Klappentext:
Quelle: kunstanstifter Verlag
Rezension:
Seit fast 40 Jahren begeistert Cornelia Funke kleine und große Leser*innen mit ihren fantastischen Geschichten. Ihre Bücher öffnen Türen in andere Welten, wo man auf Drachen reiten, Gespenster jagen oder durch die Türchen eines magischen Adventskalenders schlüpfen kann. Ob Tintenherz, Drachenreiter, die Gespensterjäger oder die Wilden Hühner: Die Werke von Cornelia Funke sind einfach zeitlos und zählen schon längst zu den Kinderbuchklassikern. Doch Funke ist nicht nur Schriftstellerin – sie ist auch Illustratorin und hat viele ihrer Bücher selbst bebildert. Für „Wo Feen Nester bauen und Kobolde aus Büchern schlüpfen“ aus dem kunstanstifter Verlag hat sie mal wieder zum Pinsel gegriffen und mit ihrem unverwechselbaren Stil Bilderwelten erschaffen, die dem Untertitel mehr als gerecht werden: In diesem Buch kann man sich wirklich herrlich stundenlang verlieren.
In einem Interview habe ich gelesen, dass alles mit dem Weihnachtsbuch „Hinter verzauberten Fenstern“ begonnen hat. Funke wollte wissen, wer eigentlich hinter den Fenstern des Adventskalenders wohnt und begann zu malen. Das Bild wurde immer größer und aus einem wurden schließlich zwei Bilder. Und dann drei, dann vier...Immer mehr Welten kamen hinzu. Und so ist schließlich das hier vorliegende eindrucksvolle, großformatige Bilderbuch entstanden, bei dem schon allein der Titel ein magisches Leseerlebnis verspricht.
In den Wimmelwelten lässt Funke bekannte Figuren aus ihren Werken auf neue wunderbare Charaktere treffen. Man kann in die kunterbunte Unterwasserwelt aus „Lilli und Flosse“ abtauchen oder nach MÍMAMEIÐR reisen, „Das Haus der Fabelwesen“. Auch der Burg aus „Igraine Ohnefurcht“ kann man hier einen Besuch abstatten oder Emma aus „Emma glaubt nicht an Feen“ zu den Feen begleiten.
Im Anschluss gibt es zu jedem Bild noch einen kurzen Text, der jedoch keine abgeschlossene Erzählung ist, sondern vielmehr eine Einladung, der eigenen Fantasie ihren freien zu Lauf zu lassen und die Geschichten weiterzuspinnen. Gemeinsam noch einmal zurückzublättern, auf den illustrierten Seiten erneut auf Entdeckungssuche zu gehen und zu schauen, was man beim ersten Betrachten vielleicht übersehen haben könnte. Diesen Teil des Buches hätte man vielleicht noch etwas hübscher und fantasievoller gestalten können, genauso wie das Cover, das doch etwas schlicht daherkommt. Nichtsdestotrotz bin ich begeistert von diesem Schätzchen!
Für mich, die mit den Werken von Cornelia Funke groß geworden ist, ist dieses Buch die pure Nostalgie. Ich musste beim Durchschmökern immer wieder an damals denken, als ich es mir als Kind mit „Tintenherz“ abends im Bett gemütlich gemacht habe oder mit Ben und Schwefelfell auf dem Rücken von Drache Lung durch die Lüfte geflogen bin.
Fazit: „Wo Feen Nester bauen und Kobolde aus Büchern schlüpfen“ ist ein wundervolles Bilderbuch ab 4 Jahren mit märchenhaft schönen Wimmelbildern zum Eintauchen, Verlieren und Träumen. Ein großartiges Gesamtkunstwerk, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und keiner Cornelia-Funke-Sammlung fehlen sollte. Von mir gibt es 5 von 5 begeisterten Sternen!
Vielen lieben Dank an den kunstanstifter Verlag für das Rezensionsexemplar!





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