Haus der Oma fragt. Da wären zum Beispiel Katharina Krokodil, Seelöwe Sebastian, das Känguru Karoline oder Theodora Trampeltier. Alle haben sie leider keine Ahnung, wo Ellabellas Oma wohnt, aber sie helfen dem kleinen Elefantenmädchen, so gut sie nur können (na ja, die meisten jedenfalls) und machen ihr Mut.

Dieses herzallerliebste Bilderbuch erzählt eine ganz zauberhafte Geschichte über das Mutigsein und dass man seinen eigenen Stärken vertrauen soll. Ellabella ist eine ganz wundervolle Protagonistin, die wohl jeder sofort in sein Herz schließen muss und die Kindern sehr schön verdeutlicht, dass man, wenn man an seine eigenen Fähigkeiten glaubt und nicht ängstlich den Kopf in den Sand steckt, sehr viel erreichen kann, und mag dies am Anfang auch noch so unmöglich erscheinen.

Erzählt wird die Geschichte in Reimen. Diese haben mir richtig gut gefallen, da sie sich prima aufsagen und vorlesen lassen und Kindern eine große Freude beim Nachsprechen bereiten werden.

Ebenso schön wie die Reime, sind auch die Illustrationen. Diese haben mir sogar noch besser gefallen als die niedliche Geschichte. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die Bilder von Wiebke Rauers großartig finde und auch hier konnten mich ihre Zeichnungen wieder hellauf begeistern. Sie sind herrlich farbenfroh und die Tiere mit ihren runden, großen Augen unglaublich putzig.

Text und Bilder ergänzen sich perfekt und bescheren Groß und Klein ein wundervolles Leseerlebnis. Ich bin wirklich helaufl begeistert von „Wie Ellabella Elefant allein den Weg zu Oma fand“ und kann es absolut empfehlen!

Fazit: Total süß und richtig schön! Dieses tolle Bilderbuch erzählt eine ganz bezaubernde Geschichte über das Mutigsein und das Vertrauen in seine eigenen Stärken. Illustriert wurde das Buch wunderschön von Wiebke Rauers, in ihre Bilder habe ich mich wirklich sofort verliebt. Dadurch, dass die Geschichte in Reimen erzählt wird, lässt sich Ellabellas Geschichte prima vorlesen. Nicht nur Kinder ab 3 Jahren werden hier ihren Spaß haben; dieses Buch bietet ein wundervolles Lesevergnügen für die ganze Familie! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!




Vielen Dank an den Herder Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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