Klappentext:
Quelle: Magellan Verlag
Rezension:
Die 12-jährige Nelly Frankenstein hat es nicht leicht. Zusammen mit ihren Eltern lebt sie in einem alten Gruselschloss, in dem immer wieder merkwürdige Dinge passieren – vermutlich ein Geist. Ihre Eltern versuchen trotz allem so normal wie wirklich zu sein (was heißt: superlangweilig). Mit ihrer Familiengeschichte wollen sie nichts zu tun haben und hoffen sehr, dass ihre Tochter nicht in die Fußstapfen ihres berühmten Vorfahren tritt. Nelly ist nämlich die Urururenkelin von Dr. Frankenstein, einem großem Erfinder. Nelly teilt jedoch seine Leidenschaft fürs Experimentieren und Erfinden und probiert heimlich allerhand aus. Das meiste davon geht allerdings mächtig in die Hose. Doch dann, eines Tages, gelingt ihr etwas ganz Unglaubliches: Bei einem Gewitter erweckt sie ein totes Alpaka auf der Weide wieder zum Leben. Und nicht nur das: Es kann sogar sprechen! Und das tut es viel und gerne. Montserrat, wie das Alpaka heißt, ist ein echtes Plappermaul und schlürft mit großer Leidenschaft Kokos-Limetten-Cocktails. Nelly ist begeistert von ihrer neuen Freundin, ihre Eltern eher weniger. Montserrat stellt das Familienleben gehörig auf den Kopf und als sich dann auch der Schlossgeist einmischt, ist das Chaos perfekt.
Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Das Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Es war mein erstes Werk von Astrid Göpfrich und auch wenn meine Erwartungen nicht komplett erfüllt wurden, wird es sicherlich nicht mein letztes gewesen sein.
Astrid Göpfrich hat hier einen originellen Reihenauftakt geschaffen, der neugierig auf mehr macht. Mit viel Humor und Herz erzählt sie die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Nelly Frankenstein – eine sehr sympathische Protagonistin, die man mit ihrer aufgeweckten und kreativen Art sofort ins Herz schließt. An Fantasie und Erfindergeist mangelt es ihr wahrlich nicht, was für einige unterhaltsame Momente sorgt (zumindest für uns Leser*innen). Der wahre Star in diesem Buch ist jedoch Alpaka Montserrat, der mit seinem vorlauten Wesen und seiner großen Leidenschaft für Kokos-Limetten-Cocktails das reinste Futter für die Schmunzelmuskeln ist. Langweilig wird es definitiv zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor Charme und Einfallsreichtum und ist stellenweise ganz schön abenteuerlich. Mir persönlich war sie manchmal schon etwas zu überdreht und schräg, vor allem zum Ende hin. Kinder aber werden garantiert begeistert sein und sich nach der Lektüre nichts mehr wünschen, als ein eigenes sprechendes Alpaka.
Fazit: „Little Miss Frankenstein – Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!“ ist ein vielversprechender Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe ab 10 Jahren. Ein herrlich freches, witzig-turbulentes und skurriles Alpaka-Abenteuer über Freundschaft und das Anderssein. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und kann den ersten Band rund um Nelly Frankenstein und ihr sprechendes Alpaka sehr empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Magellan Verlag und Vorablesen Junior für das Rezensionsexemplar!




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