Klappentext:
Quelle: Schneiderbuch Verlag
Rezension:
Herzlich willkommen in Moonhaven, eine kleine Stadt, die von einer hohen Schutzmauer umgeben ist. Denn nirgendwo ist die Gefahr eines Werwolfangriffs so hoch wie hier. Seit Jahrzehnten gibt es daher eine monatliche Ausgangsspeere bei Vollmond, die streng von den Nachtfalken kontrolliert wird. Die Mondläufer, bestehend aus den vier Freunden Jax, Josi, Nummer Vier und Esau halten sich jedoch nicht an die Regeln. Sie lieben es, nachts durch die leeren Straßen von Moonhaven zu streifen und die Vollmondnächte zum Abenteuer zu machen. Zum Glück ist Esau ein echtes Superhirn und kann mit seinem Hightech-Rollstuhl ganz leicht die Überwachungskameras austricksen. Doch dann ertönt eines Nachts ein schauriges Heulen und es deutet alles darauf hin, dass ein Werwolf in der Stadt sein Unwesen treibt. Ehe es sich die vier Freunde versehen, stecken sie mittendrin in einem haarsträubenden Abenteuer voller Geheimnisse, Intrigen und Verrat. Auf der Suche der Wahrheit bekommen sie es mit einem machthungrigen Gegner zu tun, der viel gefährlicher ist als ein Werwolf je sein könnte. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die Menschen vor dieser großen Gefahr zu retten?
Nachdem ich Rob Biddulphs Peanut-Jones-Reihe so sehr gefeiert habe, war ich voller Vorfreude auf sein neues Kinderbuch. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und um es gleich vorweg zu sagen: An meine geliebte Peanut-Jones-Serie reicht „Moonhaven“ nicht ganz heran, ich wurde aber dennoch nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.
Mit dem ersten Band seiner Moonhaven-Chroniken schafft Rob Biddulph die perfekte Balance zwischen witzigem Gruselspaß und warmherzigem Abenteuer und präsentiert einen Fantasyauftakt, an dem nicht nur junge Leser*innen ihre helle Freude haben. Auf seine gewohnt mitreißende Weise entführt uns Biddulph in eine dystopisch anmutende Welt voller Geheimnisse und kreativer Ideen. Im Nu ist man wie gebannt von dieser schaurig-schönen Kulisse und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Es macht einfach großen Spaß, die Mondläufer zu begleiten und mit ihnen den vielen Mysterien ihrer Stadt auf den Grund zu gehen. Die vier Freunde ist eine tolle Truppe: Sympathisch, pfiffig, ziemlich verschieden und gemeinsam unschlagbar. Zusammen wachsen sie über sich hinaus, zeigen echten Mut und Entschlossenheit und zeigen uns, dass Freundschaft und Zusammenhalt stark macht und es sich lohnt, niemals aufzugeben. Ganz nebenbei werden noch einige weitere Themen aufgegriffen wie Kontrolle, Machtmissbrauch, wissenschaftliche Experimente und die Angst vor dem Andersartigen, gekonnt verpackt in einem actionreichen Werwolf-Abenteuer, das vor allem zum Ende hin ordentlich zum Mitfiebern einlädt. Die kurzen Kapitel und reiche Bebilderung sorgen zusätzlich für ein hohes Lesetempo und nach dem fiesen Cliffhanger am Schluss kann man die Fortsetzung kaum erwarten. Ich jedenfalls bin wahnsinnig gespannt, wie es weitergeht!
Optisch ist auch dieses Werk von Rob Biddulph ist ein richtiges Highlight. Der britische Künstler hat sämtliche Kapitel brillant bebildert. Über 100, oft ganzseitige schwarz-weiß Illustrationen untermalen die Geschichte und fangen die geheimnisvoll-düstere Atmosphäre wunderbar ein. Biddulphs Bilder sind einfach mal wieder großartig anzusehen und machen dieses Buch zu einem echten Hingucker.
Fazit: „Moonhaven Chroniken – Der letzte Wolf“ ist ein packendes und wohlig-gruseliges Mystery-Abenteuer über die Kraft der Freundschaft und den Mut, für das Richtige einzustehen. Ein spannender Reihenauftakt ab 10 Jahren, der durch seine besonderen Charaktere, den großen Einfallsreichtum und die geniale Gestaltung besticht und neugierig auf mehr macht. Die perfekte Halloween-Lektüre. Rob Biddulph hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen und fiebere dem zweiten Band schon jetzt ganz vorfreudig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Schneiderbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!




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