Sonntag, 3. Februar 2019

[Rezension] Broken Darkness. So verführerisch von M. O'Keefe

Paperback
416 Seiten
ISBN: 978-3-499-27521-0
Erschienen: 22.01.2019

Klappentext:
Eine dunkle Stimme
Als Annie McKay in dem Trailer, in den sie gerade eingezogen ist, ein Klingeln hört, ahnt sie nicht, dass dieser Moment ihr Leben unwiderruflich verändert. Sie findet ein zurückgelassenes Handy. Am anderen Ende der Leitung ist ein Fremder mit einer rauen Stimme: Dylan.
Eine geflüsterte Verführung
Dylan vermittelt ihr ein unerwartetes Gefühl der Sicherheit. Und so lässt sich Annie auf ein Gespräch mit ihm ein. Es bleibt nicht bei dem einen. Die Stimme in der Dunkelheit verführt sie, lässt sie sündige Dinge tun, die sie sich ohne ihn nie getraut hätte.
Eine stumme Hoffnung
Es ist ein sinnliches Spiel zwischen zwei Fremden. Doch aus jedem Spiel wird einmal Ernst. Und sowohl Dylan als auch Annie haben gefährliche Geheimnisse ...

Quelle: Rowohlt Verlag

Rezension: 

Da mich die Redwood Love-Trilogie so begeistern konnte, war ich schon richtig gespannt, wie mir wohl der Auftakt der neuen Reihe aus dem Kyss Verlag gefallen würde. Ich muss gestehen, dass ich mich nur sehr selten in das Dark Romance Genre verirre. Dennoch stand für mich sofort fest, dass ich „Broken Darkness“ unbedingt lesen möchte. Das Cover finde ich wahnsinnig schön und auch der Klappentext sprach mich sehr an. Von der Autorin M. O‘Keefe hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, „Broken Darkness. So verführerisch“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Nach einer sehr schweren Zeit ist Annie McKay auf der Flucht. Sie landet schließlich in einem Trailerpark, von dem sie sich Schutz und Sicherheit erhofft. Gerade ist sie in ihrem Trailer eingezogen, da klingelt ein Handy, welches sich merkwürdigerweise in ihrem neuen Zuhause befindet. Annie nimmt den Anruf an. Am anderen Ende der Leitung ist ein ihr vollkommen Fremder mit einer verführerischen, rauen Stimme. Er nennt sich Dylan und Annie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, obwohl sie ihn überhaupt nicht kennt und noch nicht mal weiß, wie er aussieht. Annie und Dylan telefonieren nun regelmäßig, immer wieder verführt ihr geheimnisvoller Telefonpartner Annie dazu, neue Dinge zu tun, Dinge, die sie sich ohne ihn niemals getraut hätte. Was anfangs nur Spiel ist, wird ziemlich schneller bitterer Ernst. Nicht nur Annie hat Geheimnisse, auch Dylan hat welche. Und zwar alles andere als ungefährliche…

Wie bereits erwähnt, lese ich eher selten Bücher aus diesem Genre. Ab und an habe ich aber richtig Lust auf so schön romantische Geschichten. In so einer Stimmung habe ich mich gerade befunden, als ich zum ersten Band von „Broken Darkness“ gegriffen habe. Einmal angefangen mit dem Lesen habe ich das Buch quasi in einem Rutsch gelesen. Es liest sich echt toll, M. O‘Keefe hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Die Handlung konnte mich auch von den ersten Seiten an packen, allerdings hat mir das Buch letztendlich dann leider doch nicht ganz so gut gefallen wie von mir erhofft.

Ich komme einfach mal als erstes zu meinen negativen Kritikpunkten. Was mir gleich zu Beginn nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Entwicklung der Beziehung zwischen unserer Protagonistin Annie und dem geheimnisvollen Dylan. Mir ging das einfach viel zu schnell mit den beiden. Annie, so erfahren wir, hat eine verdammt harte Zeit hinter sich. Da ich nicht zu viel verraten möchte, werde ich hier jetzt näher ins Detail gehen. Annie jedenfalls ist zu Beginn des Buches sehr scheu und ängstlich. Ich habe es daher nicht so richtig verstanden, warum sich sie sich Dylan so schnell anvertraut hat, obwohl sie ihn überhaupt nicht kannte. Ihre Beziehung ist zwar zuerst nur eine Telefonbeziehung, aber ich habe es dennoch als etwas unrealistisch empfunden, wie schnell sich zwischen den beiden ein so inniges Verhältnis entwickelt hat.

Was mir dann auch nicht so gut gefallen hat, waren die erotischen Szenen. Ich glaube, da merkt man dann doch, dass ich dieses Genre nicht allzu oft lese. Mir haben diese Telefonsex-Szenen nicht so wirklich zugesagt. Zwischen Annie und Dylan geht es ziemlich oft wirklich ganz schön zur Sache. Da habe ich einfach für mich gemerkt, dass so etwas nicht so richtig was für mich ist. Wer aber gerne Dark Romance Bücher liest, wird da sehr wahrscheinlich ganz anders empfinden. Mein Fall war es eben eher nicht so.

Ansonsten aber hat mir das Buch echt gut gefallen. Annie war mir auf Anhieb sympathisch. Auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte, habe ich sie beim Lesen richtig lieb gewonnen. Dank ihrer Hintergrundgeschichte erhält ihr Charakter sehr viel Tiefe, womit ich hier gar nicht so gerechnet habe. Für mich hat sich das Buch insgesamt als sehr viel tiefgründiger herausgestellt, als ich erwartet habe.
Annie habe ich zwar stellenweise als ein bisschen naiv empfunden, aber ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Man darf auch nicht vergessen, dass Annie erst 25 ist und viel durchmachen musste. Sie muss noch ihre Erfahrungen sammeln und dafür, dass sie so eine harte Zeit hinter sich hat, hat sie auf mich doch einen sehr selbstbewussten und mutigen Eindruck gemacht, besonders zum Ende hin.

Dylan hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Von ihm erfahren wir zunächst nur sehr wenig, obwohl man auch einige Kapitel aus seiner Sicht zu lesen bekommt. Das Buch wird im Wechsel von Annie und Dylan erzählt, wobei Annies Anteile schon deutlich dominieren.
Obwohl wir also Passagen aus Dylans Sicht zu lesen bekommen, war er mir dennoch zunächst ein einziges Rätsel. Im zweiten Teil des Buches erfährt man dann endlich etwas mehr über ihn und ab da habe ich ihn dann so richtig in mein Herz geschlossen.

Was mich richtig begeistern konnte, war das Setting. Der Trailerpark wird zwar als ziemlich trist und trostlos beschrieben; er hat mich aber dennoch von Anfang an richtig fasziniert und die atmosphärischen Beschreibungen haben mir das reinste Kopfkino beschert.

Die Handlung habe ich als sehr spannend und mitreißend empfunden. Sie braucht zwar ein bisschen, bis sie so wirklich in Fahrt kommt, aber auf mich konnte sie dennoch von den ersten Seiten an eine richtige Sogwirkung ausüben.
Da das Buch mit einem echt fiesen Cliffhanger endet, steht für mich auf jeden Fall fest, dass ich die Reihe unbedingt weiterlesen muss. Das Buch hat mir zwar insgesamt leider nicht so gut gefallen wie von mir erhofft, aber es hat mir dennoch schöne Lesestunden beschert und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Zum Glück erscheint dieser ja schon demnächst, allzu lange gedulden muss ich mich also nicht mehr. ;)

Fazit: Für mich war dieses Buch mal etwas erfrischend anderes. Obwohl mir nicht alles gefallen hat, habe ich dennoch sehr schöne Lesestunden mit meinem ersten Werk von M. O‘Keefe verbracht und für mich steht auch auf jede Fall fest, dass ich die Reihe weiterlesen werde. Nach dem fiesen Cliffhanger MUSS ich einfach wissen, wie es weitergehen wird. :D
Der erste Band von „Broken Darkness“ ist romantisch, erotisch, tiefgründig und richtig spannend. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen! 
 






Vielen lieben Dank an den Kyss Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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