Klappentext:
Quelle: Knesebeck Verlag
Rezension:
Harry ist ein echter Stadthund und liebt sein Zuhause über alles. Die Gerüche, die Geräusche, die Hydranten – einfach alles. Als Halloween naht, beschließt seine Menschenfamilie, raus aufs Land zu fahren, um die Großeltern zu besuchen. Harry ist alles andere als begeistert von diesem Ausflug. Weit weg von der tröstlichen Vertrautheit seines Reviers fühlt er sich überhaupt nicht wohl. Hier bei Oma und Opa riecht und klingt es nicht nach seiner Stadt und das Haus ist voller merkwürdiger und unheimlicher Dinge. Auch in der Stadt befinden sich lauter Seltsamkeiten und sogar der Park ist überhaupt nicht so wie zu Hause. Überall steht dieses komische orange Gemüse herum. Irgendwann hat Harry genug. Riesige Kürbisfelder, gruselige Vogelscheuchen und raschelnde Blätter – das ist einfach zu viel für einen Großstadthund wie ihn. Doch dann freundet er sich mit der Katze Winnie an, die ihm zeigt, was es alles Schönes auf dem Land zu entdecken gibt und wie spaßig es sein kann, hier, fernab der großen Stadt, die gruseligste Nacht des Jahres zu feiern.
Nicht mehr lang und es ist endlich wieder soweit: Gruselzeit! Wenn ihr gerade auf der Suche nach einem Bilderbuch seid, dass euch garantiert in Herbst- und Halloweenstimmung versetzt, kann ich euch „Harrys Heul-o-Ween“ nur ans Herz legen. Ihr könnt mir glauben, das tolle Cover mit seinem schimmernden Schriftzug verspricht nicht zu viel.
E. G. Keller hat hier ein entzückendes Bilderbuch geschaffen, das uns den Zauber von Halloween auf liebevoll-amüsante Weise aus Hundeperspektive erleben lässt. Mit warmen Humor erzählt der US-amerikanische Künstler die Geschichte von Familienhund Harry, der nichts mehr liebt als sein Zuhause (sehr wahrscheinlich New York) und sich ziemlich schwer damit, sein vertrautes Umfeld zu verlassen. Während die meisten Hunde es vermutlich genießen würden, raus in die Natur und aufs Land zu fahren, hält Harry überhaupt nichts davon. Bei den Großeltern seiner Menschenfamilie ist alles anders, seltsam und beängstigend. Besonders jetzt in der Halloween-Saison, wo überall Kürbisse herumstehen und Omas und Opas Haus mit unheimlichen Fledermäusen dekoriert ist. Man fühlt anfangs sehr mit Harry mit, gleichzeitig muss man aber auch unweigerlich über seine ablehnende Einstellung schmunzeln. Kinder werden es lieben, diesen knuffigen Stadthund auf seinem kleinen Halloween-Abenteuer zu begleiten und mitzuverfolgen, wie er mit der Hilfe seiner neuen Freundin Winnie schließlich doch noch Gefallen am Landleben findet. Die Geschichte zeigt wunderbar, wie bereichernd es sein kann, seine Komfortzone zu verlassen und ermutigt dazu, seine Ängste und Vorbehalte zu überwinden.
Optisch ist dieses Buch ein besonderer Genuss. Kellers Illustrationen sind herrlich atmosphärisch, detailreich und voller Wärme. Mal großflächig, mal im Panelstil und mit wundervollen sanften Herbsttfarben fangen seine Bilder die herbstliche Landidylle perfekt ein und verleiten dazu, länger auf den Seiten zu verweilen, um alle Kleinigkeiten zu entdecken. Viel Text ist meist gar nicht vonnöten. Die Geschichte kommt insgesamt mit nur wenigen Worten aus, sodass sie auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist.
Vielen lieben Dank an den Knesebeck Verlag für das Rezensionsexemplar!




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