Klappentext:
Quelle: Oetinger Verlag
Rezension:
Der 12-jährige Stein ist bei seinen Großeltern Mauri und Malviina aufgewachsen. Seine Mutter ist spurlos verschwunden, als er ganz klein war, das Einzige, was er von ihr hat, ist ein altes Foto. Als Mauri und Malviina kurz nach seinem 12. Geburtstag in ein Pflegeheim müssen, macht sich Stein auf die Suche nach seiner verschollenen Mutter. Es ist der Beginn eines unglaubliches Abenteuers. Gemeinsam mit seiner zahmen Schlange Niji landet er in einer geheimnisvollen Welt unter der Erde, in der nichts ist, wie es scheint. An einem verlassenen Bahnhof wird er von dem Mädchen Dia aufgegabelt und in einen merkwürdigen Schlangenzug mitgenommen, in dem sich nicht minder seltsame Passagiere befinden. Hier besitzt jeder, wie er, eine Schlange, und es gibt Abteile mit Marktständen oder Spieleautomaten. In Stein keimt die Hoffnung auf, dass er an diesem kuriosen Ort endlich seine Mutter finden wird. Doch je weiter der Zug ins Dunkle rast, desto rätselhafter wird es und Stein weiß irgendwann nicht mehr, wem er eigentlich trauen kann.
Ungewöhnliche und fantasievolle Bücher habe ich schon immer geliebt und wenn sie dann auch noch eine kleine Prise Grusel enthalten, erst recht. Solltet ihr dieses Faible mit mir teilen, kann ich euch „Serpentis“ sehr ans Herz legen. Die Geschichte kommt zwar weniger unheimlich daher, als das Cover vermuten lässt, aber wer gerne mal etwas ganz anderes lesen möchte, kommt hier garantiert auf seine Kosten.
Das finnische Erfolgsduo Silja Sillanpää und Pasi Pitkänen präsentiert mit dem ersten Band ihrer dreibändigen Fantasy-Reihe ein mitreißendes Zugabenteuer, das schnell an Fahrt aufnimmt und einen nicht mehr aussteigen lässt. Bereits die ersten Kapitel sind recht schräg, allerdings ist das nur ein Vorgeschmack auf den Rest der Geschichte. Die Welt, in der man mit Ich-Erzähler Stein landet, ist ein herrlich bizarrer Ort voller Geheimnisse und sonderbarer Gestalten und Dinge, die man einfach hinnehmen und akzeptieren muss, wie sie sind. In dieser magischen, unterirdischen Parallelwelt läuft vieles anders als bei uns – und gerade das macht dieses Buch so faszinierend und unterhaltsam. Man muss sich darauf einlassen und wenn einem das gelingt, wird man einem ein wirklich tolles Leseerlebnis geboten.
Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderes Highlight! Pasi Pitkänen, der mich schon mehrmals mit seinen atmosphärischen Zeichnungen begeistern konnte, hat diesen Band atemberaubend illustriert. Jedes Kapitel wird von großflächigen, farbigen Bildern begleitet, die schaurig-schön und düster sind und die mystische Stimmung perfekt einfangen. Vor allem die doppelseitigen Illustrationen sind einfach großartig anzusehen.
Fazit: „Serpentis 1: Das Rätsel der Schlangen“ ist ein packendes, außergewöhnliches und bildgewaltiges Fantasyabenteuer über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, Dinge zu hinterfragen. Ein gelungener Trilogie-Auftakt ab 10 Jahren, der durch seine eindrucksvolle Gestaltung und geheimnisvolle Atmosphäre besticht und nicht nur Kinder in den Bann zieht. Wer es gerne skurril und ein bisschen gruselig mag, ist hier definitiv genau richtig. Also ich bin begeistert und freue mich schon sehr auf den zweiten Band, der Anfang nächsten Jahres erscheinen wird. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Oetinger Verlag und Vorablesen Junior für das Rezensionsexemplar!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) eventuell abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.
Beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare erklärst Du Dich ebenfalls einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert werden.
Weitere Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google