Klappentext:
Quelle: Thienemann-EsslingerVerlag
Rezension:
Vampirmädchen Storm möchte unbedingt auf die Blutspuck-Akademie und hat sich für die Aufnahmeprüfung einen richtig fiesen Streich ausgedacht. Zumindest hofft sie, dass er fies genug. Offenbar war ihre Untat jedoch nicht übel genug, denn sie erhält per Fledermaus eine Absage. Als ihre Eltern sich kurz darauf auf einer Halloween-Party von Menschen beißen lassen und dadurch halb menschlich werden, schicken sie ihre Tochter auf ein Menscheninternat namens Burg Zuckerhut. Storm ist entsetzt und nimmt sich fest vor, so schnell wie möglich wieder von dort zu verschwinden. Gemeinsam mit ihrer Glühkatze Birne fasst sie den Plan, durch eine Untat von der Schule zu fliegen und dann hoffentlich endlich böse genug für die Blutspuck-Akademie zu sein. Leider gehen ihre Streiche gehörig schief, einige Mitschüler*innen verhalten sich ziemlich unnormal und dann trifft sie auch noch auf ein lebendiges Skelett, das auf Burg Zuckerhut herumspukt. Dieses Internat ist definitiv alles andere als normal und als wäre das noch nicht genug, freundet sich Storm dann auch noch mit ihrer Zimmermitbewohnerin Fee an, was definitiv nicht geplant war. Aber vielleicht ist das ja gar nicht so schlimm? Denn eigentlich findet es Storm auf Burg Zuckerhut doch gar nicht so übel.
Passend zur nahenden Halloweenzeit erscheint Ende September der hier vorliegende Serienstart im Thienemann-Esslinger Verlag, bei dem schon allein das Cover den puren Gruselspaß verspricht. Da mich Judith Weber und das Brudergespann Christian und Fabian Jeremias bereits einige Male mit ihren gemeinsamen Werken begeistern konnten, war ich sehr gespannt auf ihre neue Kinderbuchreihe und so viel sei schon mal verraten: Dem zweiten Band fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen.
Das Erfolgstrio Weber und zweimal Jeremies präsentiert hier einen vielversprechenden Reihenauftakt, an dem garantiert selbst der größte Lesemuffel seine helle Freude haben wird. Vor allem optisch ist dieses Buch ein Highlight. Die Seiten sind überwiegend in dunklen Farben gehalten und durchgehend mit wundervollen wohlig-gruseligen Illustrationen versehen, die vor charmantem Witz nur so sprühen und für eine tolle schauerliche Stimmung sorgen. Aufgelockert werden die kurzen Textpassagen zusätzlich durch zahlreiche humorvolle Comic-Elemente, die bestimmte Szenen aus der Handlung erneut aufgreifen und das Lesen noch lebendiger und spaßiger machen. Kinderbücher richtig cool gestalten haben die beiden Brüder Christian und Fabian Jeremias definitiv voll drauf!
Auch inhaltlich überzeugt das Buch auf das ganzer Linie. Judith Weber hat ihrer Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine wunderbar verrückte Geschichte zu Papier gebracht. Schon allein unsere etwas muffelige und äußerst schlagfertige Hauptprotagonistin Storm ist der Knaller. Ihre flotten Sprüche habe ich beim Lesen richtig gefeiert. Sehr unterhaltsam ist aber auch Storms Katze Birne, die nicht minder grummelig ist wie ihr Frauchen. Oder Skelett Günther, dessen Witze so flach daherkommen, dass sie schon wieder gut sind. Es macht einfach großen Spaß, Storm aufs Internat Burg Zuckerhut zu begleiten, wo sie nicht nur lernt, dass es in der Menschenwelt ziemlich merkwürdige Dinge gibt (warum fesseln sich Menschen im Auto selbst?!), sondern auch erkennt, was sie eigentlich wirklich will und wie wertvoll wahre Freund*innen im Leben sind. Wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Mobbing und das Einstehen für Schwächere werden hier kindgerecht aufgreifen, ohne belehrend zu wirken. Besonders das Ende ist unheimlich schön und zeigt uns, dass echte Freundschaft keine Unterschiede kennt und es sich lohnt, seine Vorurteile zu überwinden. Vor einem fiesen Cliffhanger verschont uns die Autorin erfreulicherweise, macht uns aber dennoch neugierig auf mehr. Leider werden wir uns aufs Weiterlesen allerdings noch ein Weilchen gedulden müssen, denn die Fortsetzung soll voraussichtlich erst in einem Jahr erscheinen.
Fazit: „Storm – Das Internat des Gruselns“ ist ein witziges und schaurig-schönes Abenteuer über das Anderssein, wahre Freundschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein herrlich schräges Gruselvergnügen – perfekt für alle ab 8 Jahren, die Vampir- und Internatsgeschichten lieben und es gerne spannend und fantasievoll mögen. Also ich bin begeistert von diesem Comicroman, vor allem die Gestaltung finde ich genial. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) eventuell abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.
Beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare erklärst Du Dich ebenfalls einverstanden, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) abgespeichert werden.
Weitere Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google