Klappentext:
Quelle: Herder Verlag
Rezension:
Als die Tage noch lang und warm waren, war der kleine Hund glücklich, hat freudig mit den Kindern aus dem Dorf gespielt und Stöckchen gefangen. Als der Winter Einzug hält und es immer kälter wird, beginnt das Hündchen nach einer warmen Unterkunft zu suchen. Doch die Türen bleiben verschlossen, niemand will ihn haben. Der Bauer vertreibt ihn sogar mit seinen großen zähnefletschenden Hunden. Verschreckt flüchtet der kleine Hund in den Wald, wo er sich frierend zusammenrollt. Da hört er den Wind, der ihn dazu ermutigt, weiterzugehen. Also macht sich der kleine Streuner auf die Suche nach einem Zuhause. Sein Weg führt ihn schließlich in eine große Stadt, wo überall Lichter blinken und leuchten und unzählige Menschen herumwuseln. Aber auch hier scheint ihn niemand bei sich aufnehmen zu wollen. Entmutigt legt sich der Hund auf die Fußmatte eines kleinen, warm erleuchteten Hauses. Ob er wohl jemals ein Zuhause finden wird?
Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Schon das Cover verzauberte mich auf Anhieb und hach, was soll ich sagen, die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach. Mim und Nathalie Ragondet heben hier ein wundervolles Bilderbuch geschaffen, das zu Herzen geht und mit seiner Thematik perfekt in die Weihnachtszeit passt.
Behutsam und poetisch erzählt „Das Geschenk des Winters“ vom Suchen und Ankommen, von Mut, Zuversicht, Mitgefühl und Fürsorge. Schon den Kleinsten wird hier gezeigt, wie wichtig es ist, hinzuschauen, freundlich und hilfsbereit zu sein – vor allem in der kalten, dunklen Jahreszeit – und dass es sich lohnt, niemals aufzugeben. Manchmal findet man das Glück an den unwahrscheinlichsten Orten. So wie der kleine einsame Hund in dieser Geschichte, der sich nichts mehr wünscht als ein liebevolles Zuhause. Seine Suche lässt einen richtig mitfühlen und mitzittern. Man spürt die klirrende Winterkälte regelrecht, hört den Wind pfeifen und fühlt die Verzweiflung des kleinen Hundes. Das Ende wiederum ist unheimlich schön und herzbewegend und lässt einen mit einem wohlig-warmen Gefühl im Bauch zurück. Genau so muss eine Winter-Weihnachtsgeschichte sein.
Die sanften Illustrationen von Nathalie Ragondet untermalen Mims Texte perfekt, angefangen beim eisigen Winter, der mit kühlen Pastelltönen gekonnt eingefangen wird; über die große Stadt, die auf den ersten Blick so einladend und dann wieder kalt und ungastlich wirkt; bis hin zu dem gemütlichen Haus der alten Dame, das eine wunderbare Atmosphäre voller Wärme und Geborgenheit ausstrahlt.
Fazit: „Das Geschenk des Winters“ ist eine mitreißende und herzerwärmende Wintergeschichte über Hoffnung, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Ein wunderschön erzähltes und illustriertes Bilderbuch ab 3 Jahren, das uns liebevoll daran erinnert wie wertvoll Empathie und Offenheit ist. Ich bin total verliebt in dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Vielen lieben Dank an den Herder Verlag für das Rezensionsexemplar!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) eventuell abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.
Beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare erklärst Du Dich ebenfalls einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert werden.
Weitere Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google