Mittwoch, 19. September 2018

[Rezension] Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick von Kelly Moran

Paperback
384 Seiten
ISBN: 978-3-499-27538-8
Erschienen: 19.09.2018

Klappentext:
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …



Rezension:

Wer mich näher kennt und meine Rezensionen verfolgt, der wird wissen, dass ich hauptsächlich Kinder- und Jugendbücher lese und eher selten zu Erwachsenenromanen greife. Der erste Band der „Redwood Love“- Trilogie konnte meine Neugier jedoch sofort wecken. In erster Linie aufgrund des Covers – sieht es nicht toll aus? So schön heimelig und urig, es macht einfach auf den ersten Blick deutlich, dass man es bei diesem schönen Buch mit so einer richtigen Wohlfühlgeschichte mit jeder Menge Romantik zu tun bekommen wird. Ab und an lese ich so etwas wahnsinnig gerne und da mich hier auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich das kleine Städtchen Redwood mitsamt seinen Bewohnern unbedingt kennenlernen wollte.

Herzlichen Willkommen in Redwood, ein malerisches, kleines Städtchen in Oregon, wo jeder jeden kennt und Klatsch und Tratsch liebend gerne verbreitet wird. An diesem idyllischen Flecken Erde möchte Avery zusammen mit ihrer autistischen siebenjährigen Tochter nach einer gescheiterten Ehe einen Neuanfang wagen. Und dies am besten ohne Männer. Eine Beziehung kommt für Avery momentan wirklich überhaupt in Frage, vermutlich sogar nie mehr. Doch dann lernt sie den attraktiven Tierarzt Cade O'Grady kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen, nur steht ihnen Averys schwere Vergangenheit im Weg. Ob die beiden wohl noch zueinander finden werden?

Wisst ihr, was unendlich schade ist? Dass man während des Lesens nicht in die Bücher hineinkriechen kann. Diesen Wunsch habe ich hier beim Lesen quasi von den ersten Seiten an verspürt. Das kleine Städtchen Redwood in Oregon wird einfach so idyllisch und gemütlich beschrieben. Mich hat es immer wieder an Stars Hollow aus Gilmore Girls denken lassen. Da ich ein absoluter Fan dieser wundervollen Serie bin, hat es mich hier natürlich ganz besonders gefreut, dass Redwood so ein bisschen Stars Hollow Feeling verströmt.

In Redwood kennt jeder jeden und ein Geheimnis bleibt nie lange geheim. Die kleinste Neuigkeit wird sofort getwittert oder auf Pinterest gepostet. Kontrolliert wird alles vom Drachentrio, wie Cade die drei Frauen scherzhaft nennt. Dieses besteht aus seiner Mutter und seinen zwei Tanten, denen es irgendwie immer gelingt, stets up to date zu sein, was den Tratsch in ihrem Städtchen betrifft und schneller als man blinzeln kann, dafür sorgen, dass dank der Socia Media Kanäle bald alle Bewohner auf dem Laufenden sind. Etwas ungewöhnlich, ja, auch Avery musste sich erst daran gewöhnen, dass nahezu jeder Bewohner Redwoods weiß, wer sie ist und was sie gerade so macht.

Natürlich bleibt es auch nicht lange unbemerkt, dass Avery zusammen mit ihrer Tochter neu nach Redwood gezogen ist. Dort bewohnt sie eines der Ferienhäuser, die ihre Mutter an Touristen vermietet. Kann übrigens sehr gut sein, dass auch ich mal bald eines beziehen werde. Ich glaube, in mir wird Averys Mutter einen neuen Stammgast finden. ;)

Neben dem tollen Setting konnten mich auch die Charaktere hellauf begeistern. Unsere Protagonistin Avery ist mir sofort ans Herz gewachsen. Avery ist eine wundervolle junge Frau, die leider schon viel Schweres durchmachen musste. Ihre Ehe verlief nicht allzu rosig und nach einer langwierigen Scheidung steht sie alleine mit ihrer autistischen Tochter Hailey da. Man spürt als Leser sofort, dass Avery aufgrund ihrer misslungen Ehe eine Menge Selbstwertgefühl verloren hat und sich einfach nicht mehr vorstellen kann, dass ein Mann etwas von wir wollen könnte.
Nun, da irrt sich Avery gewaltig, denn schon bei ihrem ersten Treffen mit dem Tierarzt Cade funkt es zwischen den beiden gewaltig. Wie sich dann so allmählich etwas zwischen den beiden entwickelt, hat mir richtig gut gefallen. In meinen Augen wurde ihre Annäherung sehr authentisch beschrieben. Ein wenig kitschig vielleicht, aber absolut passend für diese süße, romantische Geschichte. :)

Zu Cade: Ihn habe ich ebenfalls sofort in mein Herz geschlossen. Er ist so ein lieber Kerl und kümmert sich so herrlich liebevoll und rührend um Avery und ihre kleine Tochter. Gerade wie er Hailey umsorgt, hat mir richtig das Herz erwärmt. Hailey ist, wie bereits erwähnt, Autistin. Sie ist daher anders als andere Kinder in ihrem Alter. Hailey spricht nicht, gerät bei bestimmten Dingen in Panik, wie zum Beispiel bei Berührungen, und sie kann keine Liebe zeigen. Letzteres macht Avery natürlich sehr zu schaffen. Welche Mutter würde es nicht traurig machen, wenn man von seinem Kind nie die drei Worte „Ich liebe dich“ zu hören bekommt oder es ganz fest in den Arm schließen darf?

Ich selbst habe mit Autismus keine eigenen Erfahrungen, ich kann daher nicht sagen, wie realistisch Hailey hier ausgearbeitet habe. Auf mich hat sie allerdings sehr authentisch gewirkt, wie alle Charaktere in dem Buch. Und alle mochte ich sie wahnsinnig gerne. So etwas habe ich wirklich selten in Büchern, dass sich alle Charaktere in mein Herz schleichen.

Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden beschert. In gerade mal zwei Tagen habe ich es durchgesuchtet. Der Schreibstil von Kelly Moran liest sich super angenehm und herrlich locker-leicht. Die Geschichte lädt von den ersten Seiten an zum Träumen ein und beschert einem ein herzerwärmendes, romantisches und wunderschönes Leseerlebnis voller Wohlfühlmomente und einer genau richtigen Portion an Humor, sodass man jede Menge zum Schmunzeln hat.
Für die kalte Jahreszeit kann ich das Buch übrigens ganz besonders empfehlen. Schön eingekuschelt in eine flauschige Decke auf dem Sofa sitzend, im Kamin ein prasselndes Feuerchen, eine dampfende Tasse Tee neben sich – so kann man sich ganz bestimmt am besten nach Redwood träumen. :)

Fazit: Ein wundervoller Reihenauftakt! Mir haben hier das hübsche Cover und der Klappentext eindeutig nicht zu viel versprochen, mir hat der erste Band der „Redwood Love“- Trilogie unheimlich gut gefallen. Was bin ich froh, dass ich Band 2 bereits besitze, dieser wird auf jeden Fall nicht mehr lange ungelesen bleiben. Auf die Fortsetzung freue ich mich wirklich schon sehr.
Es beginnt mit einem Blick“ ist so ein richtiges Wohlfühlbuch voller Liebe, Romantik und Humor, lauter sympathischen Charakteren und einem großartigen Setting. Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen! 





Vielen lieben Dank an den KYSS Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Kommentare:

  1. Ohohohoh!! Ich liebe den ersten Band auch mega und fand es so schade, dass ich nicht in Redwood bleiben konnte, als es vorbei war!
    Du sprichst mir aus der Seele, was das Städtchen und seine Bewohner angeht. Ich hab mich schon lange nicht mehr so zu Hause in einem Buch gefühlt!

    LG
    Tilly

    PS: Ich liebe die Gilmore-Girls ebenfalls!! <3

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    1. Hi Tilly,

      aww, das ist ja toll, dass dich der erste Band auch so begeistern konnte wie mich. :D Wir können ja zusammen ja Redwood ziehen. ;)
      Kennst du schoon Band 2? Ich leider noch nicht, aber ich habe mir fest vorgenommen, ihn nächste Woche zu lesen. Ich will schleunigst zurück nach Redwood! :)

      Und ja, die Gilmore Girls sind so toll! :D

      Viele liebe Grüße
      Corinna

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