Dienstag, 26. Dezember 2017

[Rezension] Flätscher 3 - Mit Spürnase und Stinkkanone von Antje Szillat


Flexcover
Mit farbigen Illustrationen von Jan Birck
Ab 8 Jahren
136 Seiten 
ISBN: 978-3-423-76194-9
Erschienen: 08.12.2017

Klappentext:
Flätscher, das coolste Stinktier der Stadt, steht vor einem neuen Rätsel: Wie kommt nur der alte Koffer in seine erstklassige Hinterhof- Detektei? Abgewetztes schwarzes Leder, die Nähte ausgefranst und das silberne Schloss angerostet und kaum zu öffnen. Aber dann der Inhalt: edle Pfeife, exquisite Lupe, geschmackvoll karierte Mütze. Wenn das nicht der Koffer von Sherlock Holmes, dem größten Ermittler aller Zeiten, ist. Nur ist weit und breit niemand zu sehen. Flätscher bewahrt einen kühlen Kopf und hebt seine berühmte Spürnase, denn irgendwas ist hier gehörig faul.
 
Quelle: dtv

Sonntag, 24. Dezember 2017

[Rezension] Ein Rentier kommt selten allein von Friedbert Stohner

Hörbuch, 2 CDs
Sprecher: Peter Kaempfe
Laufzeit: ca. 145 Minuten
ISBN: 978-3-86737-279-4
Ab 8 Jahren
Erschienen: 31.10.2017

Klappentext:
Es beginnt alles am ersten Weihnachtstag. Da klingelt es bei Wetekamps und draußen steht der Weihnachtsmann. Er solle jetzt ein Jahr lang hier wohnen, sagt er, das hätten die Herrschaften im himmlischen Weihnachtsamt so bestimmt, und nein, machen könne man dagegen nichts, sonst gebe es nächstes Jahr auf der ganzen Welt keine Weihnachtsgeschenke. Von da an ist ein Jahr lang nichts mehr, wie es war: Im Garten grasen Rentiere, in der Garage ist der große Schlitten versteckt, und bald tauchen die Helfer des Weihnachtsmanns auf: nachtaktive Wichtel ...

Freitag, 22. Dezember 2017

[Rezension] THE AMATEURS - Wenn drei sich streiten (Bd. 2) von Sara Shepard


Ab 14 Jahren
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-570-31131-8
Erschienen: 11.12.2017

Klappentext:
Aerin, Seneca und Maddox stehen immer noch unter Schock: Ausgerechnet Brett ist der Mörder von Aerins Schwester Helen. Brett, dem sie vertraut haben. Der ihre Geheimnisse kennt. Der sie auf die Spur von anderen Fällen gesetzt hat. Kann es sein, dass Brett auch etwas mit dem Tod von Senecas Mutter zu tun hatte? Mit dem Mord an Maddox‘ Freundin? Und wer ist »Brett« überhaupt? Fieberhaft versuchen die drei Freunde, seine wahre Identität zu entlarven, sein nächstes Opfer zu erahnen und weitere Morde zu verhindern. Doch Brett ist ihnen immer einen Schritt voraus…

Quelle: cbt Verlag

Donnerstag, 21. Dezember 2017

[Rezension] A Christmas Carol - Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens

Orchester Hörspiel
Erzähler: Jens Wawcrzeck
Ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 58 Minuten
ISBN: 978-3-942175-27-2
Erschienen: 01.01.2012

Klappentext:

Dem hartherzigen Mr. Scrooge sind Mitgefühl und Nächstenliebe fremd. Auch mit Weihnachten kann er nichts anfangen. Für den alten Geizkragen ist das Fest nichts weiter als eine einzige Verschwendung von Zeit und Geld. Da erscheint ihm eines Nachts der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Kompagnons Jacob Marley. Marley will seinen ehemaligen Partner vor einem schrecklichen Schicksal bewahren und ihn mithilfe dreier Geister zu einem besseren Menschen machen.

Quelle: headroom Verlag

Rezension:


Von „A Christmal Carol“ von Charles Dickens besitze ich mittlerweile viele schöne Hörspiel- und Hörbuchfassungen. Dieses wundervolle Stück aus dem Headroom Verlag fehlte noch in meiner Sammlung. Nachdem ich es nun gehört habe, frage ich mich, wie es sein kann, dass ich erst jetzt auf dieses großartige Hörspiel gestoßen bin! Erschienen ist es bereits im Jahr 2012, da habe ich mir also gute 5 Jahre ein tolles Hörerlebnis entgehen lassen.

Zum Inhalt muss ich eigentlich nicht groß was sagen, oder? Die meisten von euch werden hoffentlich diesen schönen Weihnachtsklassiker kennen.
In diesem geht es um den geizigen und hartherzigen Ebenizer Scrooge. Er ist der Meinung, dass Weihnachten Zeit- und Geldverschwendung sei und bezeichnet dieses schöne Fest als „Humbug“. Mit der Hilfe von drei Geistern aber gelingt es Mr Scrooge, seine Liebe für Weihnachten wiederzufinden und zu einem besseren Menschen zu werden.

Wie bereits erwähnt, kenne ich viele schöne Versionen von Charles Dickens Weihnachtsklassiker. Dass ich auf dieses wundervolle Werk aus dem Headroom Verlag erst so spät gestoßen bin, ist mir immer noch unbegreiflich. Dieses geniale Orchesterhörspiel ist in meinen Augen eine der besten Hörspielumsetzungen von „A Christmal Carol“ und ich kann es absolut empfehlen!

Mich hatte das Hörspiel anfangs hauptsächlich wegen des Erzählers gereizt, bei welchem es sich um Jens Wawcrzeck handelt. Den meisten wird er wohl als der Peter Shaw von den Drei Fragezeichen bekannt sein. Ich höre ihn immer sehr gerne, ob nun in Hörspielen oder als Hörbuchsprecher.
Natürlich wollte ich diese Version von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte auch deswegen sehr gerne kennenlernen, weil ich mittlerweile eine kleine Sammlung mit den verschiedensten Umsetzungen besitze und diese dort auf keinen Fall fehlen durfte.

Passend zur Adventszeit habe ich dieser schönen Weihnachtsgeschichte mit Jens Wawcrzeck, Wolf-Dietrich Sprenger, Matthias Keller, Sonja Stein und Marion Elskis gelauscht und, dem eigentlichen Star in diesem Hörspiel, der Musik!

Die Musik wurde von Hendrik Albrecht komponiert und von der NDR Radiophilharmonie gespielt. Dieser großartige „musikalische Weihnachtspunsch“, welcher einen hier geboten wird, wird ganz sicher jeden hellauf begeistern und perfekt in Weihnachtsstimmung bringen.

Bei mir läuft die CD gerade rauf und runter. Da das Hörspiel ca. 58 Minuten lang ist, hat man es recht schnell durchgehört und kann es dann wie ich machen: Einfach erneut auf Play drücken und den grandiosen Sprechern und der absolut zauberhaften Musik aufs Neue lauschen.

Im Innenteil der aufklappbaren Hülle befindet sich auch noch ein schönes Booklet, in welchem uns Hendrik Albrecht verrät, welche bekannten Weihnachtslieder er in seiner Musik versteckt hat. Ob „O Tannenbaum“ oder „Stille Nacht“, auf irgendeine Weise haben sich diese schönen Lieder in die Orchestermusik eingeschlichen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ganz besonders Kinder einen großen Spaß daran haben werden, ganz genau hinzuhören und die versteckten Lieder zu finden. Auf der Homepage des Verlages findet man übrigens auch die Auflösung dieses tollen Liederrätsels! 

Fazit: Absolut grandios und traumhaft schön! Was ist mir da Schönes in den letzten fünf Jahren entgangen. Diese großartige Hörspielversion von Charles Dickens Weihnachtsklassiker ist eine der besten, die ich je gehört habe und ich kann sie absolut empfehlen! Hier ist einfach alles rundum perfekt: Hervorragende Sprecher, tolle Dialoge und eine wunderbar weihnachtliche Orchestermusik. All dies zusammen liefert einem einen einzigartiges Hörerlebnis. Es gibt übrigens noch weitere Titel aus der „Mit Pauken und Trompeten“-Reihe aus dem Headroom Verlag. Diese werde ich mir nun noch einmal näher anschauen. Nach dieser gelungen Version bin ich auf weitere solch schöne Orchesterhörspiele schon mehr als gespannt. Diese wundervolle Version von „A Christmal Carol“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!





Vielen Dank an den Headroom Verlag, der mir dieses wunderschöne Hörspiel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Mittwoch, 20. Dezember 2017

[Blogger-Adventskalender] 20. Türchen - Eine kleine Weihnachtsgeschichte von mir





Ich habe für das heutige Türchen eine kleine Weihnachtsgeschichte für euch geschrieben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :-)



Fröhliche Weihnachten, Pfeffernuss!



Es war einmal eine kleine Maus namens Pfeffernuss. Diese lebte seit kurzem in der Küche der Familie Hansen. Gut versteckt hinter dem Küchenschrank befand sich das Mauseloch, welches zu der gemütlichen kleinen Behausung von Pfeffernuss führte. Dort befand er sich auch am Anfang dieser kleinen Geschichte. Gerade nagte er an einem alten Stück Käse, welches er heute zu seiner großen Freude unter dem Küchentisch gefunden hatte. Wirklich lecker sah das Stück zwar nicht mehr aus, aber Pfeffernuss war rundum zufrieden mit seinem Fund.
Gerade wollte er seine kleinen Zähnchen erneut in den Käse vergraben, bei welchem es sich übrigens um einen herzhaften Emmentaler handelte, da nahm das feine Näschen von Pfeffernuss einen fremden und absolut himmlischen Geruch wahr. Dieser war so wundervoll, dass Pfeffernuss sogar seinen geliebten Käse vergaß und geschwind zum Mauseloch flitzte. Neugierig streckte er seinen Kopf ins Freie und schnupperte. Hmm, was roch das köstlich! Nur was verströmte diesen herrlichen Duft? Von seinem Loch aus sah Pfeffernuss, wie die Füße der Hausbewohner eilig hin und her liefen. Sich vorzuwagen traute sich die kleine Maus daher nicht. Pfeffernuss beschloss zu warten.
Gerade als er begann, unruhig zu werden, hörte er die Stimme von Frau Hansen: „Tom, genug genascht, es gibt doch bald Abendessen! Und du hast dich ja noch gar nicht umgezogen! Das wird aber mal Zeit, junger Mann, Oma kommt doch gleich!“ 
„Ist gut“, hörte Pfeffernuss die Stimme des Jungen. Schritte waren zu hören, dann war es still. Vorsichtig lugte Pfeffernuss unter dem Küchenschrank hervor. Niemand zu sehen. Na endlich!
Flink huschte die kleine Maus zum Küchentisch, von welchem dieser wundervolle Geruch herkam. Rasch das Stuhlbein emporgeklettert, dann war es geschafft. Und Pfeffernuss sah, was da so lecker duftete...nur was das war, dass wusste er nicht.
Da waren braune Gebäckteilchen in Form von Sternen. Und kleine Würfel in einem noch dunkleren Braunton. Daneben lagen runde dünne Scheiben, die mit bunten Streuseln überseht waren. Auf einem großen Teller befand sich etwas in Brotform, welches mit etwas weißen bestäubt war. Und was war denn das daneben, diese komischen bogenförmigen hellen Dinger?
Pfeffernuss kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Egal, was dass alles auch sein mochte, es duftete großartig!
Da sich immer noch kein Mensch blicken ließ, huschte Pfeffernuss zu den sternförmigen Teilchen, schnupperte daran, schloss genüsslich die Augen, leckte sich die Lippen und biss in eines hinein. Ohhhhh, was war das lecker! Köstlich!
Gerade wollte Pfeffernuss einen weiteren großen Bissen nehmen, da fiel ein Schatten über ihn. Erschrocken hob die kleine Maus den Kopf und blickte in das Gesicht des Jungen. Ein paar Sekunden verharrte Pfeffernuss bewegungslos, nicht mal zu atmen wagte er. Dann jedoch machte er einen Riesensatz, rutschte blitzschnell an einem Tischbein hinunter und raste zum Küchenschrank. Als er sein Mauseloch erreicht hatte und keuchend davor stehen blieb, durchfuhr es ihn mit einem Male eiskalt. Was für ein Dummkopf er doch war! Nun wusste der Junge doch, wo sich sein Zuhause befand. Wo, wenn nicht dahin, sollte er auch flüchten? Traurig ließ Pfeffernuss den Kopf hängen. Nun hieß es wohl, eine neue Behausung zu finden und die Familie Hansen zu verlassen. Eine Maus ist in Menschenhäusern kein gern gesehener Gast, bestimmt würde der Junge seinen Eltern von Pfeffernuss berichten und dann aus die Maus.
Pfeffernuss seufzte betrübt. Da vernahm er plötzlich Schritte und dann ein schabendes Geräusch. Alarmiert drehte sich die kleine Maus um. Der Junge, Tom war sein Name, wenn er sich recht erinnerte, hatte sich auf den Boden gekniet, den Kopf seitlich auf die kalten Fliesen gelegt und linste mit einem Augen zu ihm hinüber.
„Hey du, kleine Maus“, sagte er leise. „Du brauchst keine Angst zu haben. Ich wollte dich nicht erschrecken. Haben dir unsere Zimtsterne geschmeckt? Die habe ich vorhin mit Mama gebacken. Zusammen mit den Plätzchen, den Vanillekipferln, den Dominosteinen und dem Stollen. Das gibt es bei uns jedes Jahr zu Weihnachten. Total lecker! Mama sagt immer, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist und man anderen eine Freude machen soll. Auch du darfst nicht leer ausgehen, kleine Maus. Hier!“
Der Junge schob einen großen Teller in Pfeffernuss Richtung. Die Augen der kleinen Maus wurden rund wie Murmeln und das Mäusenäschen zuckte verzückt. Der Junge hatte ihm von all den leckeren Köstlichkeiten auf dem Tisch kleine Stücke auf den Teller gelegt. Pfeffernuss sah von dem Jungen zum Teller und wieder zurück. Sollte das alles für ihn sein?
Der Junge, Tom, lächelte. „Lass es dir schmecken, kleine Maus. Und keine Sorge, ich verrate dich nicht, ich schwöre! Fröhliche Weihnachten!“
Mit diesen Worte richtete er sich auf und verschwand leise summend aus der Küche. Pfeffernuss saß noch kurz ganz verblüfft neben dem randvollen Teller und konnte sich vor lauter Dankbarkeit nicht rühren. Was war dieser Tom doch für ein lieber Junge. Und was hatte er da eben gesagt? Weihnachten? Pfeffernuss wusste zwar nicht, was dieses Weihnachten war, aber er flüsterte dennoch ein leises „fröhliche Weihnachten“.

Und das wünsche ich euch auch! Fröhliche Weihnachten! :-)

Morgen öffnet sich dann das nächste Türchen bei der lieben Daniela von Buchvogel.

Dienstag, 19. Dezember 2017

[Rezension] Vier wie wir: Die rasenden Schulschnecken (Bd. 2) von Joachim Friedrich

Hörbuch, 2 CDs
Sprecher: Peter Kaempfe
Laufzeit: ca. 150 Minuten
ISBN: 978-3-86737-271-8
Ab 8 Jahren

Klappentext:

Ein Mal im Guinnessbuch der Rekorde stehen - genau das wünschen sich Mick und ihre neuen Mitschüler. Vor allem wenn am Ende noch eine Reise nach Amerika winkt! Aber ganz so einfach ist es leider nicht, einen Rekord zu finden, den noch nie jemand versucht hat. Da kommen die beiden Schulschnecken Ottilie und Waldemar gerade recht: Es wäre doch gelacht, wenn man aus ihnen nicht die schnellsten Schnecken der Welt machen könnte ...


Rezension:

Nachdem mir der erste Band der „Vier wie wir“-Reihe von Joachim Friedrich sehr gut gefallen hatte, war ich auf den zweiten Band schon sehr gespannt. Auch bei diesem habe ich mich wieder für das Hörbuch entschieden.

Mick und ihre Mitschüler wollen unbedingt im Guinnessbuch der Rekorde stehen. Sie beschließen daher, an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei welchem die Klasse mit dem besten Rekord siegt und als Preis eine Reise nach Amerika gewinnt. Anfangs sind Mick und ihre Freunde noch ganz begeistert bei der Sache, nur stellt sich dann heraus, dass es gar nicht so einfach ist, einen Rekord zu finden, den noch nie jemand versucht hat. Doch irgendwann hat die Suche zum Glück ein Ende. Denn die Schulschnecken Ottilie und Waldemar scheinen perfekt für den wohl genialsten aller Rekorde zu sein: Die Kinder wollen aus den beiden Rennschnecken machen und zwar die schnellsten der Welt! Ob ihnen das wohl gelingen wird?

Bei dieser Reihe halte ich es für sinnvoll, wenn man mit dem ersten Teil beginnt. Um die Handlung verstehen zu können, ist es zwar nicht zwingend notwendig, aber besser wäre es, wenn man die Kenntnisse aus dem ersten Band besitzt, ehe man sich ins zweite Abenteuer von Mick und ihren Freunden stürzt.

Mir hat auch der zweite Band sehr gut gefallen. Erneut wird eine schöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt erzählt und über die Gefühlswelt ein Mädchens, welches nicht nur einen recht ungewöhnlichen Namen trägt, sondern auch ein recht untypisches Aussehen besitzt.
Unsere Hauptprotagonistin ist wieder Mick. Ihr Namen passt wahrlich perfekt zu ihr, denn Mick sieht auf den ersten Blick wie ein Junge aus.

Obwohl unsere Hauptfigur weiblich ist, wird das Hörbuch von einem Mann gelesen. Das hatte ich mich bereits beim ersten Band ein wenig gestört. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn eine Frau die „Vier wie wir“-Reihe liest, aber da Peter Kaempfe seine Sache wirklich gut macht, gewöhnt man sich recht schnell daran, dass uns eine männliche Stimme Micks Abenteuer vorliest.
Peter Kaempfe liest sehr angenehm und ruhig. Ich habe seine Stimme als etwas monoton empfunden, aber da er sie gut verstellt, hatte ich sehr viel Spaß beim Zuhören und habe gebannt der Handlung gelauscht.

Diese hat mir sehr gut gefallen. Den ersten Band fand ich zwar etwas witziger, aber auch in diesem Teil bekommen wir es mit unterhaltsamen und lustig verrückten Szenen zu tun.

So erfährt man bereits im Klappentext, welchen ulkigen Rekord Mick und ihre Freunde aufstellen möchten: Sie wollen mit den schnellsten Rennschnecken der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde kommen! Das dieses Unterfangen nicht einfach sein wird, kann man sich denken. Mick, Kalu, Luka und Pink aber geben nicht auf und verfolgen erbittert ihres großes Ziel: Den Wettbewerb gewinnen, um nicht nur im Guinnessbuch zu landen, sondern auch nach Amerika fliegen zu können. Diesen tollen Hauptpreis wollen sich unsere Freunde nicht entgehen lassen, daher wird eifrig mit den zwei Schulschnecken Ottilie und Waldemar trainiert.

Neben der amüsanten Handlung hat der Autor auch sehr gekonnt Micks Geschichte eingebaut. Diese lebt allein mit ihrer Mutter und da diese sehr viel zu tun hat, bleibt vieles an Mick hängen. Einkaufen, putzen, die Rechnungen rechtzeitig bezahlen – für ihr Alter ist Mick erstaunlich reif und selbstständig und zudem auch sehr vernünftig. So eine Tochter wünscht sich wohl jeder Mutter.
Mick war mir bereits im ersten Band auf Anhieb sympathisch gewesen. Mit ihr können sich Kinder wunderbar identifizieren und sie auch als Vorbild nehmen.

Auch in Micks Freunde wird sich die Zielgruppe wunderbar hineinversetzen können. Da unsere Protagonisten weiblich und männlich sind, ist diese schöne Reihe perfekt für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren geeignet, die gerne lustigen Geschichten lauschen.

Was zum Schluss nicht unerwähnt bleiben darf, ist die tolle Gestaltung des Hörbuchs. Die Hülle zum Aufklappen ist sehr nett illustriert und schlägt man sie auf, erblickt man unsere vier Freunde Mick, Kalu, Luka und Pink und, die beiden dürfen ja auf keinen Fall fehlen, auch zwei niedliche Zeichnungen von Ottilie und Waldemar befinden sich neben den vier Kindern. Eine wirklich wundervolle Aufmachung, die Kinder sehr ansprechen wird.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die ich sehr empfehlen kann! Erneut wird eine schöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt erzählt, die lustig und zum Ende hin auch ein wenig spannend ist. Toll vorgelesen und mit Musik zwischendurch, wird einem hier ein richtig nettes Hörerlebnis geboten. Für 5 Sterne hat mir leider etwas gefällt. Der zweite Band ist zwar sehr unterhaltsam, nur ist er in meinen Augen etwas schwächer als der erste. Ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Zuhören und gebe Mick und ihren Freunden 4 von 5 Sternen!



Vielen Dank an den Audiolino Verlag, der mir dieses schöne Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Sonntag, 17. Dezember 2017

[Rezension] Der Koffer von Robin Roe

Hardcover
416 Seiten
ISBN: 978-3-551-56029-2
Ab 16 Jahren
Erschienen: 24.03.2017

Klappentext:

»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr. 


Rezension:


Wer meine Rezensionen verfolgt, der wird wohl mittlerweile wissen, dass ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag liebe! „Der Koffer“ fehlte bis vor kurzem noch in meiner Sammlung, was sich aber in diesem Monat geändert hat. Ich war schon mega gespannt auf dieses Buch und habe es, kurz nachdem es bei mir eingezogen, endlich gelesen!

Mit neun Jahren hat der heute 14-jährige Julian seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Seitdem lebt er, nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer Pflegefamilie, bei seinem gewalttätigen Onkel. Das Einzige, was dem Jungen noch geblieben ist, ist ein alter Koffer voller Erinnerungen. Diese geben ihm die Kraft, die er braucht, um sein alles andere als leichtes und schönes Leben zu überstehen. Ein neuer Lichtblick bietet es sich ihm, als er seinen ehemaligen Pflegebruder Adam wiedertrifft. Dieser ist heute 18 und gehört, trotz seiner aufgedrehten und etwas tollpatschigen Art, zu den Coolen und ist bei allen beliebt. Dass er immer mehr Zeit mit dem stillen und merkwürdigen Julian verbringt, können seine Freunde zunächst nicht verstehen. Auch Julian kann sein Glück erst kaum fassen und es fällt ihm schwer, Adam an sich heranlassen. Dieser fasst aber immer mehr Vertrauen zu dem kleinen, dünnen Jungen. Allerdings stößt er dabei auch auf schlimme Geheimnisse, die nicht nur Julian, sondern auch ihn selbst in große Gefahr bringen...

Ich habe nun wirklich schon recht viele Königskinder gelesen, ganz besonders in der letzten Zeit. Ich kann daher auch gar nicht so richtig sagen, welches denn nun mein absolutes Lieblingskönigskind ist. „Der Koffer“ zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten. Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, hat mich zutiefst berührt und mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert!

Robin Roe hat mit ihrem Debüt einen Roman geschaffen, welcher mich geschockt, bewegt und nachdenklich gestimmt hat. Die Thematik in dem Buch ist eine sehr ernste und auch berückende, die einem nur zu deutlich vor Augen führt, dass wir oft ein ganz falsches Bild von unseren Mitmenschen haben und viel zu schnell über andere urteilen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat und wie unglaublich toll ich es fand! Die Geschichte ist sehr emotional und geht ganz sicher jedem unter die Haut. Mich haben viele Szenen in dem Buch fassungslos und schockiert zurückgelassen. Was dem Protagonisten Julian alles Schlimmes angetan wird, mag man sich gar nicht näher vorstellen. Ich hatte beim Lesen einen riesengroßen Hass auf Julians Onkel und war entsetzt darüber, zu was dieser Mensch alles in der Lage ist.

Ich kann euch aber beruhigen. So erschütternd vieles in dem Buch auch ist, der Autorin ist es wunderbar gelungen, die Handlung nicht zu bedrohlich und schockierend werden zu lassen, sondern hat diese mit einem liebenswerten Humor und großartigen Charakteren ausgestattet.

Fangen wir mal bei Julian an. Dieser ist am Anfang des Buches vierzehn Jahre alt, wirkt aber durch sein Aussehen und sein Verhalten deutlich jünger. Er ist klein, blass dünn und wird aufgrund einer Lernschwäche von vielen für dumm und zurückgeblieben gehalten. Etwas merkwürdig mag Julian vielleicht wirklich sein, dies liegt aber daran, dass er den Tod seiner Eltern immer noch nicht verarbeiten konnte und sein Zuhause alles andere als schön und liebevoll ist. Julian hat sich aber irgendwie mit seiner Lebenssituation arrangiert, hat Plätze gefunden, wo er sich wohl fühlt und wo er alles für eine Weile vergessen kann.
Ich habe den kleinen Julian sofort fest in mein Herz geschlossen. Das Wort „klein“ habe ich hier bewusst gewählt, denn obwohl Julian eigentlich ein Teenager ist, vergisst man dies beim Lesen immer wieder und ich habe mich öfters dabei ertappt, dass ich mir Julian als einen kleinen sechs- oder siebenjährigen Jungen vorgestellt habe.

So wirkt er auf viele seiner Mitmenschen, auch auf Adam, unseren zweiten Protagonisten in dieser Geschichte. Adam ist bereits 18, geht auf dieselbe Schule wie Julian und war für ein paar Monate sein Pflegebruder. Als er Julian wiederbegegnet, entwickelt er sofort einen Beschützerinstinkt für diesen kleinen schmächtigen Jungen.
Adam ist ebenfalls ein großartiger Charakter! So einen wie ihn hätte wohl jeder liebend gerne als großen Bruder. Er ist hilfsbereit, humorvoll und besitzt einen herrlich liebenswerten Charme, sodass er allseits sehr beliebt ist. Ihn muss man einfach gern haben. In seiner Gegenwart taut sogar der stille Julian merklich auf und ist ein ganz andere Junge, als er es sonst ist.

Immer abwechselnd erfahren wir die Geschichte aus Julians und Adams Sicht. Mir haben diese Wechsel unglaublich gut gefallen. Das Buch hat eine richtige Sogwirkung auf mich ausgewirkt und da die Kapitel auch recht kurz sind, flogen die Seiten bei mir nur so dahin.
Neben Julian und Adam wurden auch die Nebencharaktere wundervoll ausgearbeitet und machen dieses Buch rundum perfekt.


Fazit: „Der Koffer“ erzählt eine Geschichte voller Schmerz und Leid. Das Buch erzählt aber auch eine Geschichte über eine wundervolle Freundschaft, über Liebe und Hoffnung. Robin Roe beschert uns mit ihrem Roman ein schreckliches und zugleich wunderschönes Leseerlebnis, welches uns schockiert, uns aber auch berührt und unterhält. Ich kann euch das Buch sehr ans Herz legen. So ein bewegendes Buch muss man einfach gelesen haben! In meinem Augen ist „Der Koffer“ eines der besten Werke aus dem Königskinder Verlag. Ich vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!






Freitag, 15. Dezember 2017

[Rezension] Hochgradig unlogisches Verhalten von John Corey Whaley


Gebundene Ausgabe
Ab 13 Jahren
240 Seiten
ISBN: 978-3-446-25705-4
Erschienen: 24.07.2017

Klappentext:

Solomon muss nie aus dem Haus. Er hat zu essen. Er kann von seinem Fenster die Berge sehen, und seine Schulaufgaben macht er online, mit ungekämmten Haaren und im Schlafanzug. Ernsthafte Probleme hat er eigentlich nicht. Und er hat auch keine schwere Krankheit. Er ist bloß ein neurotisches Vorstadtkind, das da draußen Panikattacken erleidet. Als seine ehemalige Mitschülerin Lisa für einen Psychologie-Aufsatz ein Studienobjekt benötigt, drängelt sie sich in sein Leben. Gemeinsam mit ihrem Freund Clark werden sie zu einem eingeschworenen Trio. Solomon lernt, was Freundschaft ist, und stellt fest, die Welt ist voller guter Gründe, sich aus dem Versteck zu wagen. 

Quelle: Hanser Verlag

Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Blogger-Adventskalender] 14. Türchen - Interview mit Patricia Schröder





Herzlichen Willkommen zum 14. Türchen unseres Blogger-Adventskalenders! Hinter diesem verbirgt sich etwas ganz besonders Feines für euch: Ein weihnachtliches Interview mit der lieben Patricia Schröder. 


Ich lese ihre Bücher total gerne und freue mich auch schon sehr auf ihre neuen Werke, die nächstes Jahr erscheinen werden und von denen sie uns in diesem Interview auch schon ein bisschen erzählt. Und natürlich erfahrt ihr hier auch, wie Patricia Schröder Weihnachten feiert und was für ein Weihnachtstyp sie eigentlich ist. Ich wünsche euch gar viel Spaß beim Lesen!

Was bringt dich richtig schön in Weihnachtsstimmung?

Das ist speziell in diesem Jahr gar nicht so einfach, weil mein Alltag gerade ziemlich vollgepackt und oftmals sogar richtig hektisch ist. Ich versuche aber, Auszeiten fest einzuplanen und sie auch einzuhalten. Dann zünde ich Kerzen und Teelichter an, koche mir eine Zimtschokolade mit viel Sahne oder einen Glühwein, packe Geschenke ein, bastele Karten oder probiere ein neues Plätzchenrezept aus. Das bringt mich ganz wunderbar in Weihnachtsstimmung und ich fange an, mich wie ein kleines Kind auf die Zeit zu freuen, in der ich ein paar Tage einfach nur mit meiner Familie zusammen bin. Wenn dann auch noch Schnee fällt, ist es perfekt.

Schmückst du dein Haus zur Weihnachtszeit?

Auf jeden Fall! Meistens fange ich Anfang Dezember damit an und werde dann kurz vor Heiligabend fertig ;). Das ist so, weil ich immer mal schnell zwischendurch ein bisschen mache (und außerdem auch ständig neue Ideen habe). Meistens bleibt die Hälfte der Lichterketten und des Weihnachtschmucks tagelang irgendwo liegen, z.B. weil ich einfach nicht den richtigen Platz finde, gerade nicht die Muße habe, einen Faden zu suchen, um ein Glitzerpompom aufzuhängen oder das Räuchermännchen noch einen Arm angeklebt haben muss. Außerdem dekoriere ich auch ständig etwas um. Und so kommt es, dass es bei uns daheim in der Vorweihnachtszeit immer besonders chaotisch ist. Wenn man allerdings an unserem Haus vorbeigeht und in die erleuchteten Zimmer schaut (was man kann, weil wir im Erdgeschoss keine Gardinen und auch keine Vorhänge haben), sieht es trotzdem immer sehr heimelig und gemütlich aus.

Hattest du als Kind jedes Jahr einen Adventskalender? Wenn ja, was war das für einer? Hast du vielleicht auch heute noch einen?

Soweit ich mich erinnern kann, hatten mein Bruder und ich immer einen Adventskalender. Anfangs waren es diese einfachen Pappkalender, die diese kleinen Bildchen hinter den Türen haben (die mit viel Glitzer liebe ich auch heute noch, aber ich gönne mir nicht jedes Jahr einen! Dieses Jahr hatte ich das Glück, dass mir ein Verlag eine Adventskalnder-Postkarte geschicht hat :)). Später waren es dann Schokoladenkalender. Für meine Kinder habe ich die Kalender selbst gebastelt und sie haben jeden Tag eine kleine Überraschung darin gefunden. Manchmal etwas Süßes, manchmal auch ein Pixibuch oder eine andere Kleinigkeit. Ich glaube, so wird es heute in vielen Familien gemacht.


Welchen Geruch verbindest du spontan mit Weihnachten?

Den Duft von Zimt! Und Kardamom – Ich liebe Kardamom *-*


Hast du als Kind an den Weihnachtsmann geglaubt? Wenn ja, wie lange?

Aber hallo! Und zwar ziemlich lange. Ich habe sogar noch an ihn geglaubt, als ich eigentlich längst wusste, dass es ihn nicht gibt. Einfach, weil ich es so schön fand. In der vierten Klasse habe ich dann schließlich klein beigegeben und meine Eltern und Großeltern als Wünscheerfüller akzeptiert;)

Wie feierst du Weihnachten? Im kleinen Kreis oder hast du an Heiligabend und den Feiertagen Full-House?

Im kleinen Kreis. Mit Mann, Kindern und den Schwiegereltern, die übrigens gleich nebenan wohnen. Das hat bei uns schon Tradition. Zweimal hatten wir einen etwas größeren Kreis, nachdem Freunde von uns gestorben waren. Da haben wir dann jeweils deren engsten Familienkreis dazu geholt. Das war sehr speziell. Traurig und wunderschön zugleich. Und der eigentliche Sinn von Weihnachten, nämlich dass man füreinander da ist. Wir machen an den Feiertagen übrigens auch keine Verwandtschaftsbesuche (ohnehin wohnen alle ziemlich weit weg), sondern bleiben ganz gechilled unter uns.

Gibt es einen bestimmten Weihnachtsfilm, den du dir jedes Jahr an Weihnachten anschaust?

Nein. Weihnachten und Fernsehen gucken, das passt für uns nicht so richtig zusammen. Klar haben meine Kinder, als sie noch klein waren, vor der Bescherung „Wir warten aufs Christkind“ oder andere Kindersendungen geschaut. Und auch heute geht der Kasten abends für einen besonderen Film schon mal an. Allerdings nie an Heiligabend. Meistens verbringen wir die Tage mit plauschen, Gesellschaftsspielen, einander vorlesen, spazierengehen, also einfach die Ruhe genießen … und die Zeit, die man ja sonst so selten füreinander hat.

Hast du bestimmte Weihnachts-Traditionen wie zum Beispiel ein bestimmtes Essen an Heiligabend?

Seit einigen Jahren gibt es bei uns immer Raclette. Das ist – neben den Geschenken – allerdings die einzige Tradition. Mal haben wir einen Baum, mal nicht. Wir hören keine Weihnachtslieder, sondern Jazz, Salsa oder Hiphop oder auch schon mal Metal (wenn meine Tochter es schafft, rechtzeitig ihre Playlist zu starten ;)). Wir sagen keine Gedichte auf, gehen nicht in die Kirche und wir singen auch nicht, sondern sind einfach nur zusammen. So finden wir es am schönsten.

Hast du in der Weihnachtszeit eigentlich den Kopf frei fürs Schreiben? Bist du während dieser Zeit vielleicht sogar besonders produktiv?

Nee, Weihnachten und zwischen den Jahren ist bei mir immer Schreibpause. Da bleibt jedes Mal ein bisschen die Zeit stillstehen, und das genieße ich sehr.

Erscheint eigentlich demnächst etwas Neues von dir? Wenn ja, darfst du das schon verraten?

Oh ja! Gleich zu Beginn des nächsten Jahres, nämlich im Januar, startet eine neue Reihe für Mädchen ab 8 Jahren. Sie heißt „Plötzlich Pony“ und handelt davon, dass die beste Freundin der Hauptperson Pia sich unter bestimmten Umständen in ein Pony verwandelt. Die Reihe läuft im Genre „Comicroman“, ist extrem schräg und witzig und ganz bestimmt können auch Jungs ihren Spaß daran haben. Die Reihe wird von der bisher noch unbekannten, aber wie ich finde einmalig grandiosen Zeichnerin und Handlettering-Künstlerin Sabine Rothmund illustriert. Der erste Band trägt den passenden Untertitel „Eine Freundin zum Pferdestehlen.“
Mitte Februar wird es dann richtig spannend, denn dann erscheint mit „Fanatisch“ mein dritter großer Jugendthriller bei Coppenrath. Darin gerät die 17-jährige Iranerin Nara in die Fänge einer Gruppe religiöser Fanatiker und muss um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten. Für mich einmal ein etwas anderer Blick auf ein aktuelles und sehr brisantes Thema. In gewisser Weise gesellschaftspolitisch, vor allem aber sehr persönlich und hoch emotional.
„Plötzlich Pony“ wird übrigens auch bei Coppenrath herausgegeben, und ich bin total glücklich darüber, dass der Verlag diese beiden grundverschiedenen Projekte von mir veröffentlicht, und mir so die Chance gibt, mich gleichzeit
i
g von völlig unterschiedlichen Seiten zu zeigen.

Du backst ja sehr gerne. Welche Weihnachtsleckereien backst du am liebsten?

Ich glaube, du verwechselst mich mit Opa Pistorix aus „Die Doppelkekse“ ;). Okay, ich backe gern, aber überhaupt nicht oft. Drei bis vier Kuchen oder Torten im Jahr. In der Adventszeit probiere ich aber fast immer etwas Neues aus. Plätzchen oder lieber noch andere Leckereien. Naschis, Pralinen, eine besondere Marmelade, einen speziellen Likör oder einen aufwändigen Nachtisch (den gibt es bei uns sonst nämlich auch eher selten.)


Liebe Patricia,
ganz lieben Dank für dieses tolle Interview! Du hast meine Fragen so schön beantwortet, mir hat es richtig viel Spaß gemacht, deine Antworten zu lesen und ich bin mir sehr sicher, dass ich da nicht die Einzige bin. :D
Sorry, das mit dem Backen. Da hatte ich wohl etwas falsch in Erinnerung gehabt. Oder vermutlich zu viel in den Doppelkeksen gelesen, grins.
Auf deine neuen Bücher bin ich ja schon so gespannt! Ganz besonders auf deinen neuen Jugendthriller, der hört sich mega spannend an! Aber auch „Plötzlich Pony“ klingt klasse und total süß!

Liebe Grüße
Corinna


Morgen wird sich das nächste Türchen bei der lieben Daniela von Buchvogel öffnen. Ich bin dann am 20. Dezember wieder an der Reihe. :-)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

[Rezension] Die 3 1/2 Musketiere mit dem goldenen L von Leuw von Katzenstein

Hardcover
Mit farbigen Illustrationen von Tim Köhler
240 Seiten
ISBN: 978-3-96177-000-7
Erschienen: 04. August 2017


Klappentext:

Niemand ist so mutig und stark wie Pozzo, Azzo, Tiramisu und der kleine Champignon! Darum verleiht ihnen König Loisel das goldene »L« und ernennt sie zu seinen MuskeLtieren. Die Freunde erhalten einen sehr wichtigen Auftrag: Sie sollen Prinzessin Rosabella zum König bringen, damit die beiden heiraten können. Doch der hinterhältige Kardinal Rischelraschel schmiedet ein geheimes Komplott. Und das ist nicht die einzige Gefahr, die unterwegs auf die dreieinhalb MuskeLtiere wartet ... 


Rezension:


Dieses Buch habe ich beim Stöbern in der Buchhandlung entdeckt. Ich lese ja total gerne alte Kinderklassiker oder Märchen. Auch die Abenteuer der drei Musketiere kenne ich natürlich und als mir „Die 3 1/2 Musketiere mit dem goldenen L“ bei meiner Stöbertour begegnet ist, konnten mich Cover, Titel und Klappentext sofort ansprechen. Auch der Innenteil hat mich extrem neugierig auf das Buch gemacht, da es sehr schön illustriert ist. Für mich stand daher fest, dass ich die 3 1/2 Musketiere mit dem goldenen L unbedingt kennenlernen muss!

Mut und Stärke muss belohnt werden, daher wird den vier Freunden Pozzo, Azzo, Tiramisu und Champignon vom König Loisel das goldene „L“ verliehen. Ab sofort dürfen sie sich die 3 1/2 MuskeLtieren nennen. 3 1/2, da Champignon sehr klein ist und daher nicht als ein ganzes MuskeLtier gezählt werden kann. Recht bald erhalten die vier einen äußerst wichtigen Auftrag: Sie sollen die Braut des Königs sicher zur Hochzeit bringen. Diese steht schon bald bevor, die Zeit drängt also. In einer Kutsche soll Prinzessin Rosabella zu ihrem zukünftigen Gemahlen gebracht werden. Allerdings stellt sich dies als ein schwieriges und recht gefährliches Unterfangen heraus. Der fiese Kardinal Rischelraschel hat einen hinterhältigen Plan ersonnen, mit welchem er selbst die Herrschaft erlangen möchte. Unsere 3 1/2 MuskeLtiere müssen auf ihrer Mission so einige Hürden überwinden und so mancher Gefahr ins Auge sehen. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die Prinzessin rechtzeitig zum König zu bringen?

Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, ist nicht leicht. Hat mir das Buch nun gut gefallen oder eher nicht? Da ich schon recht viel Spaß beim Lesen hatte, tendiere ich zu ersterem, aber leider gab es in dem Buch auch ein paar Dinge, die ich nicht so gut fand.

So habe ich den Schreibstil als sehr ungewöhnlich und etwas schwierig empfunden. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden und mich an die altmodische Erzählweise gewöhnt habe. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob diese altmodische Sprache das Richtige für Kinder ist.
Junge Leser lernen hier zwar neue Wörter kennen und erfahren, dass man früher anstatt „fragte“, „frug“ schrieb, aber meiner Meinung nach hat der Autor zu oft zu komplizierte Wörter verwendet.

Auch ist der Satzbau zum Teil etwas schwierig. Kinder sollten auf jeden Fall schon geübt im Lesen sein, um dieses Buch lesen zu können.

Bei der Handlung habe ich ebenfalls manches zu kritisieren. Viele Witze und Anspielungen werden von jüngeren Kindern sicher nicht verstanden werden wie „Mon Alisa“ (Mona Lisa). Ich als Erwachsene habe mich sehr über die witzigen Ideen amüsiert. So erfahren wir hier zum Beispiel, woher eigentlich der Name Tiramisu kommt oder wie es wirklich dazu kam, dass der Eiffelturm gebaut wurde. Wobei diese Erklärungen so verrückt sind, dass auch Kinder verstehen werden, dass diese nicht wahr sind.

Der Spannungsbogen der Geschichte ist leider nicht ganz so gut gelungen. Mir war der Anfang zu langatmig und ich denke, dass Kinder hier sehr schnell die Lust am Lesen verlieren werden. In den ersten Kapiteln erzählen die Musketiere ihre Geschichte, wo sie herkommen und was sie vor ihrer Zeit als Musketiere erlebt haben. Diese Erzählungen sind zwar durchaus sehr kreativ, lesen sich aber leider etwas langweilig.

Erst nachdem unsere Helden mit der Prinzessin aufbrechen, um die Braut zum König zu bringen, wird es spannender. Unsere Gefährten begegnen auf ihrer Reise wundersamen Wesen wie sprechenden Ratten oder einem sehr redseligen Skelett. Auch erleben sie jede Menge Abenteuer und ob sie es noch rechtzeitig zur Hochzeit schaffen werden, bleibt bis zum Ende offen, sodass man auf den letzten Seiten richtig ins Mitfiebern gerät.

Etwas, was man ganz groß loben muss, sind die wundervollen Illustrationen von Tim Köhler. Diese sind wirklich großartig und zu meiner Freude auch sehr oft ganzseitig. Ohne die vielen tollen Bilder hätte mir das Buch sehr wahrscheinlich deutlich weniger gut gefallen.


Ich war nun einige Tage am hin und her überlegen, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll. Nachdem ich einmal rein gefunden habe, war mein Lesespaß eigentlich schon recht groß. Witzige und herrlich verrückte Ideen hatte der Autor auf jeden Fall. Und die tollen Zeichnungen waren ganz klar meine Highlights. „Die 3 1/2 Musketiere mit dem golden L“ ist so ein Buch, was sich in meinen Augen eher für Erwachsene und Jugendliche eignet anstatt für Kinder. Ich empfehle das Buch älteren Kinder, die gerne Sagen und alte Klassiker lesen und sich nicht an einer altmodischen Sprache stören. Jüngere Kinder sollten das Buch besser zusammen mit den Eltern lesen, damit diese ihnen unbekannte Wörter erklären können. Allerdings werden manche sogar vom Autor näher erläutert. Hinter einigen Begriffen befinden sich Sternchen, die anzeigen, dass es Erklärungen unten auf der Seite gibt. Diese lesen sich oft recht unterhaltsam, besonders der schwierig zu lesende Dialekt der sprechenden Ratten wird sehr amüsant übersetzt.


Fazit: Dieses Buch hat mich zwiespältig zurückgelassen. Die Aufmachung ist klasse, die Illustrationen von Tim Köhler kann ich nur immer wieder loben. Die Story ist zwar sehr kreativ und hat auch viele spannende Szenen – allerdings befinden sich auch immer wieder langatmige Kapitel in dem Buch, bei denen Kinder schnell die Lust am Lesen verlieren können. Der Schreibstil ist sehr altmodisch und gewöhnungsbedürftig. Ich als Erwachsene hatte schon meinen Spaß beim Lesen und kann das Buch auch weiterempfehlen. Allerdings handelt es sich hier in meinen Augen eher um ein Jugendbuch, da Kinder vieles noch nicht verstehen werden. Von mir erhält das Buch 3 von 5 Sternen!




Vielen Dank an den Woow books Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!