Samstag, 30. September 2017

[Rezension] Das ist kein Spiel von Barry Jonsberg

Ab 13 Jahren
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16454-9
Erschienen: 25.09.2017

Klappentext:

Jamie ist 16 Jahre alt und ein Mathe-Genie. Verblüffend logisch und ehrlich ist sein Blick auf seine eigene Familie – und darauf, dass da etwas schief läuft. Zum Beispiel bei Summerlee, seiner rebellischen älteren Schwester. Als die an ihrem 18. Geburtstag mehrere Millionen im Lotto gewinnt, sagt sie sich endgültig von der Familie los – und provoziert eine Kettenreaktion von Unheil. Jamies kleine Schwester Phoebe wird entführt und der Kidnapper verlangt zwei Millionen. Ausschließlich mit Jamie will er darüber verhandeln. Warum? Wieso weiß der Täter so viel über Jamie? Und weshalb fühlt sich das Ganze wie ein einziges Duell an, bei dem Jamies Kombinationsgabe auf eine tödliche Probe gestellt wird?

Quelle: cbt Verlag

Rezension:

Ich hatte von Barry Jonsberg bereits zwei Bücher gelesen und da mir diese recht gut gefallen hatten, war ich auf sein neues Buch schon sehr gespannt gewesen. Bei diesem handelt es sich um einen Jugendthriller, ein Genre, welches ich unheimlich gerne lese. Das Cover hatte es mir sofort angetan; die Kombination aus Rot und Blau finde ich hier wirklich sehr gelungen. Auch der Klappentext konnte meine Neugier auf Anhieb wecken. Ganz gespannt habe ich also mit dem Lesen begonnen.

Der 16-jährige Jamie ist ein wahres Mathe-Genie und liebt es, Spieltheorien aufzustellen. Doch nicht nur in der Mathematik kennt er sich aus, er sieht auch, dass mit seiner Familie etwas nicht stimmt. Vor allem bei seiner älteren Schwester Summerlee läuft ganz eindeutig etwas verkehrt. Schon seit Jahren rebelliert sie gegen ihre Eltern, ist aufmüpfig und schwänzt die Schule. Mit der Zeit sind noch wilde Partys, Drogen und Alkohol dazugekommen. Die Eltern haben den Kampf gegen ihre älteste Tochter längst aufgegeben. Nun, da sie mittlerweile auch volljährig ist, ist sie sowieso für ihr Handeln selbst verantwortlich. An ihrem 18. Geburtstag beschließt Summerlee Lotto zu spielen und knackt tatsächlich den Jackpot. 7,5 Millionen Dollar reicher ist nun. Mit ihrem Gewinn kauft sie sich eine große protzige Villa in einem Nobelviertel und sagt sich endgültig von ihrer Familie los. Natürlich bekommt auch die Presse Wind davon, dass Summerlee nun Multimillionärin ist und die Medien beginnen sich um sie zu reißen. Als dann plötzlich Jamies kleine Schwester Phoebe im Supermarkt verschwindet, glaubt Jamie sofort an eine Entführung. Und er liegt richtig. Der Kidnapper meldet sich bei Jamie und verlangt zwei Millionen Dollar Lösegeld. Seltsam ist, dass der Entführer ausschließlich mit Jamie verhandeln möchte. Auch wird sehr schnell deutlich, dass er erstaunlich viel über Jamie und seine Familie weiß. Nur gute Recherche oder steckt hinter dem Entführer ein naher Bekannter? Ist es vielleicht sogar jemand aus der Familie? Jamie ist bereit, alles zu tun, um seine geliebte Schwester zu retten. Seine gute Kombinationsgabe ist ihm dabei eine große Hilfe. Ob es ihm gelingen wird, Phoebes Entführer durch sein logisches Denken und Kombinieren auf die Schliche zu kommen?

Mir hat das neue Buch von Barry Jonsberg im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Zu meinen Lieblingsjugendthrillern zählt dieser hier zwar nicht, aber weiterempfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall.

Wir erfahren hier alles aus der Sicht des 16-jährigen Jamie. Dieser war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Schon im ersten Kapitel wird deutlich, wie sehr er seine kleine achtjährige Schwester liebt. Er kümmert sich ganz rührend um sie, erzählt ihr abends Geschichten und holt sie oft von der Schule ab.
Da ihr inniges Verhältnis gerade am Anfang des Buches so hervor gehoben wird, war mir Jamies Verzweiflung, als Phoebe entführt wird, etwas zu gering. Klar, er macht sie schon furchtbare Sorgen um seine kleine Schwester und macht sich zudem auch große Vorwürfe, da sie während des gemeinsamen Einkaufens im Supermarkt gekidnappt wurde und er nun denkt, er habe nicht gut genug auf sie aufgepasst.
Mir kam Jamie aber trotzdem die ganze Zeit etwas zu ruhig vor. Es kann gut sein, dass dies so vom Autor gewollt war, denn schließlich ist Jamies Stärke das logische Denken und Kombinieren. Dieses Talent ist ihm beim Aufspüren von Phoebes Entführer eine große Hilfe. Panik und Verzweiflung hätten ihm in dieser Situation nicht groß weitergeholfen.

Obwohl dieser Punkt also sehr wahrscheinlich vom Autor beabsichtigt war, hat mich Jamies taktisches Vorgehen dennoch etwas gestört. Ein wenig mehr verzweifelte Gedanken um seine kleine Schwester hätte ich schon besser und vor allem auch realistischer gefunden.

Das Buch hat mir aber trotz kleiner Schwächen wirklich sehr gut gefallen. Es ist spannend und humorvoll zugleich. Besonders der beste (und einzige) Freund von Jamie, Gutless, hat bei mir für so einige Schmunzler gesorgt. Er ist ein totaler Computernerd, verbringt Stunden vorm PC und spielt Ballerspiele.
Ein bisschen klischeehaft ist die Beziehung und der Status von Jamie und Gutless ja schon: Beide zählen nicht zu beliebtesten Schülern, haben außer sich keine Freunde und Mädchen ist bei ihnen gar kein Thema. Das ist mir ja erst recht spät aufgefallen, dass Jamie an eine Beziehung zu einem Mädchen so gar nicht denkt, was für einen Teenager ja schon etwas ungewöhnlich ist.

Ich fand diesen Punkt aber gerade gut. Das Buch fokussiert sich wirklich nur auf Jamie und seine Familie. In erster Linie natürlich auf Phoebes Entführung, aber dies auch erst ab dem zweiten Teil des Buches. Dies ist insgesamt in drei Teile gegliedert und im ersten geht es hauptsächlich um Summerlee und ihren Lottogewinn.
Summerlee war mir ja überhaupt nicht sympathisch. Da habe ich mich ja wirklich gefragt, was bei ihr nur falsch gelaufen ist. Schule schwänzen, Drogen, Alkohol, wilde Partys und dann ihr rebellisches Verhalten. Was bin ich froh, dass ich nicht so eine Schwester habe, durch Summerlee ist das Familienklima in Jamies Familie wirklich alles andere als schön.

Den ersten Teil des Buches habe ich als etwas langweilig empfunden. Richtig spannend wird es erst, nachdem Phoebe gekidnappt wurde. Ab da ist der Spannungsbogen wirklich richtig gut und bis zum Ende war auch unklar, wer nun der Entführer ist. In Frage kommen so einige und mir hat es sehr viel Spaß gemacht, zusammen mit Jamie Theorien aufzustellen und trotz allem logischen Denkens bis zum Schluss im Dunklen zu tappen.

Ich habe das Buch recht zügig durchgelesen, was zum einen an der temporeichen Handlung lag, die aber erst ab dem zweiten Teil wirklich packend wird, zum anderen lag es auch an dem sehr flüssigen und humorvollen Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt.

Fazit: „Das ist kein Spiel“ ist ein guter Jugendthriller, der nicht nur sehr viele spannende Szenen zu bieten hat, sondern der auch zeigt, wie wichtig die Familie ist. Die Charaktere wurden alle gut von dem Autor ausgearbeitet und besonders der Protagonist Jamie war mir sehr sympathisch. Ein paar kleine Schwächen sind vorhanden, dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen. Auch für Erwachsene ist dieser Jugendthriller durchaus eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!



Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag, die mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Freitag, 29. September 2017

[Rezension] Liliane Susewind - Giraffen übersieht man nicht (Bd. 12) von Tanya Stewner

Gebundene Ausgabe
Mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov
ISBN: 978-3-7373-4002-1
272 Seiten
Ab 8 Jahren
Erschienen: 21.09.2017

Klappentext:

Das Mädchen, das mit den Tieren spricht: Im zwölften Abenteuer der Bestsellerserie nimmt Liliane Susewind ihre Leser mit auf eine Reise in die wilde Tierwelt Afrikas!
Lilli fährt mit Jesahja zu dessen Großeltern nach Namibia. Hingerissen entdeckt sie die stolzen Tiere, die in dieser faszinierenden Landschaft leben. Als sie hört, dass die Farmer die Wildtiere zum Abschuss durch Trophäenjäger freigeben, ist sie völlig entsetzt. Und als Nächstes soll ausgerechnet jene Giraffe erlegt werden, mit der Lilli sich am Morgen gerade erst angefreundet hat! Wie können Lilli und ihre Freunde das nur verhindern?
Der Erfolg geht weiter – mit einem spannenden Abenteuer in der Wildnis! Und wieder wächst die kleine Tierdolmetscherin über sich hinaus, wenn es darum geht, ihren Tierfreunden zu helfen.

Quelle: Fischerverlage

Rezension:

Auf den zwölften Liliane Susewind Band hatte ich mich ja schon sehr gefreut! Ich lese diese Kinderbuchreihe richtig gerne, sogar die Bücher für Erstleser stehen bei mir im Regal. Das Cover des zwölften Bandes finde ich diesmal besonders schön. Auch der Klappentext verspricht eine richtig spannende und interessante Geschichte. Zusammen mit Lilli und ihren Freunden geht es diesmal nach Afrika, in das Land Namibia. Ich war ja schon sehr gespannt, was für tolle Abenteuer unsere liebe Lilli dort wohl erleben würde!

Eine Reise nach Afrika! Zusammen mit ihrer Familie, Jesahja und dessen Vater reist Liliane Susewind zu Jesahjas Großeltern in das Land Namibia. Natürlich sind auch die Katzendame Frau von Schmidt und der kleine Hund Bonsai mit von der Partie, die sich so eine spannende Reise auf keinen Fall entgehen lassen wollen. Lilli ist ganz fasziniert von der schönen Landschaft Namibias und den wundervollen Tiere, denen sie auf der Fahrt zu der Farm von Jesahjas Großeltern begegnet. Doch ihre Freude und Begeisterung wird jäh getrübt, als Lilli erfährt, dass die Farm neben der Rinderzucht auch die Großwildjagd betreibt. Lilli und Jesahja sind entsetzt. Noch furchtbarer wird das Ganze, als sie hören, welches Tier als nächstes zur Jagd freigegeben wurde: Ausgerechnet die Giraffe Lula, mit der sich Lilli bereits angefreundet hat. Wild entschlossen stürzen sich Lilli und ihre Freunde in ein neues, und diesmal sehr gefährliches, Abenteuer. Ob es ihnen gelingen wird, die wunderschöne Giraffe Lula vor den Trophäenjägern zu retten?

Auch beim zwölften Liliane Susewind Band hatte ich jede Menge Spaß beim Lesen und habe zudem viel Neues dazugelernt. Das Land Namibia war für mich vor diesem Buch einfach nur irgendein Land in Afrika, über welches ich kaum etwas wusste und zu welchem ich mir auch kaum Bilder machen konnte. Dank Tanya Stewners genauen Beschreibungen aber konnte ich mir dieses, für mich völlig unbekannte, Land ganz genau vorstellen und habe an Lillis Seite ihr aufregendes Abenteuer in Afrika miterlebt.

Die Autorin fängt die Atmosphäre der Savanne richtig schön ein, was zum einen an den wundervollen Naturbeschreibungen liegt, zum anderen aber auch an den Tieren Afrikas, auf die wir in diesem Buch stoßen. Strauße, Löwen, Zebras, Elefanten, Giraffen – auf all diese wildlebenden Tiere trifft Lilli in diesem Band. Kannte sie diese Tierarten vorher nur aus dem Zoo, lernt sie sie nun endlich in freier Wildbahn kennen. Das Mädchen muss feststellen, dass sich Tiere in Afrika zum Teil sehr anders verhalten, als sie es von ihren Freunden daheim gewohnt ist. Doch wie wir unsere Lilli kennen, fasst sie schnell Vertrauen zu den Tieren und freundet sich mit vielen an. So ist sie sofort ganz fasziniert von der wunderschönen Giraffe Lula. Auch drei sehr putzige Erdmännchen schließt sie sofort fest in ihr Herz. Diese haben mir ja besonders gut gefallen. Mit ihrer niedlichen Art haben sie mich immer wieder sehr zum Schmunzeln gebracht und auch die netten Illustrationen zu diesen süßen Tierchen haben mir richtig gut gefallen.

Man bekommt es auch in diesem Band wieder mit lustigen Dialogen zwischen Lilli und den Tieren zu tun. Nicht nur mit den Tieren Namibias, auch Bonsai und Frau von Schmidt haben mich mit ihren einmaligen Sprüchen mal wieder bestens unterhalten. Wären die beiden nicht dabei gewesen, hätte mir auf jeden Fall etwas gefehlt. Der kleine quirlige Hund und die vornehme Katzendame sind eindeutig immer eines meiner Highlights in den Liliane Susewind Büchern!

Neben dem tollen Humor kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz. So machen sich Lilli und Jesahjas mitten in der Nacht auf in die Savanne, um die Giraffe Lula vor den Trophäenjägern zu warnen.
Das Thema Großwild- bzw. Trophäenjagd spricht die Autorin in diesem Buch sehr kindgerecht an. Das liebe ich ja immer so an Tanya Stewners Büchern! Sie verpackt in diesen immer sehr wichtige und auch recht kritische Themen, über die auch Kinder meiner Meinung nach Bescheid wissen sollten. Dies gelingt ihr immer ganz wunderbar, sodass Kinder in ihren Büchern viel lernen können, sie aber auch nicht mit zu schlimmen Details konfrontiert werden.
Das Thema Großwildjagd wird vielen jungen Lesern Stoff zum Nachdenken geben und auch Erwachsene werden hier, wie ich, viel Neues dazulernen und nachdenklich gestimmt werden. Mir war die Trophäenjagd vorher kein Begriff gewesen. Dank Tanya Stewner weiß ich nun ein wenig darüber Bescheid, wobei ich natürlich nur die harmlosen Details kenne. Die wirklich schlimmen Fakten werden hier in dem Buch natürlich nicht angesprochen.

Durch die humorvolle, spannende und sehr interessante Handlung liest sich das Buch richtig klasse! Dazu trägt natürlich auch der flüssige und locker-leichte Schreibstil der Autorin bei. Dieser ist genau richtig für Kinder ab 8 Jahren und durch die viele wörtliche Rede wird das Buch auch richtig schön lebendig.

Auch die wundervollen Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov haben mir wieder sehr gut gefallen. Ihre Zeichnungen passen einfach perfekt zu dieser schönen Kinderbuchreihe und auch wenn sie leider nicht in Farbe sind, sind sie dennoch allesamt richtig schön und sogar immer ganzseitig.

Ich freue mich ja schon sehr auf Lillis nächstes Abenteuer! Der zwölfte Band konnte mich absolut begeistern und ich habe in diesem auch deutlich mehr dazugelernt als in den Bänden davor. Für Lilli-Fans ist dieser Band auf jeden Fall ein absolutes Muss! Da man die Bände aber auch unabhängig voneinander lesen kann, kann ich dieses Buch ganz besonders Kindern empfehlen, die die Tiere Afrikas mögen und gerne spannende und lustige Geschichten lesen. Für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren ist diese Reihe prima zum Selberlesen geeignet. Ich kann aber auch Erwachsenen Lillis Abenteuer sehr ans Herz legen!


Fazit: Auch vom zwölften Liliane Susewind Band bin ich hellauf begeistert! Spannend, witzig, liebenswert! Der Autorin gelingt es wunderbar ein sehr schwieriges und ernstes Thema sehr kindgerecht anzusprechen und die Leser so zum Nachdenken anzuregen. Auch sehr schön ist, wie toll die Werte Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut in dem Buch verdeutlicht werden. Ich kann „Giraffen übersieht man nicht“ absolut empfehlen und freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!






Donnerstag, 28. September 2017

[Rezension] Gloria Glühwürmchen: Gutenachtgeschichten aus dem Glitzerwald (Band 2) von Kirsten Vogel

Hörbuch CD
Inszenierte Lesung mit Musik
Laufzeit: 2h 20
ISBN: 978-3-8371-3786-6
Ab 4 Jahren
Erschienen: 25.09.2017


Klappentext:

Gloria Glühwürmchen ist zurück! Im zweiten Hörbuch warten zehn neue Abenteuer auf das hilfsbereite Glühwurmmädchen. So macht sich Gloria auf die Suche nach den verirrten Nachtigallenkindern, nimmt am jährlichen Glühwettbewerb teil und trainiert fleißig, um sich ihren großen Herzenswusch, endlich einmal das Meer zu sehen, zu erfüllen. Am Ende ist Gloria endlich so weit und darf mit ihrer besten Freundin Lilly Belle und ihrem Opa Guido auf die ereignisreiche Reise gehen. Dabei stellt sie fest, dass das Meer zwar wunderschön, aber es zu Hause im Glitzerwald am Allerschönsten ist.
Vielstimmig gelesen und gesungen von Sabine Bohlmann 

Quelle: cbj audio

Rezension: 

Den ersten Band von Gloria Glühwürmchen fand ich ja wirklich ganz zauberhaft, daher war meine Freude groß gewesen, als ich gesehen hatte, dass es auch einen zweiten Band geben würde. Auch bei diesem habe ich mich wieder für das Hörbuch entschieden, da diese wundervollen Gutenachtgeschichten richtig schön von Sabine Bohlmann vorgelesen werden. Sobald das Hörbuch bei mir eintraf, habe ich meinen CD-Player angeworfen, mich aufs Sofa gekuschelt und Glorias neuen Erzählungen ganz gebannt gelauscht.

In diesem schönen Hörbuch erwarten uns viele neue tolle Abenteuer mit dem liebenswerten Glühwurmmädchen Gloria aus dem Glitzerwald. Zusammen mit ihr und ihrer besten Freundin Lilly Belle, der Libelle, erlebt man hier eine wunderbare Nacht der anderen und geht sogar groß mit den beiden Freundinnen auf Reisen. So dürfen wir Gloria in ihren ersten Geschichten auf ihrer Suche nach den verirrten Nachtigallenkindern begleiten, nehmen zusammen mit ihr an dem jährlichen Glühwettbewerb teil und trainieren ganz fleißig mit ihr das Fliegen. Gloria möchte sich nämlich ihren größten Wunsch erfüllen: Sie möchte endlich mal das Meer sehen! Schließlich ist die kleine Gloria so weit. Sie füllt sich der langen Reise bis ans Meer gewachsen. Zusammen mit Lilly Belle und ihrem Opa Guido treten sie die spannende Flugreise an. Doch am Meer angekommen, bekommt das kleine Glühwürmchen plötzlich Heimweh. So toll das Meer auch ist, zu Hause in ihrem Glitzerwald, wo ihre Familie und ihre ganzen Freunde leben, ist es doch am Allerschönsten!

Der zweite Band von Gloria Glühwürmchen ist genauso wunderschön wie der erste. Jede Menge neue ganz bezaubernde Abenteuer dürfen wir hier als Zuhörer mit der lieben kleinen Gloria erleben, die nicht nur sehr herzerwärmend sind, sondern zum Teil auch recht spannend und aufregend. Da es sich hier aber um Gutenachtgeschichten für Kinder ab 5 Jahren handelt, hält sich die Spannung natürlich in Grenzen und ist sehr kindgerecht.

Man kann problemlos mit diesem Hörbuch starten und muss nicht den ersten Band dafür kennen. Gloria stellt sich und ihre Familie am Anfang kurz vor und erzählt auch alles Wichtige zum Glitzerwald.
Nach dieser kleinen Vorstellung geht es dann los mit den Geschichten. Die Geschichten gehen maximal 20 Minuten, die aber immer auf mehrere Tracks verteilt worden sind. Die Länge der einzelnen Tracks ist wirklich optimal. Man kann ohne Probleme zwischendurch unterbrechen und hat dann keine Schwierigkeiten, wieder in das Hörbuch einzusteigen.

Die ersten Geschichten handeln von Abenteuern, die die kleine Gloria im Glitzerwald erlebt. Diese vermitteln tolle Werte wie Freundschaft, Selbstbewusstsein und Hilfsbereitschaft. Dieser Punkt hatte mir ja bereits im ersten Band so gut gefallen. Gloria ist wirklich ein ganz besonders hilfsbereites Glühwürmchen. Sie hilft ihren Freunden in Not immer so gut sie nur kann und ist immer bereit, für diese zu leuchten, auch wenn dies manchmal eine große Anstrengung für sie bedeutet. Glühen kann Gloria eigentlich schon ganz prima, nur ist das Glühen und das Fliegen gleichzeitig nicht ganz einfach. Das Fliegen muss Gloria erst noch richtig lernen. Eigentlich können ja nur die männlichen Glühwürmchen fliegen, Gloria ist es aber im ersten Band gelungen, diese Fähigkeit zu erlernen, worauf sie auch sehr stolz ist.

Da Glorias Flugkünste immer besser werden und sie sogar an dem jährlichen Flugwettbewerb teilnimmt, fühlt sich das Glühwurmmädchen bereit dazu, sich ihren größten Herzenswunsch zu erfüllen: Sie möchte so gerne einmal das Meer sehen! Ihr Opa Guido hat es bereits gesehen und er erklärt sich einverstanden, mit Gloria diese weite Reise anzutreten. Natürlich ist auch Glorias Freundin Lilly Belle mit von der Partie! Die abenteuerliche Reise zum Meer ist mit Abstand die längste Geschichte und nimmt den größten Teil der zweiten CD ein.
Was mir an dieser besonders gut gefallen hat, waren Glorias Gedanken über ihre Familie und ihr Zuhause. Am Meer angekommen, merkt Gloria, wie sehr sie doch ihren Bruder und ihre Eltern vermisst und dass es zu Hause doch am Allerschönsten ist. Diese Erkenntnis habe ich als richtig herzerwärmend empfunden.

Zum Einschlafen eignet sich dieses schöne Hörbuch perfekt! Es handelt sich hier auch nicht nur um eine reine Lesung. Es viele Geräusche im Hintergrund und auch gesungen wird hier sehr oft, sodass Glorias Abenteuer wunderbar atmosphärisch und lebendig sind. Vorgelesen wird dieser zauberhafte Hörspaß erstklassig von Sabine Bohlmann. Einigen wird ihre Stimme wohl als die Lisa Simpsons bekannt sein, aus der Serie „Die Simpsons“. Ich bin ja immer wieder aufs Neue erstaunt, wie jung Sabine Bohlmann ihre Stimme klingen lassen kann. Ein wahres Stimmtalent! Nicht nur, dass sie genau richtig geeignet ist für die kleine Gloria, auch kann sie ihre Stimme sehr gekonnt verstellen, sodass man die einzelnen Figuren sehr gut voneinander unterscheiden kann.
Auch singen kann Sabine Bohlmann mit Glorias Stimme richtig toll! Ich warne aber vor: Glorias Lied ist der reinste Ohrwurm, ich habe ihn ja noch Tage später ständig vor mich hingesummt. Im Booklet findet man sogar den Liedtext. Diese Idee finde super, so können Kinder, wenn sie mögen, fröhlich mit Gloria mitsingen und ihre Eltern mal ein bisschen ärgern. ;-) Das Lied hat wirklich Ohrwurmqualität!

Auch ganz toll finde die Leucht-Sticker, die es zum Hörbuch dazu gibt. Diese zeigen Gloria und ihren Bruder Gustav und beide sehen sie super niedlich aus.

Ich kann auch das zweite Hörbuch von Gloria Glühwürmchen wärmstens empfehlen! Für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren ist es prima geeignet. Ob zum Einschlafen oder auch tagsüber, hier macht das Zuhören richtig viel Spaß. Auch Erwachsenen kann die Gutenachtgeschichten von Gloria Glühwürmchen sehr ans Herz legen. Sie sind herzerwärmend, herrlich fantasievoll und haben eine sehr schöne beruhigende Wirkung. Mein Hörvergnügen war hier perfekt und ich hoffe ja sehr, dass es noch viele weitere so zauberhafte Geschichten mit dem kleinen Glühwürmchen Gloria geben wird!

Fazit: Zauberhaft, herzerwärmend und einfach nur schön! Bei Gloria Glühwürmchens Abenteuern lässt es sich wunderbar Träumen und man hatte jede Menge Spaß beim Zuhören. Ich kann dieses Hörbuch sehr empfehlen und gebe diesem gerne volle 5 von 5 Leuchtsternen!




Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbj audio Verlag, die mir dieses bezaubernde Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Mittwoch, 27. September 2017

[Rezension] Luzifer Junior - Ein teuflisch gutes Team (Bd. 2) von Jochen Till

Hardcover
Mit Illustrationen von Raimund Frey
Ab 10 Jahren
224 Seiten
ISBN: 978-3-7855-8637-2
Erschienen: 18.09.2017

Klappentext:

Luzifer junior ist gerade von seinen Ferien in der Hölle nach Sankt Fidibus zurückgekehrt, da erwartet ihn schon wieder jede Menge Ärger. Wieso sind die Rugby-Spieler der Dorfschule so sauer auf die Internatsschüler? Und wieso verhält sich seine beste Freundin Lilly so merkwürdig? Luzie geht den Dingen auf den Grund und schmiedet einen Plan: Und der muss einfach teuflisch gut sein!

Quelle: Loewe Verlag


Rezension:

Nachdem mir der erste Band von Luzifer Junior einen teuflisch guten Lesespaß beschert hatte, stand der zweite Teil ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Meine Vorfreude auf dieses Buch war groß und sobald ich es in Händen hielt, habe ich ganz gespannt mit dem Lesen begonnen.

Die Ferien sind rum und für Luzifer heißt es wieder ab nach oben und dem unten erst einmal wieder den Rücken zukehren. Groß traurig ist der Höllensohn darüber nicht, denn seitdem er weiß, wie cool es auf Erde ist und wie viel besser das Essen (Schokolade!), zieht es ihn gar nicht mehr so sehr in die Hölle. Nachdem ihm da kurz vor seiner Abreise auch noch ein dummer Fehler unterlaufen ist, freut er sich nur noch mehr auf das Internat Sankt Fidibus und seine neuen Freunde. Doch gerade erst oben angekommen, erwartet Luzifer schon wieder jede Menge Ärger. Die Schüler aus der Dorfschule haben einen Hass auf die Internatsschüler und piesacken diese wie es ihnen gerade passt. Woher kommt nur diese Wut? Und wieso verhält sich auf einmal Luzifers Freundin Lilly so merkwürdig? Und was ja auch noch auf Luzifers Liste steht: Dringend herausfinden, wer der Spion seines Vater ist! Luzifer Junior hat da einiges zu bewältigen, es muss also schleunigst ein teuflisch guter Plan geschmiedet werden!

Auch der zweite Band hat mir höllisch geniale Lesestunden beschert und konnte meine Erwartungen komplett erfüllen! Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen und bin ehrlich gesagt ziemlich traurig, dass ich es so schnell durch hatte und es nun wieder warten heißt. Da der zweite Band aber sehr offen endet, können wir auf jeden Fall davon ausgehen, dass es noch mindestens einen weiteren Band geben wird, hurra!

Wie bereits im ersten Band ist auch dieser Teil irre witzig und herrlich kreativ. Ich habe mich hier beim Lesen ja immer wieder gefragt, woher der Autor Jochen Till nur diese vielen genialen Einfälle nimmt. So finde ich die Beschreibungen in der Hölle ja jedes Mal aufs Neue total klasse. Luzifers Vater ist einfach grandios, dieser hatte es mir ja schon im ersten Band angetan. Auch die vielen technischen Erfindungen, die es mittlerweile in der Hölle gibt und die der unseren auf der Erde erstaunlich ähnlich sind, konnten mich hellauf begeistern. So gibt es in der Hölle das Schrei-Phone, mit welchem sich die Höllenbewohner HellsApps schreiben. (Wirklich köstlich!) Auch die Nahrungsmittel, die in der Hölle verzehrt werden und vermutlich nicht Jedermanns Geschmack sind, sind einfach nur zum Schießen komisch. Na, Appetit auf ein paar leckere, knusprige Kakerlakenflügel? Höllisch scharf gewürzt und vom Teufel persönlich zubereitet? ;-)

Das Buch hat einfach ständig eine neue großartige Idee auf Lager und ich kam aus dem Grinsen und Schmunzeln gar nicht mehr heraus. Dazu beigetragen haben natürlich auch die super witzigen Illustrationen von Raimund Frey, von denen es nahezu auf jeder Doppelseite welche gibt. Die Bilder von Raimund Frey passen einfach perfekt zu dieser tollen Kinderbuchreihe. Ich bin ja so jemand, der selten bei den Büchern laut loslachen muss, ich grinse und schmunzle eher immer so vor mich hin. Bei diesem Buch aber habe ich doch mal den ein oder anderen Lacher loslassen müssen. Manchmal aufgrund einer sehr lustigen Textstelle, manchmal wegen einer besonders unterhaltsamen Zeichnung, manchmal aber auch aufgrund beider zusammen. Text und Bild ergänzen sich hier einfach perfekt und machen das Lesen zum reinsten Vergnügen.

Der Schreibstil von Jochen Till ist teuflisch gut und liest sich richtig angenehm. Für Kinder ab 10 Jahren ist diese Reihe wirklich prima geeignet. Die Cover werden wohl vermutlich eher Jungen ansprechen, ich kann aber auch Mädchen diese Reihe sehr ans Herz legen. Luzifer Junior ist einfach für Jedermann lesenswert, auch Erwachsene werden hier beim Lesen jede Menge Spaß haben.

Die Handlung ist durchweg unterhaltsam, temporeich und an keiner Stelle langweilig. Aus der Sicht von Luzifer dürfen hier ein neues tolles Abenteuer auf der Erde erleben und uns bei diesem köstlich amüsieren.

Neben ein paar neuen Charakteren treffen wir Leser auch wieder auf viele altbekannte Gesichter. So ist natürlich wieder Luzifers kleiner Dämon Cornibus mit von der Partie, den ich ja schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen habe! Nicht nur die Zeichnungen zu seiner richtigen Gestalt sind unheimlich niedlich, auch er selbst und seine Sprechweise sind herzallerliebst. So einen kleinen Dämon als Haustier könnte ich mir ja auch sehr gut vorstellen. Nur müsste ich da immer genug Schokolade im Haus haben, denn kleine Dämonen wie Cornibus sind total verfressen und scheinen eine besondere Vorliebe für Schokolade zu hegen.

Ebenfalls mit dabei sind auch wieder Luzifers Freunde Lilly und Aaron. Beide sind sehr liebenswerte Charaktere, die ich bereits im ersten Band richtig lieb gewonnen habe. In diesem Buch kommt es leider zum Streit zwischen Luzifer und Lilly und es stellt sich zudem heraus, dass in Lillys Adern nicht nur reines Menschenblut fließt. Ein Punkt, der die Freundschaft der beiden zu gefährden droht.
Der Autor setzt auch in diesem Band wieder sehr auf die Themen Freundschaft und Gerechtigkeit, was mir richtig gut gefallen hat und das Buch in meinen Augen nur noch grandioser macht. Der zweite Band von Luzifer Junior kann also nicht nur mit seinem tollen Humor, den wunderbaren Zeichnungen und den großartigen Einfällen punkten – er beinhaltet auch eine sehr schöne Botschaft, die Kinder nur zu deutlich zeigt, wie wichtig Freundschaft und der gerechte Umgang miteinander ist.

Ich bin total begeistert von dieser Fortsetzung und freue mich schon riesig auf den dritten Band! Da das Buch so offen endet, kann ich es wirklich kaum noch abwarten, mich mit Luzifer Junior und seinen Freunden in das nächste spannende Abenteuer zu stürzen!


Fazit: Teuflisch gut und absolut zu empfehlen! Auch der zweite Band von Luzifer Junior ist irre witzig, genau richtig spannend und herrlich fantasievoll. Illustriert wurde dieser höllisch geniale Lesespaß ganz fabelhaft von Raimund Frey, sodass das Lesen hier das reinste Vergnügen ist. Langeweile kommt an keiner Stelle auf und nach dem Beenden des Buches würde am liebsten direkt zum nächsten Band greifen. Auf den freue ich mich ja schon sehr! „Ein teuflisch gutes Team“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!






[Aktion] Cover Theme Day #6


Dies ist eine Aktion der lieben Charleen, bei der ich jeden Mittwoch immer sehr gerne mitmache. Aufgabe hier ist es, zu einem Thema ein Buchcover zu zeigen. Dabei kann auf anderen Blogs auf viele neue Bücher stoßen, die man vorher vielleicht noch nie bewusst gesehen hatte. Wenn ihr gerne wissen möchtet, welche Themen in der nächsten Zeit noch so kommen werden, dann klickt hier.



Das Thema dieser Woche ist: „Zeige ein blaues Cover“


Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
Quelle: Amazon

Ich habe mal ein Buch gewählt, welches wohl jeder kennt. Ob nur vom Sehen her oder auch gelesen, Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist wohl jedem Bücherwurm ein Begriff. Da es dazu mittlerweile auch einen Film gibt, ist der Roman von John Green nur noch bekannter geworden.
Ich bin ja ein riesiger Fan von John Greens Büchern! Ich kenne sie alle und alle haben sie mir richtig gut gefallen! Das Schicksal ist ein mieser Verräter zählt eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern von ihm. Dazu habe ich mir sogar die Verfilmung angesehen, obwohl ich Buchverfilmungen nicht so gerne mag und mir nur die wenigsten ansehe. Hier aber finde ich die Filmumsetzung sehr gelungen und ich kann den Film jedem wärmstens empfehlen. Und das Buch natürlich auch, dieses sollte man wirklich gelesen haben!
Kennt ihr das Buch? Oder andere Werke von John Green? Wenn ja, wie findet ihr seine Bücher?

Dienstag, 26. September 2017

[Rezension] Unsere verlorenen Herzen von Krystal Sutherland

Ab 14 Jahren
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16497-6
Erschienen: 25.09.2017

Klappentext:

Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen ...

Quelle: cbt Verlag

Rezension:

Hier haben Cover und Klappentext sofort meine Neugier geweckt. Ich lese ja unheimlich gerne Liebesromane für Teenies und als mir der Debütroman von Krystal Sutherland das erste Mal im Internet begegnet ist, wusste ich einfach sofort, dass mich dieses Buch begeistern wird!

Der 17-järhige Henry war noch nie richtig verliebt. Im Gegensatz zu seinen zwei besten Freunden Lola und Murray, die sich ständig ver- und wieder entlieben, hat Henry noch nie die für die Liebe so typischen Herzklopfen und Gefühle gehabt. Dann aber kommt das Mädchen Grace Town neu an seine Schule. Grace ist anders als normale Mädchen. Sie trägt nur schlabbrige Jungsklamotten, geht aufgrund ihrer Beinverletzung am Stock und hat scheinbar eine zerbrochene Seele. Henry ist von diesem zerbrechlich wirkenden Mädchen ganz fasziniert und seit der ersten Begegnung geht ihm Grace nicht mehr aus dem Kopf. Er muss pausenlos an sie denken, verbringt immer mehr Zeit ihr und merkt erst recht spät, dass er sich tatsächlich das erste Mal verliebt hat. Grace aber ist immerzu auf Abstand. Schließlich kommt es doch zum ersten Kuss zwischen den beiden und Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendetwas scheint zwischen ihnen zu stehen. Henry versucht, hinter das Geheimnis der mysteriösen Grace Town zu kommen...


Ich hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt. Unsere verlorenen Herzen von Krystal Sutherland konnte mich komplett überzeugen und hat mir herrliche Lesestunden beschert. Hier ist der Autorin wirklich ein ganz wundervoller Debütroman gelungen.

Obwohl das Buch recht ernste Themen behandelt wie Verlust, Trauer und Schmerz, liest sich Henrys Geschichte richtig witzig und ich bin sehr oft ins Schmunzeln geraten.
Krystal Sutherland hat einen tollen Schreibstil, der flüssig, leicht und humorvoll ist, wodurch sich das Buch sehr angenehm lesen lässt.
Wir erfahren alles aus der Sicht von Henry, der gerade in seinem Abschlussjahrgang ist und sich so langsam Gedanken um das College machen muss. Schule wird aber relativ nebensächlich für ihn, als er dem Mädchen Grace begegnet. Er fühlt sich sofort wie magisch von ihr angezogen und ihre Zerbrechlichkeit macht sie in seinen Augen auch nur noch schöner.

Henry war mir auf Anhieb super sympathisch. Er ist witzig und wirkt absolut authentisch. Wie eigentlich alle Charaktere in diesem Buch. In meinen Augen hat dieses nichts Klischeehaftes an sich. Mich persönlich stören Klischees ja nie und ich hatte eigentlich damit gerechnet, es hier mit welchen zu tun bekommen. Ich musste beim Lesen dann aber feststellen, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist, eine sehr emotionale und völlig klischeefreie Liebesgeschichte zu schreiben, die es so noch nicht gab. Ich stelle es mir ja mittlerweile recht schwierig vor, in dem Genre Liebesroman noch etwas wirklich Neues und Einfallsreiches zu schreiben, einfach, weil es gerade in diesem schon so viel gibt. Krystal Sutherland aber ist dies gelungen. Zumindest empfinde ich ihr Erstlingswerk als etwas ganz Besonderes und Einzigartiges.

Mich hat das Buch sehr berührt. Grace wird sehr unnahbar und seelisch zerrüttet dargestellt. Nicht nur ihr Äußeres macht auf den ersten Blick deutlich, dass dieses Mädchen etwas Schlimmes erlebt haben muss, auch ihr Verhalten zeigt, dass Grace psychisch nicht stabil ist.
Mir war Grace ja nicht so wirklich sympathisch. Ich wusste zwar von Anfang an, dass sie mit einem furchtbaren Erlebnis zu kämpfen hat, dennoch wurde ich mit ihr einfach nicht so richtig warm. Dies hat mich beim Lesen aber nicht gestört, im Gegenteil. Gerade den Charakter von Grace habe ich als sehr realistisch empfunden und dieser ist es auch, der das Buch so besonders macht.

Henry dagegen habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen, wie auch seine beiden besten Freunde Lola und Murray. Die Freundschaft der drei wird richtig schön und unterhaltsam beschrieben, mich haben ihre täglichen Treffen bei Henry zu Hause ja immer sehr zum Schmunzeln gebracht.
Die Charaktere hat die Autorin wirklich ganz toll ausgearbeitet. Nicht nur Grace, Henry und dessen Freunde, auch Henrys Eltern und dessen Schwester haben mir sehr gut gefallen.
In meinen Augen wird hier nichts übertrieben dargestellt. Der Schreibstil ist zwar etwas flappsig, aber das gehört einfach zu einer guten Teenie-Lovestory dazu, wie ich finde. Besonders gut gelungen fand ich die Chatgespräche zwischen Henry und Grace, die sich sehr unterhaltsam lesen lassen. Auch dass die beiden über Filme, Musik und Bücher sprechen und dabei Titel erwähnen, die auch ich sehr gut kenne, hat mir richtig gut gefallen. So etwas liebe ich ja generell in Büchern, wenn Dinge erwähnt werden, die ich selbst kenne und liebe.

Das Buch erzählt eine sehr gefühlvolle Geschichte über die erste große Liebe. Mich hat sie berührt und auch sehr zum Nachdenken angeregt. Durch den netten Humor kamen auch die Lacher bei mir nicht zu kurz, sodass mich das Buch in mehreren Punkten hellauf begeistern konnte. Besonders das Ende ist meiner Meinung nach grandios. Es passt perfekt zu dieser schönen Geschichte und rundet diese perfekt ab.

Unsere verlorenen Herzen ist ein Buch, welches mich vollkommen überzeugen konnte und welches ich jedem wärmstens empfehlen. Der Autorin ist es ausgezeichnet gelungen, ernste Themen humorvoll zu verpacken und daraus ein bewegendes und wunderschönes Gesamtpaket zu machen, welches man zurecht als eine Liebesgeschichte bezeichnen kann. Ich kann das Buch auch erwachsenen Lesern sehr ans Herz legen und ich hoffe ja sehr, dass wir noch einige weitere so schöne Bücher von der Autorin zu lesen bekommen werden.

Fazit: Bewegend, humorvoll, wunderschön! Unsere verlorenen Herzen erzählt eine ganz besondere Liebesgeschichte über zwei Jugendliche, die mich sehr bewegt, zum Lachen gebracht und nachdenklich gestimmt hat. Ich habe hier nichts als überzogen oder klischeehaft empfunden und kann das Buch absolut empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!



Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag, die mir dieses wunderschöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Montag, 25. September 2017

[Rezension] Pandora und der phänomenale Mr Philby von Sabine Ludwig

Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7915-0060-7
Erscheinungstermin: 25.09.2017

Klappentext:

Cornwall Krimi! Endlich Ferien, und Pandora kann zurück in ihr geliebtes Hotel an der Küste Cornwalls. Leider steht es gar nicht gut um ihr Zuhause: In diesem Sommer gibt es kaum Gäste und einer davon ist auch noch sehr speziell: Phinnaeus Philby, der vorgibt, Maler und auf der Suche nach einem bestimmten Motiv zu sein. Doch was sucht er wirklich? Etwa den Schatz von Camelot? Eines Morgens liegt ein Toter am Rand der Klippen und Pandora und ihre Freunde Zack und Ashley geraten in große Gefahr. Rettung kommt in letzter Minute von völlig unerwarteter Seite. Und der phänomenale Mr Philby tappt in eine ganz besondere Falle.

Hochspannend, turbulent und very british: Der neue Geniestreich von Bestsellerautorin Sabine Ludwig bietet viel schwarzen Humor und liebenswert schräge Figuren.

Quelle: Dressler Verlag

Rezension:

Als großer Fan von Sabine Ludwigs Büchern war ihr neuer Kinderroman ein absolutes Muss für mich gewesen! Ich glaube, ich kenne so gut wie alle ihre Bücher und bisher gab es da auch noch keines, welches mir nicht gefallen hatte. „Pandora und der phänomenale Mr Philby“ hatte sofort meine Neugier geweckt. Ein Cornwell Krimi für Kids, da musste ich ja sofort an die Fünf Freunde denken, die ich seit meiner Kindheit total klasse finde! Ein Kinderkrimi, der in England spielt und von Sabine Ludwig geschrieben wurde – dieses Buch musste ich einfach unbedingt lesen!


Endlich Ferien! Pandora freut sich schon sehr auf die Zeit in ihrem geliebten Hotel an der malerischen Küste Cornwells. Nur leider läuft das Hotel gerade gar nicht gut: Das Gebäude ist heruntergekommen, die Spülmaschine hat ihren Geist aufgegeben, Abendessen wird schon länger nicht mehr angeboten und auch an Personal mangelt es. Kein Wunder, dass da die Gäste ausbleiben und so noch weniger Geld in die Kasse kommt. Pandora versucht ihre Mutter so gut es geht zu unterstützen, nur ist diese langsam am Ende ihrer Kräfte. Dann aber kommt ein neuer Gast ins Hotel, der ziemlich speziell ist und dessen Besuch alles verändern wird. Der Name des Mannes ist Phinnaeus Philby und er gibt vor, Maler zu sein. Angeblich sei auf der Suche nach einem ganz bestimmten Motiv, doch Pandora glaubt diesem Mr Philby nicht. Er verhält sich höchst verdächtig und nachdem Pandora seine Bilder gesehen hat, ist sie sehr am Zweifeln, ob er tatsächlich Maler ist. Was aber sucht er wirklich? Als dann ein Mord geschieht, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Pandora und ihre beiden Freunde Zack und Ashley versuchen das Geheimnis von Mr Philby zu lösen und geraten dabei in große Gefahr…


Meine Erwartungen wurden hier komplett erfüllt! Mir hat das neue Buch von Sabine Ludwig richtig gut gefallen und ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen.
Normalerweise sind die Bücher von Sabine Ludwig ja ziemlich skurril und witzig. Natürlich bekommen wir es auch hier wieder mit dem von mir so geliebten Sabine Ludwig Humor zu tun und auch an kreativen Ideen mangelt es hier nicht – allerdings hat die Autorin in ihrem neuen Buch eindeutig mehr Wert auf die Spannung gelegt.
Selbst ich als Erwachsene habe zum Ende hin richtig mitgefiebert und mochte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin, was auch sehr an dem wunderbar flüssigem Schreibstil der Autorin gelegen hat. Sabine Ludwig kann schon toll schreiben; ihre Bücher lesen sich immer richtig angenehm und locker leicht.
Für Kinder ab 10 Jahren, die gerne spannende Detektiv- und Abenteuergeschichten lesen, ist dieses Buch genau das Richtige! Da unsere Protagonisten weiblich und männlich sind, eignet sich dieser nette Kinderkrimi auch prima für Jungen und Mädchen.


Witzig fand ich ja, dass mein Vergleich mit den Fünf Freunden eigentlich gar nicht so verkehrt war. Pandora, Zack und Ashley sind zwar nur zu dritt und haben auch keinen Hund, dennoch würde ich das Buch schon ein bisschen als eine moderne und etwas andere Fassung von den Fünf Freunden von Enid Blyton bezeichnen. Die Kinder sprechen sogar selbst über diese Buchreihe und vergleichen sich mit den Fünf Freunden. Da ich wirklich von Kindheit an ein totaler Fan dieser Reihe bin und mir auch heute noch jedes neue Hörspiel kaufe, hat es mich natürlich besonders gefreut, dass mich dieses Buch immer wieder an die Fünf Freunde erinnert hat.


Die Charaktere haben mir allesamt super gut gefallen. Die Hauptprotagonistin ist das Mädchen Pandora, die in der Woche auf einem Internat ist und nur die Wochenenden und Ferien zu Hause bei ihrer Mutter verbringt. Diese leitet ein Hotel, in welchem die beiden auch wohnen. Seit dem Tod von Pandoras Vater geht es mit dem Hotel leider bergab und Pandoras Mutter Myrtle denkt daran, das Hotel zu verkaufen. Gäste kommen leider so gut wie gar keine mehr. Dann aber taucht der seltsame Mann Mr Philby auf. Pandora kann ihn von Anfang an nicht leiden und findet ihn höchst seltsam. Auch ihre beiden Freunde Zack und Ashley teilen ihr Misstrauen.
Zack ist schon seit Ewigkeiten Pandoras bester Freund. Er lebt ebenfalls in dem kleinen Küstendorf und ist ständig in Bewegung. Zack habe ich ja wirklich sofort fest in mein Herz geschlossen. Ich liebe einfach seine aufgeweckte und quirrlige Art. Pandora war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch, auch wenn ich sie stellenweise als etwas launisch empfunden habe. Da sie sich aber Sorgen um das Hotel und somit um ihr Zuhause macht, ist dieses Verhalten natürlich nachzuvollziehen.
Ashley, der dritte im Bunde, ist der Enkel einer alten Freundin von Pandoras Mutter und verbringt seine Ferien im Hotel, da seine Eltern in Afrika unterwegs sind und seine Großmutter auf Kreuzfahrt. Auch Ashley mochte ich auf Anhieb. Bei allen drei Kindern hat die Autorin richtig liebenswerte Charaktere geschaffen, die man einfach gern haben muss.
Pandora konnte Ashley ja anfangs nicht so wirklich leiden und hat den Jungen als ziemlich nervig empfunden. Dann aber freunden sich die beiden immer mehr an und auch Zack versteht sich schließlich super mit Ashley.
Ihre gute Freundschaft und ihr bewundernswerter Zusammenhalt wird durch ihr aufregendes Abenteuer dann auch noch enger und besser. Dieser Sommer ist wohl mit Abstand der spannendste, den die drei Kinder je erlebt haben. Ihr Verdacht gegenüber diesem äußerst merkwürdigen Mr Philby war auf jeden Fall nicht verkehrt. Nur begeben sie sich bei ihrer Recherche in wirklich große Gefahr, denn mit Mr Philby ist überhaupt nicht zu spaßen.


Da es sich hier aber um ein Kinderbuch handelt, ist die Spannung natürlich altersgerecht und wird auch durch die amüsanten Einfälle der Autorin herrlich aufgelockert. Das Buch ist zwar nicht so humorvoll wie es viele ihrer Bücher sonst sind, dennoch sind auch hier so einige sehr unterhaltsame Szenen und lauter schräge Charaktere, die mich sehr zum Schmunzeln gebracht haben. 


Was ich auch noch unbedingt erwähnen und loben möchte, sind die Zeichnungen an den Kapitelanfängen. So wurden diese nicht von Sabine Wilharm gezeichnet, die das Cover gemalt hat, sondern sie stammen von der Autorin persönlich. Ich weiß ja, dass die Tochter der Autorin malerisch sehr begabt ist, was sie in Sabine Ludwigs Buch „Schwarze Häuser“ gezeigt hat. Nun weiß ich also, woher sie ihr Talent hat. Auch Sabine Ludwig kann richtig toll zeichnen, zumindest mir haben ihre kleinen Bildchen sehr gut gefallen.


Fazit: Spannend, humorvoll und mitreißend! Sabine Ludwigs Cornwell Krimi ist absolut zu empfehlen und wird nicht nur Kinder hellauf begeistern. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann „Pandora und der phänomenale Mr Philby“ ganz besonders Enid Blyton Fans sehr ans Herz legen. Ich habe an dem Buch überhaupt nichts zu bemängeln und es erhält von mir volle 5 von 5 phänomenalen Sternen!




Vielen Dank an den Dressler Verlag, der mir dieses tolle Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!