Donnerstag, 1. März 2018

[Rezension] Johnny und die Pommesbande - Wir sind die Schnellsten von Simone Buchholz

Gebundene Ausgabe
Mit Illustrationen von Horst Klein
160 Seiten
Ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7915-0026-3
Erschienen: 19.02.2018

Klappentext:
Johnny wohnt am Hafen und da ist auch das Revier seiner Bande. Mit dem Pommeswagen von Kirsche und dem besten Versteck der Welt, unter der Kirche von Pfarrer Löwenbein. Aber, ist das nicht ein bisschen langweilig? Immer nur am Hafen? Vielleicht ist es Zeit für was Neues und ein echtes Abenteuer! Und eh sie sich’s versehen, weht der Pommesbande eine ganz schön steife Brise um die Nase.
Eine aufregende Bandengeschichte über die cleversten Spürnasen seit "Emil und die Detektive" von Krimiautorin Simone Buchholz. 




 Rezension:


Meine Neugier auf das Buch war sofort geweckt, als ich das lustige Cover das erste Mal sah. Auch der Klappentext klang sehr nett und da das Buch Fans von „Emil und die Detektive“ empfohlen wird, wollte ich die Pommesbande sehr gerne kennenlernen.

Ehrlich gesagt fällt es mir gar nicht so leicht, den Inhalt des Buches in meinen Worten wiederzugeben. Die Geschichte ist total wirr und konnte mich überhaupt nicht begeistern. Ich habe schon seit langen nicht mehr so ein langweiliges und schlechtes Buch gelesen. Wie man dieses mit dem tollen Klassiker von Erich Kästner vergleichen kann, ist mir unbegreiflich.

Dann versuche ich mich mal am Inhalt. Das Buch erzählt die Geschichte von Johnny und seinen Freunden. Diese wohnen in der Nähe vom Hafen, der auch ihr Revier ist. Johnny, Ella, Carlos, Sue, Buxe und Tomek sind nämlich eine Bande, die Pommesbande. Wie es sich für eine Bande gehört, hat auch die Pommesbande ein Bandenversteck, nämlich unter der Kirche von Pfarrer Löwenbein. Dort sitzen die Kinder gerne, wenn sie nicht gerade am Hafen sind und Touristen um ihr Geld erleichtern. Oder beim Pommeswagen von Kirsche rumstehen und sich den Bauch mit Pommes vollschlagen. Doch irgendwann beschließen die Kinder, dass es Zeit für etwas Neues, Aufregenderes ist.

So ähnlich wird der Inhalt im Klappentext wiedergeben. Wobei dort der wichtige Teil mit der Gaunerei fehlt, welcher mich sehr gestört hat. Die Pommesbande hat nämlich einen Trick entwickelt, wie sie den armen Touristen das Geld aus der Tasche leiern kann. Die Kinder behaupten, dass man im Hafen Kurtaxe zahlen soll. Mir ist ja schleierhaft, wie die Touristen auf so einen doofen Trick hereinfallen können, aber sie tun es. Ich fand diese Abzocke einfach nur blöd und mich hätte auch mal interessiert, was genau die Kinder mit dem Geld machen, welches sie sich ergaunern. Vermutlich geht alles für Pommes drauf.

Denn viel mehr als abzocken oder Pommes mampfen tun die Kinder eigentlich nicht. Ich hatte ja gehofft, dass das Buch noch spannender wird, da die Pommesbande ja beschließt, dass ein Abenteuer her muss, aber Pustekuchen. Ich habe das ganze Buch als richtig langweilig empfunden, weil einfach null Spannung aufkam. Höchstens noch ein wenig am Ende, wobei ich auch diese Stelle als nicht wirklich aufregend empfunden habe.

Ich musste mich stellenweise richtig zum Weiterlesen zwingen. Was auch nicht nur an der eintönigen Handlung gelegen hat, sondern auch an dem speziellen Schreibstil, der ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Auch werden sehr viele Schimpfwörter verwendet. Ein paar finde ich ja noch okay, aber hier hat es sich wirklich gehäuft. „Scheiße“ oder „beschissen“ lese ich wirklich überhaupt nicht gerne in Kinderbüchern.

Ich habe bis zum Ende keinen roten Faden in der Geschichte finden können. Ab und an befinden sich an den Kapitelenden auch noch kleine Gedichte, die mich nur noch mehr verwirrt haben, da ich nicht verstanden habe, was diese nun plötzlich sollten.

Die Charaktere waren mir ebenfalls nicht wirklich sympathisch. Ich konnte keine Bindung zu ihnen aufbauen, selbst zu Johnny nicht, aus dessen Sicht wir alles erfahren.

Das einzig Positive an dem Buch waren für mich die Illustrationen, die ich ganz witzig fand. Und die kurzen Kapitel, sodass ich das Buch dann zum Glück doch recht schnell durchlesen konnte. Hätte ich es nicht für eine Leserunde lesen müssen, hätte ich es auf jeden Fall abgebrochen. Ich bin richtig enttäuscht von dem Buch und kann es leider überhaupt nicht empfehlen.


Fazit: Leider ein totaler Flop für mich. Ich habe schon seit langem nicht mehr so ein verwirrendes und langweiliges Buch gelesen. Wie man dieses mit „Emil und die Detektive“ vergleichen kann, ist mir schleierhaft. Die Handlung besitzt keinen roten Faden und lässt überhaupt keine Spannung aufkommen. Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht anfreunden. Da ich das Cover nach wie vor sehr witzig finde und mir auch die schwarz-weiß Illustrationen recht gut gefallen haben, gebe ich dem Buch einen von 5 Sternen! 




Eine weitere Rezension zu dem Buch findet ihr bei books-and-cats.

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