Samstag, 1. Februar 2020

[Rezension] Ponyschule Trippelwick - Ein Einhorn spricht nicht mit jedem (Bd. 2) von Ellie Mattes

Hardcover
Mit farbigen Illustrationen von Larisa Lauber
Ab 8 Jahren
192 Seiten
ISBN: 9783748800217
Erschienen: 31.01.2020

Klappentext:
Annelie ist im siebten Ponyhimmel: Am Gefährtentag hat sich ausgerechnet der bildschöne Henry für sie entschieden. Seitdem sind sie und ihr Pony wie Pech und Schwefel. Leider läuft es zwischen ihrer Freundin Tille und dem Shetlandpony Fliederfloh weniger rund. Tille träumt schon immer von einem Einhorn – und Fliederfloh macht nichts ohne Zauberzucker. Schon bald schlägt Tierarzt Ennimell Alarm und verordnet eine Diät. Am nächsten Tag fehlt im Haferladen ausgerechnet der Zauberzucker. Ist Fliederfloh etwa ein Dieb? Annie und ihre Freundinnen wollen seine Unschuld beweisen und folgen den Fährten. Doch was sie finden, ist ganz und gar unglaublich …



Rezension:

Da mich der Auftakt von „Ponyschule Trippelwick“ hellauf begeistern konnte, habe ich mich auf die Fortsetzung riesig gefreut. Auch bei dieser mag ich das Cover unheimlich gerne. Sieht es nicht entzückend aus? Also mir gefällt es sogar noch ein Iddeechen besser als das vom ersten Band.
Ich war nun sehr gespannt, was mich wohl Aufregendes zwischen den wunderhübschen Buchdeckeln erwarten wird.

Für Annie läuft es gerade einfach nur ponystastisch. Nicht nur, dass sie das großartige Internat Trippelwick besuchen darf und an dieser magischen Ponyschule tolle neue Freundinnen gefunden hat – am Gefährtentag hat sich ausgerechnet der bildhübsche Henry für sie entschieden. Annie und Henry verbindet etwas ganz Besonderes – sie gehen zusammen durch und dick und können sich stets aufeinander verlassen. Für Annies Freundin Tille und ihr Shetlandpony Fliederfloh sieht es nur leider gerade ziemlich Brokkoli aus. Die Beziehung der beiden ist nicht so innig, wie es bei Gefährten eigentlich sein sollte. Tille möchte einfach so viel lieber ein Einhorn haben und Fliederfloh macht in der Regel nichts ohne ausreichend Zauberzucker. Zu viel Zauberzucker ist allerdings nicht gut für so ein kleines Pony. Da Fliederfloh in der letzten Zeit ziemlich viel von dieser leckeren Ponynascherei gefuttert hat, hat er ordentlich zugelegt. Tierarzt Ennimell verschreibt Fliederfloh daher eine strikte Diät. Vorerst ist Schluss mit Zauberzucker, Popflis und sonstigen ungesunden Sachen! Klar, dass das verfressene Shetlandpony wenig begeistert von seinem neuen Speiseplan ist. Als am nächsten Tag im Haferladen Zauberzucker gestohlen wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf Fliederfloh. Ist er wirklich der Dieb? Annie und ihre Freundinnen können das einfach nicht glauben. Sie beginnen zu ermitteln und werden schon sehr bald eine unglaubliche Entdeckung machen...

Bei mir war es nun tatsächlich schon wieder fast ein halbes Jahr her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Da ich eine absolute Vielleserin bin und leider viel zu schnell wieder Dinge aus Büchern vergesse, hatte ich hier leider ganz leichte Startschwierigkeiten gehabt. Ich bin einfach nicht gut darin, mir die Namen von Charakteren zu merken. Die sind bei mir in der Regel im Nu wieder weg. Schade eigentlich, dass es bei „Ponyschule Trippelwick“ keine Liste mit den wichtigsten Figuren gibt.
Zum Glück war meine kleine Anfangshürde aber auch ohne Namensliste sehr schnell überwunden. Nachdem ich mich einmal wieder in die Welt der Ponyschule Trippelwick hineingelesen hatte und wieder voll im Bilde darüber war, wer wer ist, habe ich das Buch in einem Affenzahn durchgesuchtet und mich dabei pudelwohl gefühlt. Beziehungsweise ponywohl. ;)
Da der zweite Band ziemlich direkt an seinen Vorgänger anschließt, rate ich bei dieser Reihe nur sehr, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Meinem Empfinden nach braucht man die Vorkenntnisse aus Teil 1, um dem Geschehen in der Fortsetzung problemlos folgen zu können. Vielleicht mag es auch ohne das Vorwissen gehen, allerdings ist der Lesespaß zweifellos viel, viel höher, wenn man mit „Hörst du die Ponys flüstern?“ beginnt.

In meinen Augen ist Ellie Mattes mit dem zweiten Ponyschule Trippelwick-Abenteuer eine wunderbare Fortsetzung gelungen. Im Vergleich zum Auftakt habe ich den zweiten Band zwar als ein kleines bisschen schwächer empfunden, aber begeistert bin ich dennoch, sehr sogar. Ich persönlich habe die unterhaltsamen Unterrichtsstunden etwas vermisst. Im ersten Band gab es davon mehr, zumindest habe ich es so in Erinnerung. Allzu groß gestört hat mich dieser Punkt aber nicht. „Ein Einhorn spricht nicht mit jedem“ kann dafür mit lauter anderen wundervollen Dingen aufwarten!

Was ich außerordentlich gut gelungen fand, ist der Spannungsbogen. Langeweile kommt hier definitiv an keiner Stelle auf. Wer ist der mysteriöse Zauberzucker-Dieb? Was hat es mit der geheimnisvollen Flüsterinsel auf sich? Selbst ich, als Erwachsene, war hier ohne Ende am Mitfiebern und Herumrätseln und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

Neben den spannenden Szenen kommen natürlich auch die witzigen Momente nicht zu kurz. Der brummige Fliederfloh, der durch seine neu verordnete Diät nur noch grantiger wird, hat mich mit seiner einmaligen Art bestens unterhalten. Große Klasse fand ich aber auch Rupi. Da über ihn allerdings nichts im Klappentext gesagt wird und ich auf gar keinen Fall spoilern möchte, kann ich euch über Rupi leider nichts erzählen. Nur so viel: Rupi wird für so einige Überraschungen und jede Menge Aufregung sorgen.

Neben Fliederfloh und Rupi haben mir auch die weiteren Charaktere wieder wahnsinnig gut gefallen. Egal ob Mensch oder Tier – allesamt tragen sie mit ihren einzigartigen, liebenswerten und teils so herrlich schrägen Eigenschaften dazu bei, dass man eine fabelhafte Lesezeit mit dem Buch verbringt und aus dem Schmunzeln stellenweise gar nicht mehr herauskommt.Tille zum Beispeil, mit ihrem ulkigen Einhorn-Tick, fand ich einsame Spitze, grins. 

Wen ich auch wieder besonders gerne mochte, ist Annie, unsere Hauptprotagonistin. Sie habe ich bereits in Band 1 ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total sympathisches und liebenswertes junges Mädel, sie muss man einfach gernhaben. Herzerwärmend schön fand ich, wie die innige Beziehung zwischen ihr und ihrem Gefährtenpony Henry dargestellt wird. Die zwei sind wirklich wahre Seelenverwandte.
Die fantastische Freundschaft zwischen Annie, Frida, Tille und Dana wird aber auch absolut bezaubernd beschrieben. 

Die Themen Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Vertrauen, Toleranz, Vorurteile und Hilfsbereitschaft werden auch in diesem Band wieder ganz groß geschrieben, was ich einfach nur großartig fand. Auch von den vielen fantasievollen Ideen und den wunderschönen Ponymomenten bin ich erneut hellauf begeistert. Pferdefans werden in „Ein Einhorn spricht nicht mit jedem“ auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen und auch Einhornliebhaber werden Grund zur Freude haben...hm, oder auch nicht? Nun, so viel kann ich euch ja schon mal verraten: Wir dürfen in diesem Band ein waschechtes Einhorn kennenlernen, allerdings entspricht es nicht so ganz dem Einhornbild, welches wohl die meisten von uns im Kopf haben. ;)

Brillant fand ich dann natürlich auch wieder das Setting. Das magische Internat Trippelwick wird erneut mega cool beschrieben und auch die Beschreibungen der unheimlichen Flüsterinsel fand ich super genial!

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die famose Gestaltung des Buches. Vorne und hinten im Einband befindet sich wieder die traumhafte farbige Karte, die das Internat Trippelwick mitsamt Umgebung zeigt. Die Karte ist wirklich umwerfend! Die vielen hinreißenden farbigen Illustrationen von Larisa Lauber sind aber wieder zuckersüß und wunderschön.

Fazit: Spannend, lustig, warmherzig, unglaublich fantasievoll – eine ponytastische Fortsetzung! Mir hat der zweite Band von Ponyschule Trippelwick ein wunderbares Lesevergnügen beschert. Die Story lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und steckt voller Überraschungen, Abenteuer, Magie und zauberhafter Momente. Auf den dritten Band, der kommenden Herbst erscheinen wird, freue ich mich schon sehr! 
Egal ob Pferdefan oder nicht, ob zum Vor- oder zum Selberlesen, ob Jung oder Alt – ich kann „Ein Einhorn spricht nicht mit jedem“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!







Ein großes Dankeschön an den lieben Dragonfly Verlag für das Rezensionsexemplar!

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