Dienstag, 24. Februar 2026

[Rezension] Ninas Monster - Falsch geliefert von Rüdiger Bertram und Mateo Dineen

Hardcover
Illustriert von Mateo Dineen
Ab 8 Jahren
144 Seiten
ISBN: 978-3-86429-676-5
Erscheinungstag: 25.02.2026

Klappentext:

Nina wünscht sich nichts sehnlicher als ein Monster. Eines, das so furchterregend ist, dass sich niemand mehr traut, sie zu ärgern. Als sie den Versandkatalog einer Monsteragentur findet, scheint ihr Traum zum Greifen nah. Dort gibt es kleine und große Monster, gefährliche und verspielte, Monster in allen Farben. Das Monster namens Walter scheint Nina perfekt! Doch als nach einer schier endlosen Wartezeit die Spedition endlich liefert, versteckt sich in dem viel zu großen Karton nicht der furchteinflößende Walter, sondern die ängstliche Mimi ...

Quelle: Tulipan Verlag

Rezension:

Nina wünscht sich nichts mehr als ein Monster. Ein großes, furchterregendes Monster, das sie vor dem kläffenden Nachbarshund beschützt und und dafür sorgt, dass sie in der Schule nicht mehr von den anderen Kindern geärgert wird. Ihre Eltern nehmen ihren Wunsch nicht wirklich ernst, schließlich gibt es Monster ja gar nicht. Zudem ist das Geld oft ziemlich knapp und genug Platz für ein riesiges Monster hätten sie in ihrer kleinen Wohnung auch nicht. Davon lässt sich Nina aber nicht entmutigen. Als sie eines Tages zufällig den Versandkatalog einer Monsterfirma findet, kann sie ihr Glück kaum fassen. Diese Agentur Franken & Stein hat die verschiedensten Monster im Angebot. Und der blaue, große Walter scheint perfekt für sie zu sein! Nina möchte Walter unbedingt kaufen. Allerdings ist er ziemlich teuer. Mit der Hilfe ihrer Oma schafft sie es tatsächlich, die benötigte Summe zusammen zu bekommen (über die Tatsache, dass ihre Eltern ihr so ein Riesenmonster nicht erlauben werden, kann sie sich ja später noch Gedanken machen). Als der große Karton mit ihrem Monster endlich geliefert wird, erwartet sie darin jedoch kein furchterregender Walter...

Bei einem Blick ins neue Programm des Tulipan Verlags ist mir „Ninas Monster“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover überzeugte mich auf Anhieb (sieht es nicht großartig aus?) und der Klappentext klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack. Als ich dann sah, aus welcher Feder dieses Buch stammt, war schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Rüdiger Bertram hat mir nun schon öfters unter Beweis gestellt, dass er wunderbare Kinderbücher schreiben kann. Und der Auftakt seiner neuen Reihe bildet da keine Ausnahme.

Gleich zu Beginn der Geschichte lernen wir unsere achtjährige Hauptprotagonistin Nina kennen – ein sehr sympathisches und aufgewecktes Mädchen, mit dem sich sicherlich viele Kinder identifizieren können, vor allem all diejenigen, die sich ebenfalls schnell fürchten und/oder in der Schule geärgert werden. Ninas Wunsch nach einem echten, eigenen Monster, das sie beschützt und verteidigt, ist mehr als nachvollziehbar, bringt einen unweigerlich aber auch sehr zum Schmunzeln. Schließlich gibt es Monster ja gar nicht...oder vielleicht doch? Nun, in diesem Buch existieren sie tatsächlich, was die meisten Erwachsenen jedoch gar nicht so sehr zu verwundern scheint. Die Geschichte wird – wie man es vom Rüdiger Bertram kennt – mit viel Witz und einem Augenzwinkern erzählt, vermittelt zugleich aber auch wichtige Themen wie Mobbing, Vorurteile, Mut und Freundschaft. Es ist toll zu sehen, wie Nina im Verlauf zunehmend mutiger wird und die kleine Mimi immer mehr in ihr Herz schließt. Sie zeigt uns, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen und man andere nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilen sollte – auch keine Monster. Das Buch ist tiefgründiger als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde, kommt gleichzeitig aber auch so unheimlich lustig und aufregend daher, dass man mit dem Lesen nicht mehr aufhören mag. Auch als Erwachsene hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den liebenswert-schrägen Charakteren (Ninas hippe Oma zum Beispiel) sowie den genialen Wortspielereien wie Monsteragentur Franken & Stein, hihi.

Das Ende ist recht abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für weitere Bände (auf die wir uns hoffentlich nicht allzu lange gedulden müssen).
 

Auch optisch ist dieses Buch ein wahres Vergnügen. Ich persönlich hätte mich zwar über farbige Illustrationen sehr gefreut, aber die Bilder von Mateo Dineen machen auch in schwarz-weiß ordentlich was her. Schaurig-schön und monsterstark erwecken sie das Erzählte zum Leben, vor allem die Monsterzeichnungen sind herrlich anzuschauen.

Fazit: „Ninas Monster – Falsch geliefert“ ist ein witziges und spannendes Abenteuer für alle Monsterfans ab 8 Jahren voller Herz, Humor und Überraschungen. Ein monstermäßig unterhaltsamer Lesespaß, der nach mehr verlangt. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und kann den nächsten Band kaum erwarten. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.









Vielen lieben Dank an den Tulipan Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!


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