Quelle: Reprodukt Verlag
Rezension:
Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? Es war mein erstes Werk von Matthias Picard und sicherlich nicht mein letztes. Seine vorherigen beiden 3D-Abenteuer mit dem Taucher Jim Curious stehen mittlerweile auf meiner Wunschliste und werden ganz bestimmt demnächst noch bei mir einziehen.
Matthias Picard hat hier etwas ganz Besonderes geschaffen, eine einzigartige Mischung aus Bilderbuch und Comic mit 3D-Effekten. Gekonnt spielt der französische Künstler mit verschiedenen Perspektiven und Panelgrößen, kombiniert Fotografien mit gezeichneten Elementen und erzählt die Geschichte (fast) komplett ohne Worte und ausschließlich in schwarz-weiß. Dieses Buch lebt von seinen Bildern, die in unglaubliche Landschaften entführen und uns auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Auf den ersten Blick mögen die Seiten etwas unspektakulär wirken – doch wenn man eine der beiden 3D-Brillen aufsetzt, die sich hinten im Buch befinden, erhalten die grauen, verschwommenen Bilder plötzlich Tiefe. Wie durch Zauberei hat man auf einmal imposante dreidimensionale Welten vor sich. Leider kann ich euch diesen Wow-Effekt hier nicht zeigen, aber ihr könnt mir glauben, es lohnt sich, nach diesem Buch zu greifen!
Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß den schlaksigen Lasse Langbein auf seinem spannenden Abenteuer zu begleiten. Dieses dünne schwarze Strichmännchen macht seinem Namen alle Ehre und zeigt uns allein durch seine Ohren und Körperhaltung, was es gerade fühlt. Beginnen tut seine Expedition auf einer kleinen Insel, wo er einem geheimnisvollen schwarzen Faden in die Tiefen eines Höhlenlabyrinth folgt. Gemeinsam mit ihm durchwandert man dunkle Gänge und riesige Plizwälder, vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten und Schwärmen von Fledermäusen. Man segelt mit einem Blütenschirmchen durch ein schweres Unwetter, entkommt nur haarscharf einem Blitzeinschlag, taucht in einen unterirdischen See hinab und trifft schließlich auf ein weißes Kaninchen, ein bisschen wie bei Alice im Wunderland. Witzigerweise gibt es auf der aufklappbaren Doppelseite am Ende sogar ein Buch von Lewis Carroll zu entdecken. ;-)
Fazit: „Lasse Langbein“ ist eine fesselnde und überaus faszinierende Reise durch eindrucksvolle 3D-Bilderwelten. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Jung und Alt! Ich bin begeistert von diesem coolen, textlosen Bilderbuch-3D-Comic-Mix, ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Vielen lieben Dank an den Reprodukt Verlag für das Rezensionsexemplar!




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