Klappentext:
Quelle: S. Fischer Verlage
Rezension:
Da mir Kathrin Tordasi mit ihrem Debütroman „Brombeerfuchs – Das Geheimnis von Weltende“ ein echtes Lesehighlight geschenkt hat, habe ich mich tierisch gefreut als ich hörte, dass es mit Portia, Ben und Co. dieses Jahr weitergehen wird. Den zweiten Band musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.
Portia freut sich riesig auf die Ferien, die sie gemeinsam mit ihren beiden Großtanten Rose und Bramble in deren gemütlichen kleinen Cottage in Wales verbringen wird. Alles ist bereits für ihre Reise gepackt, doch dann steht auf einmal Ben vor ihrer Haustür, klitschnass und ohne jegliche Erinnerung daran, wie er nach London gekommen ist. Dafür befindet sich in seiner Hosentasche ein seltsamer Schlüssel und ein zusammengefaltetes Stück Papier, bei dem es sich um eine Landkarte handelt. Was hat es damit nur auf sich und wieso kann sich Ben nicht mehr daran erinnern, was geschehen ist? Den Freunden wird schnell klar, dass sie die Antworten auf ihre Fragen nur in der walisischen Anderswelt erhalten werden. Ein neues gefährliches Abenteuer beginnt...
Bei mir ist es nun mittlerweile schon etwas über zwei Jahre her, dass ich den Reihenauftakt gelesen habe. An die Handlung habe ich mich daher nicht mehr im Detail erinnern können, was ich beim Eintauchen in die Fortsetzung auch schnell gemerkt habe. Da es nur wenige Rückblicke zu den Ereignissen aus Band 1 gibt, hatte ich anfangs leider leichte Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Laut Verlag sind die Bände der Brombeerfuchs-Serie unabhängig voneinander lesbar, was meinem Empfinden nach auch durchaus zutrifft, allerdings würde ich persönlich dennoch raten, ihre korrekte chronologische Reihenfolge einzuhalten und sie am besten kurz nacheinander zu lesen.
Meine Einstiegshürde war zum Glück dann doch recht schnell überwunden, sodass ich das Buch in vollen Zügen genießen konnte.
Geschildert wird alles abwechselnd aus den Perspektiven von Ben und Portia, jeweils in der dritten Person, und auch ein paar wenige Kapitel aus dem Blickwinkel von Gestaltwandler Robin Goodfellow gibt es zwischendurch. Mir haben die ständigen Sichtwechsel erneut direkt zugesagt, sie bringen eine schöne Abwechslung mit ein und gestalten das Ganze nur noch mitreißender und interessanter.
Unsere beiden Hauptprotagonisten Portia und Ben waren mir bereits im Vorgänger auf Anhieb sympathisch und auch dieses Mal habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Mir hat es richtig das Herz erwärmt zu sehen, wie vertraut die zwei inzwischen miteinander sind, wie sie zusammenhalten, füreinander da sind und sich gegenseitig so akzeptieren wie sie sind. Die beiden Freunde werden sich auch in diesem Band einer Menge Herausforderungen und Bedrohungen stellen müssen, sie werden sich bewundernswert weiterentwickeln und über sich selbst hinauswachsen. Ben wird in diesem Band viel an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein gewinnen, Portia wiederum führt einen inneren Kampf mit ihren zwei Gestalten und muss eine wichtige Entscheidung treffen. Die Entwicklung der beiden wird wirklich toll dargestellt, mich zumindest hat die Autorin mit diesem Aspekt vollkommen überzeugen können.
Neben Portia und Ben dürfen noch auf viele weitere alte Bekannte aus dem Vorgänger treffen wie den bereits erwähnten Robin Goodfellow, der es mir nach wie vor ganz besonders angetan hat, oder Portias herzliche Großtanten Rosa und Bramble, die ebenfalls zu meinen Favoriten zählen. Die gemeinsamen Augenblicke der zwei haben mir erneut öfters ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, ich liebe einfach das Zusammenspiel der beiden.
Settingmäßig bin ich ebenfalls wieder ganz auf meine Kosten gekommen. Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Anderswelt – eine einzigartige mythische Welt voller Legenden, Sagen, Düsterkeit und Gefahren. Mir hat es abermals viel Spaß gemacht, mich von Kathrin Tordasi an lauter faszinierende Orte mitnehmen zu lassen und da sie sich einfach bestens darin versteht, uns Leser*innen mit ihren anschaulichen und stimmungsvollen Beschreibungen das reinste Kopfkino zu bescheren, hatte ich beim Lesen förmlich das Gefühl, selbst vor Ort zu sein.
Was genau wir alles mit den verschiedenen Charakteren erleben werden, werde ich euch hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet auf jeden Fall eine sehr spannende, actionreiche und ergreifende Story voller Überraschungen, sodass es euch ganz bestimmt wie mir ergehen wird und ihr aus dem Mitfiebern und Mitbibbern kaum mehr herauskommen werdet. Der Witz aus dem ersten Teil, den ich so gerne mochte, hat mir hier insgesamt leider etwas gefehlt, aber gestört hat mich es eigentlich nicht. Ich fand die Mischung aus märchenhafter Fantasy, Dramatik, Humor, Emotionen und Tiefgang dennoch überzeugend und habe mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten gefühlt.
Das Ende ist recht abgeschlossen, lässt aber viel Spielraum für eine weitere Fortsetzung. Also ich hoffe sehr, dass es mit der Brombeerfuchs-Reihe noch nicht vorbei ist, ich würde Portia, Ben und Co. nur zu gerne auch noch ein drittes Mal auf ihren Erlebnissen begleiten.
Fazit: Packend, herzerwärmend, atmosphärisch. Ein fantastisches Abenteuer voller Geheimnisse, Spannung und Magie!
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