Samstag, 7. November 2020

[Rezension] Das magische Haus auf dem Hügel von Mikki Lish und Kelly Ngai

Hardcover
Übersetzt von Oliver Latsch
Ab 10 Jahren
304 Seiten
ISBN: 978-3-492-70548-6
Erschienen: 02.11.2020

Klappentext:

Hedy und Spencer verbringen zum ersten Mal die Ferien bei ihrem Großvater, in dessen Haus sich allerlei kuriose Dinge verbergen. Ohne Wlan und mit Opa Johns „Nichts-Anfassen-Motto“ hat es den Anschein, als sollten es ruhige Ferien für die beiden Geschwister werden. Doch schon am ersten Abend wird klar, dass das kuriose Haus auf Hoarder Hill einige Geheimnisse birgt: Hedys und Spencers Großmutter Rose ist vor Jahrzehnten bei einer Zaubershow verschwunden und Opa John möchte nicht darüber sprechen. Als Hedy und Spencer mysteriöse Nachrichten bekommen, machen sie sich daran, das Rätsel um Oma Roses Verschwinden zu lösen.

Quelle: Piper Verlag

Rezension:

Als ich das erste Mal von „Das Haus auf dem magischen Hügel“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Das geniale Cover hatte mich einfach sofort und da mich auch der Klappentext umgehend überzeugen konnte, zögerte ich keine Sekunde lang und ließ das Gemeinschaftswerk von Mikki Lish und Kelly Ngai nur zu gerne bei mir einziehen.

Da die Eltern für archäologische Ausgrabungen nach Spanien reisen müssen, sollen die elfährige Hedy und ihr achtjähriger Bruder Spencer die Winterferien bei ihrem Großvater verbringen. Hedys Begeisterung hält sich sehr in Grenzen. Sie wäre viel lieber mit ihren Eltern nach Spanien gereist. Spencer dagegen freut sich auf den Besuch. Da der Großvater mal ein erfolgreicher Zauberer war, hegt Spencer die große Hoffnung, dass sein Opa ihm ein paar coole Zaubertricks beibringen wird.

Der erste Eindruck von Opa John ist für Hedy genau so, wie sie ihn sich ausgemalt hat: Ziemlich seltsam. Und auch sein Haus macht einen sehr suspekten Anschein. Und es soll sehr schnell noch wunderlicher werden. In Opa Johns Villa geht es eindeutig nicht mit rechten Dingen zu. Mysteriöse Nachrichten erreichen die Kinder und der Boden hat manchmal komische Beulen, die sich bewegen. Ihr Großvater schweigt allerdings über diese Absonderlichkeiten und auch über seine Frau Rose, die vor Jahrzehnten während einer Zaubershow spurlos verschwunden ist, möchte er nicht sprechen. Hedy und Spencer fassen schließlich den Entschluss, den Rätseln von Opa Johns Haus und dem unerklärlichen Verschwinden von Oma Rose auf den Grund zu gehen.

Ein abenteuerlustiges Geschwisterpaar, das seine Ferien bei ihrem kauzigen Großvater in dessen kuriosen Haus verbringen soll – solche Geschichten sind einfach genau mein Ding. Ich war daher wirklich schon wahnsinnig gespannt auf „Das Haus auf dem magischen Hügel“ und habe sofort mit dem Lesen losgelegt, als mein Exemplar bei mir eintraf. Schon die ersten paar Seiten konnten mich begeistern und mitreißen und da sich das bis zum Schluss nicht geändert hat, habe ich das Buch förmlich verschlungen und konnte es am Ende mit großer Verzückung wieder zuklappen. In meinen Augen ist dem Autorinnenduo Mikki Lish und Kelly Ngai mit „Das Haus auf dem magischen Hügel“ ein fabelhafter Reihenauftakt geglückt, den ich nur empfehlen kann. Wer gerne Geschichten liest, die einen tollen Mix aus Spannung, Humor, Fantasy und Grusel enthalten, wird mit dem ersten Band der „Das Haus auf Horder Hill“ - Serie garantiert genauso zauberhafte Lesestunden verbringen wie ich.

Als Leser*in verschlägt es uns zusammen mit den Geschwistern Hedy und Spencer gleich zu Beginn nach Hoarder Hill, wo ihr Großvater alleine in einem großen Haus lebt. Mit der Kulisse konnte das Buch definitiv komplett bei mir punkten. Großvater Johns Anwesen wird so schön mysteriös, magisch und stimmungsvoll beschrieben, sodass es eine herrlich schaurige Aura versprüht und man beim Lesen lauter wunderbare Bilder im Kopf hat. Die Villa ist ein wahres Spukhaus, was ich, als absolute Gruselliebhaberin, richtig klasse fand. Total gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte im Winter, genauer gesagt kurz vor Weihnachten spielt. Neben der unheimlichen Atmosphäre kommt also auch noch ein bisschen Weihnachtsfeeling hinzu, worüber ich mich, als großer Weihnachtsfan, sehr gefreut habe.

Mit den Charakteren konnte mich die Autorinnen ebenso vollends überzeugen. Unsere 11-jährige Hauptprotagonistin Hedy, aus deren Sicht wir alles in der dritten Person erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch und auch ihren achtjährigen Bruder Spencer habe sofort in mein Herz geschlossen. Die beiden sind zwei superliebe und mutige Kinder, die man einfach gernhaben muss und die jederzeit absolut authentisch wirken.

Auch die zahlreichen Nebenfiguren, die teils sehr schrullige und amüsante Eigenarten haben, muss man lieben. Da hätten wir zum Beispiel Großvater John, der eine ziemlich verschrobene und brummige Art besitzt, der aber ein herzensguter Kerl ist. Oder Doug und Stan, die ganz klar zu meinen persönlichen Lieblingen zählten. Da die zwei aber im Klappentext nicht erwähnt werden und ich auf gar keinen Fall spoilern möchte, werde ich euch über dieses ulkige Duo leider nicht groß was erzählen können. Nur so viel noch: Ihr findet sie auf dem Cover. :D

Was die Handlung angeht, kann ich mich in gleicher Weise nur positiv äußern. Wie oben bereits erwähnt, habe ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen können, da ich durchgehend vollkommen gebannt von der Story war. Sie steckt voller Überraschungen und Mysterien und ist ungeheuer mitreißend und spannend geschrieben. Man ist am laufenden Band am mitfiebern und da die witzigen Szenen ebenfalls nicht zu kurz kommen, ist man auch des öfteren breit am Schmunzeln.

Der Gruselfaktor kann sich ebenfalls sehen lassen, aber keine Sorge, zu spooky wird die Geschichte nicht, schließlich handelt es sich bei dem Buch um einen Titel ab 10 Jahren. Ich schließe mich der Verlagsempfehlung auf jeden Fall an. Kinder ab 10 Jahren sollten bei „Das Haus auf dem magischen Hügel“ meiner Meinung nach keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Mikki Lish und Kelly Ngai haben einen hervorragenden Erzählstil, bei dem man überhaupt nicht merkt, dass hier zwei Personen am Werk waren. Der Schreibstil ist wie aus einem Guss und liest sich sehr angenehm und flüssig.

Bezüglich der Geschichte hat mir auch noch ausgesprochen gut gefallen, dass sie so einige wichtige Werte und Themen enthält wie (Geschwister -) Zusammenhalt, Familie, Mut, Eifersucht und Verzeihen. Diese wundervolle Mischung plus die magischen Momente und den beeindruckenden Einfallsreichtum ergeben ein ganz fantastisches Abenteuer, welches Jung und Alt verzaubert und große Lust auf mehr macht.

Enden tut die Geschichte recht abgeschlossen, allerdings wird dennoch mehr als deutlich, dass es weitergehen wird. Im Englischen erscheint die Fortsetzung, soweit ich weiß, im kommenden Frühjahr. Da hoffe ich nun sehr, dass auch diese noch ins Deutsche übersetzt werden wird. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit den Geschwistern Hedy und Spencer weitergehen wird!

Fazit: Ein ganz famoser Reihenauftakt voller Geheimnisse, Magie und Fantasie! Mikki Lish und Kelly Ngai haben gemeinsam ein bezauberndes Kinderbuch aufs Papier gebracht, mit welchem sie mich hellauf begeistern konnten. Die Geschichte ist packend, lustig und warmherzig, sie ist gruselig, ein bisschen weihnachtlich und unglaublich einfallsreich. Das Setting ist großartig, die Atmosphäre ist schaurig-schön und die Charaktere wurden sehr liebevoll ausgearbeitet. Ein wirklich toller Fantasyschmöker für Groß und Klein, den ich vor allem für die Winterzeit wärmstens empfehlen kann. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

 




Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

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