Klappentext:
Quelle: Tulipan Verlag
Rezension:
Nachdem Nina die Monster Walter, Elisabeth, Hypra, Amir und Mimi aus der fiesen Agentur Franken & Stein befreit hat, leben sie bei ihrer Oma im Studio und bescheren dieser im Netz reichlich Klicks. Leider erfahren Frau Franken und Herr Stein auf diesem Weg, wo sich die Monster aufhalten und setzen alles daran, um sie wieder in ihre Finger zu bekommen. Die Monster brauchen dringend ein neues schönes Zuhause. In Omas Studio sind sie nicht mehr sicher und bei Nina können sie nicht alle unterkommen – dafür ist die Wohnung viel zu klein. Nina versucht über das Internet neue Besitzer für ihre Monsterfreunde zu finden und damit Franken und Stein keinen Verdacht schöpfen, tarnt sie ihr Versandunternehmen als Kaugummiversand. Doch die beiden kommen ihnen auf die Spur und es beginnt ein neues aufregendes Abenteuer mit einem Büchereibus ohne Bremsen und einer wilden Polizei-Verfolgungsjagd inklusive. Als Nina und ihre Oma in große Gefahr geraten, müssen die Monster beweisen, was in ihnen steckt.
Nach meiner großen Begeisterung für den Auftakt von „Ninas Monster“ konnte ich den hier vorliegenden zweiten Teil kaum erwarten. Dieser kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, allerdings macht es erheblich mehr Spaß, wenn man mit dem ersten Band startet.
Die Fortsetzung setzt relativ zeitnah an dem Vorgänger an. Die achtjährige Nina ist mittlerweile stolze Besitzerin von fünf Monstern, die zwar allesamt überaus liebenswert daherkommen, aber alles andere als unauffällig sind. Wie nicht anders zu erwarten, entspinnt sich schon nach wenigen Seiten ein weiteres monströs turbulentes Abenteuer, das dem vorherigen in nichts nachsteht. Rüdiger Bertram erzählt gewohnt humorvoll, temporeich und mit viel Herz und verzaubert uns mit hinreißend schrägen Charakteren, die man einfach lieben muss. Ob Nina, mit der sich Kinder direkt identifizieren können; ihre fünf chaotischen Monster oder ihre wunderbar verrückte Oma (die ich beim Lesen wieder richtig gefeiert habe!) – langweilig wird es mit dieser bunten Truppe zu keiner Zeit. Einfach großartig, was sich Rüdiger Bertram mal wieder alles hat einfallen lassen. Auch als Erwachsener erfreut man sich an den vielen lustigen Ideen und mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Es ist wieder toll zu sehen, wie Nina, ihre Oma und die Monster zusammenhalten, sich füreinander einsetzen und niemals aufgeben. Sie zeigen uns, dass man gemeinsam stark ist und es sich lohnt, mutig zu sein und für seine Ziele zu kämpfen. Sehr schön ist auch, dass die Monster hier nicht als furchterregende Ungeheuer dargestellt werden, die man verjagt und ausgrenzt. Tatsächlich scheint es die wenigsten groß zu verwundern, dass Nina von mehreren Monster begleitet wird und auf ihre Onlineangebote gibt es erstaunlich viele Anfragen, darunter auch Leute, die Monstern wirklich ein neues liebevolles Zuhause geben wollen. Man sollte niemanden nur nach seinem Erscheinungsbild beurteilen und vorschnell in eine Schublade stecken – auch keine Monster.
Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung hat uns der Rüdiger Bertram hier gezaubert. Auch „Ninas Monster – Zuhause gesucht“ ist ein spannendes und witziges Abenteuer, bei dem monstermäßger Lesespaß garantiert ist. Ein wundervolles Kinderbuch für alle Monsterfans ab 8 Jahren voller Freundschaft, Mut und herrlicher Verrücktheiten. Ich bin auch von diesem Band begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Nina und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Vielen lieben Dank an den Tulipan Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!



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