Donnerstag, 6. Dezember 2018

[Rezension] 19 - Das erste Buch der magischen Angst von Rose Snow

322 Seiten
ISBN: 978-1790646746
Erschienen: 02.12.2018

Klappentext:
New York ist für Widney ein Neuanfang. Weg von der Familie, weg von unschönen Erinnerungen, weg von dem Schmerz. Dass sie in der neuen Stadt ausgerechnet in einer WG mit skurrilen Regeln landet, hätte Widney jedoch nicht gedacht. Aber nicht nur die Regeln sind seltsam, auch die Mitbewohner verhalten sich eigenartig. Nur ein einziger scheint ihr gegenüber aufrichtig zu sein. Doch obwohl Widney sich von ihm angezogen fühlt, kann sie seine Offenheit nicht erwidern. Denn was hat es mit den schwarzen Raben auf sich, die sie ständig begleiten? Und wie soll sie ihm erklären, dass seit ihrem 19. Geburtstag eine düstere magische Gabe in ihr erwacht ist? "19 - Das erste Buch der magischen Angst" ist der Beginn einer neuen spannenden Romantasy-Reihe.

Quelle: Amazon

Rezension: 

Als letztes konnte mich Rose Snow mit den ersten beiden Bände ihrer 17-Reihe hellauf begeistern. Schon diese Bücher fand ich so schön, aber mit dem ersten Band von 19 haben sie in meinen Augen noch mal eine Schippe drauf gelegt. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, was im folgenden Text vermutlich mehr als deutlich werden wird. ;)

In New York möchte Widney einen Neuanfang starten. Nach einem schlimmen Vorfall in ihrer Familie braucht die 18-jährige ganz dringend eine große Veränderung in ihrem Leben. Sie beschließt daher, in New York zu studieren und ergattert ein wahres Traumzimmer in einer WG. Die WG stellt sich allerdings als ziemlich schräg heraus. Die Mitbewohner haben alle so ihre Eigenarten und einige der Regeln sind...nun ja, ungewöhnlich. An was für eine skurrile Truppe ist Widney da nur geraten? Und was hat es eigentlich mit den schwarzen Raben auf sich, die sie plötzlich zu verfolgen scheinen? Als Widney 19 wird, beginnen sich die Ereignisse erst recht zu überschlagen. An ihrem 19. Geburtstag scheint eine magische Gabe in ihr erwacht zu sein, die sich Widney nicht erklären kann. Was hat es mit dieser nur auf sich?

Dies war mal wieder so ein Buch, welches ich quasi inhaliert habe und bei dem ich am Ende richtig traurig war, als ich es beendet hatte. Gott sei Dank handelt es sich hier um einen Trilogieauftakt, dem zweiten Band fiebere ich schon ganz ungeduldig entgegen. Zum Glück wird er noch diesen Monat erscheinen, ich kann es wirklich kaum noch abwarten zu erfahren wie es weitergehen wird.

Okay, wo fange ich am besten an mit dem Loben und Schwärmen? Negative Kritikpunkte habe ich nämlich keine, mich konnte das Buch komplett überzeugen.

Dann beginne ich mal beim Schreibstil. Dieser ist richtig klasse. Er ist locker-leicht und flüssig und herrlich humorvoll. Er liest sich echt toll, bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Sehr gut fand ich auch, dass die Kapitel angenehm kurz sind. So war mein Lesefluss wirklich perfekt.

Was mir richtig gut gefallen hat, ist das Setting. Lest ihr gerne Bücher, die in New York spielen? Oder an Unis? Also ich ja, definitiv, und wenn ihr diese große Leidenschaft mit mir teilt, dann solltet ihr euch das Buch unbedingt mal näher anschauen. 

Die Handlung ist spannend, fesselnd, geheimnisvoll, erstaunlich düster, zugleich aber auch sehr humorvoll. Romantisch wird es natürlich auch und Fantasy-Elemente sind ebenfalls vorhanden. Klingt das nicht nach einer tollen Mischung? Ja, oder?

Mich konnte die Atmosphäre, die Rose Snow hier geschaffen, von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen. Die Story ist sehr gut durchdacht und lädt einem durchweg zum Miträtseln ein. Die Auflösung am Ende kam für mich sehr überraschend, ich hatte also mein geliebtes Aha-Erlebnis. Es werden aber natürlich nicht alle Geheimnisse gelüftet, schließlich werden ja noch zwei weitere Bände folgen.

Kommen wir nun zu den Charakteren. Zuerst zu Widney, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Mit ihr hat das Autorinnen-Duo eine wundervolle Protagonistin erschaffen. Widney war mir auf Anhieb sympathisch, in sie konnte mich prima hineinversetzen und ihr Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen. Widney ist eine selbstbewusste, schlagfertige und auch witzige junge Frau, die leider eine sehr harte Zeit hinter sich. Hier werde ich nicht näher ins Detail gehen, da ich auf keinen Fall zu viel von der Handlung verraten möchte. Nur so viel: Widneys Hintergrundgeschichte hat mich sehr bewegt und auch sehr traurig gestimmt.

Bevor ich zu den anderen Charakteren komme, möchte ich kurz auf das Hauptthema eingehen, mit welchem sich das Buch beschäftigt: Angst. Die Angst ist ein Gefühl, das jeder Mensch kennt. Sei es Prüfungsangst, die Angst vor Spinnen, Angst zu Versagen, krank zu werden, zu sterben, Angst vor dem Alleinsein, Massenpanik – es gibt so viele Arten von Ängsten und ein paar davon befinden sich auch in diesem Buch. Die Handlung gewinnt dadurch natürlich schon etwas Ernsthaftes, aber keine Sorge, sie wird an keiner Stelle zu bedrückend. Ganz im Gegenteil, ich persönlich habe die Geschichte, trotz des Themas Angst, als sehr unterhaltsam empfunden. Und dies lag vor allem an der ungewöhnlichen WG, in die Widney zieht.

Mitglieder dieser skurrilen Wohngemeinschaft im Herzen New Yorks in einem verdammt schicken Apartment sind vier Jugendliche: Drei Jungen und ein Mädchen. Da wäre zum einem Josh, der so intelligent ist und ein so enormes Wissen besitzt, dass er den Spitznamen Wikipedia erhalten hat. Josh weiß echt viel, ich fand es ja schon etwas gruselig, was er da so alles in seinem Kopf abgespeichert hat. Der Name Wikipedia ist wirklich absolut passend für ihn.

Dann wäre da Cooper. Er ist äußerst charmant, gutaussehend und reißt gerne Frauen auf. Ich fand Cooper unheimlich witzig, mir hat er mit seiner gut gelaunten Art stets ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Wer mein Herz sofort im Sturm erobert hat, ist Quentin. Er ist eindeutig mein Liebling dieser schrägen WG. Die Gespräche, die er mit Widney führt, haben mir wahnsinnig gut gefallen und mich stellenweise auch richtig berührt.

Xander, der letzte männliche WG-Bewohner, analysiert gerne alles und jeden und wird von den anderen daher meistens Freud genannt. Ein ebenfalls mehr als passender Spitzname, so viel sei schon mal gesagt.

Zu guter Letzt haben wir da noch Ash. Ja, Ash, die war mir leider gar nicht sympathisch. Sie ist ein sehr launischer Mensch und besonders Widney gegenüber echt gemein. Ash ist so eine richtige Zicke. Aber solche Charaktere müssen doch auch irgendwie sein, oder? Sie können einem zwar echt auf den Geist gehen, aber sie beleben die Handlung ungemein.

Widneys neue WG ist wirklich ziemlich verrückt, was ich so super fand! Ich war hier immerzu am Schmunzeln und Grinsen. So hat mir zum Beispiel die Regel mit der Yucca-Palme sehr gut gefallen. Die arme Pflanze, irgendwie tat sie mir sehr leid. Das traditionelle Donnerstagabendprogramm fand ich aber auch nicht schlecht. Hach, auf was für Ideen die beiden Autorinnen nur immer kommen, ich liebe einfach ihren Humor. :D

Neben den WG-Mitbewohnern hat mir auch Widneys neue Freundin Kim sehr gut gefallen. Kim ist so jemand, den man einfach sofort ins Herz schließen muss. Ich mochte ihre etwas quirlige und total liebe Art unheimlich gerne. In ihr hat Widney eine tolle Freundin gefunden, die ihr, als Widneys magische Gabe zutage tritt, unterstützend zur Seite stehen wird. Zu Widneys Fähigkeiten aber möchte ich nicht groß was sagen. Wenn ihr gerne wissen möchtet, was es mit diesen auf sich hat und welche Rolle Raben dabei eigentlich spielen, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet!

Fazit: Ein rundum gelungener Trilogieauftakt, der mich komplett überzeugen konnte. Hier wurde in meinen Augen eine tolle Idee wunderbar umgesetzt. Rose Snow haben es einfach drauf, das hat mir dieses schöne Buch nur noch mal vor Augen geführt. Es ist spannend, romantisch, geheimnisvoll, düster und herrlich humorvoll. Ich kann „19 – das erste Buch der magischen Angst“ absolut empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!






Vielen lieben Dank, Carmen und Ulli, dass ihr mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt habt!


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