Klappentext:
Quelle: Carlsen Verlag
Rezension:
Die Adventszeit ist endlich da und mit ihr der ganz normale Vorweihnachtswahnsinn. Geschenke müssen gekauft und verpackt werden, es werden Plätzchen gebacken und alles festlich geschmückt...In Boring jedoch geht es dieses Weihnachten besonders aufregend zu. Als Nemo, Fred und Oda für den Spielzeughändler Siebzehnrübel die Lieblingsspielzeuge der Boringer Kinder einsammeln, damit er sie reparieren kann, ahnen sie zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass auch der Spielzeugdieb mal wieder aktiv wird. Er klaut die Kiste mit sämtlichen Spielzeugen und verschickt sie in der ganzen Stadt. Boring versinkt mal wieder im Chaos und Weihnachten droht in einer Katastrophe zu enden. Ob es den drei Freunden wohl rechtzeitig gelingen wird, dass lebendige Spielzeug wieder einzusammeln?
Ich liebe die Bitte-nicht-öffnen-Serie und ich liebe Weihnachten. Auf das erste Adventsabenteuer aus Boring habe ich mich dementsprechend riesig gefreut. Für Fans der Reihe ist dieser Sonderband auf jeden Fall ein absolutes Muss! Vorkenntnisse sind hier durchaus zu empfehlen, da öfters Bezug auf die vorherigen Bände genommen wird und es sogar einige Wiedersehen mit alten Bekannten gibt wie Yeti Icy-Ice-Monsta aus dem ersten Band oder Drache Draga. Aber auch wenn man die Reihe nicht kennt, kann man sich die Wartezeit bis Weihnachten mit diesem Buch prima versüßen.
Anders als die vorherigen Bände, die von Charlotte Habersack geschrieben wurden, stammt dieser Band aus der Feder von Claudia Scharf und in meinen Augen hat sie einen wirklich guten Job gemacht. Die Geschichte, die einen hier erwartet, kommt genauso turbulent und unterhaltsam daher wie die Vorgänger und hält definitiv, was das Cover verspricht. Gemeinsam mit den drei Freunden Nemo, Fred und Oda erleben wir vom 1. bis zum 24. Dezember ein weihnachtliches Päckchenabenteuer, bei dem sogar gleich mehrere lebendige Spielzeuge für allerhand Chaos in der Kleinstadt sorgen. Ob ein Rosa-Problem, Haare, die nicht aufhören wollen zu wachsen oder ein lautes Pups-Konzert (die Pups-Szene fand ich so herrlich, hihi) – langweilig wird es in Boring in der Adventszeit definitiv zu keiner Zeit. Es macht einfach wieder großen Spaß, das Freundestrio zu begleiten. Da fällt es schon etwas schwer, jeden Tag nur ein „Türchen“ zu öffnen und nicht alle 24 Kapitel in einem Rutsch zu lesen. Ich persönlich hätte die verschlossenen Seiten jedoch nicht gebraucht. Im Hinblick auf den Buchtitel ist es zwar ein sehr netter Gag (an das „bitte nicht öffnen“ hält man sich natürlich nicht), allerdings lassen sich die Seiten nicht so leicht auftrennen. Bei mir zumindest sind dabei leider einige Knicken und Risse entstanden.
Neben der Geschichte gibt es in jedem Kapitel auch noch tolle interaktive Überraschungen wie Rezepte, Bastelideen, Witze und Rätsel (beigesteuert von Meike Teichmann). Diese hätte man stellenweise aber vielleicht etwas besser platzieren können. Manchmal unterbrechen sie die Handlung mitten im Satz, sodass man zweimal weiterblättern muss, um weiterzulesen. Mich persönlich hat das ein bisschen gestört.
Fazit: „Bitte nicht öffnen: Das Adventskalenderbuch“ ist eine wunderbare Mischung aus einem lustig-turbulenten Weihnachtsabenteuer und kreativem Mitmachspaß. Ein farbenfrohes Adventskalenderbuch aus der „Bitte nicht öffnen“ - Welt, das sich kein Fan entgehen lassen sollte. Unbedingt öffnen! Bis auf zwei kleine Kritikpunkte bin ich begeistert von diesem „Bitte nicht öffnen“ – Band und kann ihn nur wärmstens empfehlen. Für abenteuerlustige Kinder ab 8 Jahren ist er ein toller Begleiter durch die Adventszeit. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!





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