Klappentext:
Quelle: Ueberreuter Verlag
Rezension:
Da die Eltern kurzfristig die Zusage für eine Forschungsreise erhalten haben, müssen Lilja und ihre beiden kleinen Brüder Mattis und Albert die Winterferien bei ihrer Tante Stella verbringen. Die Begeisterung der Kinder hält sich sehr in Grenzen. Sie kennen ihre Tante kaum und die Pension, die sie vor einigen Jahren eröffnet hat, befindet sich irgendwo im Nirgendwo. Das werden garantiert megalangweilige Ferien werden. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft merken die Geschwister, dass die Villa Valdi kein gewöhnlicher Ort ist. Das Haus macht einen richtig verwunschenen Eindruck und hatte die Tür nicht gerade eben eine Nase? Und was ist das für ein Gepolter und Gezeter mitten in der Nacht? Die drei Kinder trauen ihren Augen kaum, als plötzlich ein Vampir, ein Poltergeist, eine Hexe und ein Yeti in ihrem Zimmer stehen. Von ihrer Tante erfahren sie, dass es sich bei der Villa Valdi um eine Art Auffangstation für gestrandete Fabelwesen handelt. Wer es nicht leicht hat, aber ein reines Herz besitzt, ist hier jederzeit willkommen und bekommt alles, was es zum Wohlzufühlen braucht. Lilja, Albert und Matti sind begeistert und freunden sich schnell mit den ungewöhnlichen Pensionsgästen an. Doch dann passieren in der Villa auf einmal merkwürdige Dinge und als ein böser schwarzer Magier auftaucht, müssen die Kinder und Fabelwesen fest zusammenhalten, um die Pension zu retten.
Nachdem mich Iris Genenz mit ihrer genialen Monsterjäger-Reihe begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf ihr neues Kinderbuch. Schon das Cover verzauberte mich auf Anhieb und was soll ich sagen, auch die Geschichte dahinter hat mich nicht enttäuscht!
Iris Genenz stellt mit „Fräulein Stellas Pension für Fabelwesen“ mal wieder unter Beweis, dass sie ein Garant für herrlich unterhaltsame und fantasievolle Geschichten ist. Mit einem wahren Feuerwerk an humorvollen und originellen Ideen nimmt uns die deutsche Autorin mit auf ein magisches, winterliches Abenteuer, in dem es vor sympathisch-schrägen Charakteren nur so wimmelt. Ob ein Poltergeist, der Angst im Dunkeln hat; ein Yeti mit Schneeschnupfen oder eine Hexe, die nicht richtig zaubern kann – die Bewohner*innen von Tante Stellas Pension entsprechen definitiv nicht den gängigen Fabelwesen-Klischees, was sie zu Außenseitern macht. Doch in Villa Valdi haben sie ein neues Zuhause und sogar eine Familie gefunden, was herzerwärmend zu sehen ist. Gemeinschaft und das Füreinanderdasein werden hier großgeschrieben. Die Geschichte zeigt auf, wie oft wir Menschen leider in Schubladen denken und erinnert uns daran, dass Anderssein keine Schwäche ist, sondern eine echte Stärke und es gerade unsere Besonderheiten sind, die uns so toll und einzigartig machen.
Neben der Geschichte ist auch die Gestaltung absolut gelungen. Auf den Vorsatzpapieren befindet sich eine liebevoll gestaltete Galerie mit den wichtigsten Figuren und die magisch schönen, farbenfrohen Illustrationen von Lisa Forsch, die das Erzählte begleiten, runden das Leseerlebnis perfekt ab.
Fazit: „Fräulein Stellas Pension für Fabelwesen“ ist ein spannendes, lustiges und zauberhaft chaotisches Ferienabenteuer ab 8 Jahren über Zusammenhalt, Mut und die Kraft des Andersseins. Eine fabelhafte Fantasygeschichte voller Magie, Witz und Herz – und mit einer kleinen Portion wohligem Grusel. Ich kann das neue Kinderbuch von Iris Genenz nur empfehlen, mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Ueberreuter Verlag für das Rezensionsexemplar!



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