Klappentext:
Quelle: Magellan Verlag
Rezension:
In einem alten Schloss, das in einem großen dunklen Park steht, lebt ein kleines Gespenst. Auf den ersten Blick sieht es wie ein ganz normales Spukgespenst aus. Doch anstatt anderen einen Schrecken einzujagen, gruselt es sich selbst sehr schnell. Besonders vor dem Abend graut es ihm immer, wenn es wieder ganz alleine in seinem Zuhause hockt und es sich richtig einsam fühlt. Wie schön wäre es doch, wenn sein Schloss voller Leben wäre. Da kommt dem kleinen Gespenst eine tolle Idee: Es möchte eine Übernachtungsparty machen! Sofort macht es sich auf die Suche nach jemanden, der nächste Nacht bei ihm schlafen kann. Zuerst fragt es die Schnecke, doch die ist viel zu langsam, um rechtzeitig am Abend bei ihm zu sein. Auch das Eichhörnchen, die Henne und der Frosch können aus verschiedenen Gründen nicht zu seiner Feier kommen. Das kleine Gespenst lässt traurig den Kopf hängen. Ob er wohl noch einen Freund für seine Übernachtungsparty finden wird?
Nachdem mich Gareth Ryans mit dem ersten Buch seiner Gespenster-Reihe verzaubern konnte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band. Schon das Cover verspricht wieder eine traumhaft süße Gespenstergeschichte und genau das bekommt man hier auch.
Ein weiteres Mal entführt uns Gareth Ryans in das alte Schloss, zu dem kleinen Gespenst, welches nicht dem typischen Klischee entspricht. Anstatt andere zu erschrecken, gruselt und fürchtet es sich selbst ziemlich schnell – vor allem abends, wenn es mal wieder ganz alleine in seinem großen dunklen Zuhause sitzt. Man muss dieses kleine weiß schimmernde Kerlchen einfach sofort ins Herz schließen und kann seinen Wunsch nach Freundschaft nur zu gut nachvollziehen. Man fühlt und fiebert mit ihm mit und freut sich am Ende richtig, wenn es endlich nicht mehr länger einsam ist. Seine Suche nach einem Freund wird sehr einfühlsam und mit einer Prise Humor beschrieben, erfordert aufgrund der etwas längeren Textpassagen allerdings schon etwas Übung beim Zuhören. Dennoch ist das Buch auch schon für die Kleinsten geeignet. Die wichtige Botschaft, die hier vermittelt wird, kann man Kindern schließlich gar nicht früh genug mitgeben. Denn unser kleines liebenswertes Gespenst zeigt uns, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben und es nichts Schöneres gibt, als gute Freunde, die immer für einen da sind.
Die Illustrationen von Gareth Ryans sind mal wieder ein besonderer Genuss. Stimmungsvoll und mit viel Liebe zum Detail erwecken sie die Geschichte zum Leben, laden zum Verweilen und Entdecken ein und sorgen für eine schaurig-schöne nächtliche Wohlfühlatmosphäre.
Fazit: „Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte“ ist eine gespenstisch schöne, liebevolle Gutenachtgeschichte über Einsamkeit, Freundschaft und den Mut, niemals aufzugeben. Ein wunderbares Mutmach-Bilderbuch für alle ab 3 Jahren, die sich manchmal allein fühlen. Ich bin auch von diesem Band beGEISTERt, ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Vielen lieben Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar!




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