Donnerstag, 17. August 2017

[Aktion] Dieses Buch bleibt im Regal #35

Eine Aktion von Damaris liest


Ich habe gerade diese coole Aktion bei Damaris liest entdeckt und da ich sie echt super finde, werde ich nun versuchen, jeden Monat bei dieser mitzumachen.
Bei „Dieses Buch bleibt im Regal“ von Damaris liest stellt man jeden Monat ein Buch vor, welches man einfach unbedingt behalten muss! Das kennt ihr doch sicher auch, oder? Dieses nervige Platzproblem im Bücherregal. Zumindest ich kenne ich es leider nur zu gut! Liebend gerne würde ich viel mehr Bücher behalten, aber da ich leider nicht unendlich viel Platz habe, muss ich mich leider ständig immer von tollen Büchern trennen. Bei manchen fällt es mir nicht schwer, wenn mir diese nicht gut gefallen haben. Bei anderen aber tue ich mich ja schon oft sehr schwer.
Bei dieser Aktion stelle ich nun also regelmäßig Bücher vor, die einfach in meinem Regal bleiben müssen!

Seelen

"Seelen" von Stephenie Meyer - 24,90€ (HC) - Carlsen Verlag


Ich liebe ja die Twilight Bücher von Stephanie Meyer, aber mir persönlich hat ihr Buch „Seelen“ besser gefallen. Ich liebe dieses Buch und kann noch nicht einmal genau sagen, warum. In „Seelen“ konnten mich einfach viele Dinge begeistern. Ich mag die Atmosphäre in dem Buch sehr und auch die Charaktere gefallen mir richtig gut. Dann ist natürlich die komplette Handlung fesselnd und faszinierend. „Seelen“ ist ganz klar ein Buch aus meinem Regal, welches ich niemals weggeben werde. Egal, wie groß die Platznot ist! Schließlich ist „Seelen“ ein dicker Schinken, der nimmt ordentlich Platz in Anspruch. Das darf es aber auch, schließlich zählt „Seelen“ zu meinen Lieblingsbüchern!


Dienstag, 15. August 2017

[Rezension] Conni & Co 13: Conni, Mandy und das wilde Wochenende von Dagmar Hoßfeld

Hardcover
192 Seiten
ISBN: 978-3-551-55713-1
Ab 10 Jahren
Erschienen: 30.07.2017

Klappentext:
Connis Eltern haben aus Anlass ihres bevorstehenden Hochzeitstags eine romantische Kurzreise gebucht. Jakob geht zu einem Freund und Conni soll das Wochenende bei Anna verbringen. Eigentlich ist alles geregelt. Doch dann kommt Mandy aus Brighton Conni & Co überraschend besuchen! Sie sorgt wie immer für Abwechslung und Chaos ...

Quelle: Carlsen Verlag


Rezension:

Ich bin schon seit meiner frühesten Kindheit ein großer Conni Fan! Als ich noch sehr klein war, habe ich mir liebend gerne die Conni Pixie Bücher angesehen. Seitdem begleitet mich das Mädchen mit der roten Schleife im Haar und auch heute noch, als Erwachsene, lese ich die Conni-Geschichten total gerne. Band 13 der Conni & Co Reihe war daher ein absolutes Muss für mich gewesen!

Connis Eltern feiern demnächst ihren 15. Hochzeitstag und wollen diesen nur zu zweit und ganz ohne Kinder verbringen. Daher haben sie eine kleine romantische Wochenendreise gebucht. Eigentlich kein Problem für Conni und Jakob, da sie für diese zwei Tage bei Freunden übernachten können. Dann aber kündigt Mandy aus England überraschend ihren Besuch an. Sie ist gerade mit ihrer Familie in Berlin und da Conni nicht zu ihr kommen kann, beschließt Mandy kurzerhand, einfach mit Zug zu Conni nach Neustadt zu fahren. Das dieses Wochenende daher ganz anders als geplant werden wird, ist abzusehen!

Es handelt sich hier, wie bereits erwähnt, um den 13. Band der Conni & Co Reihe von Dagmar Hoßfeld. Es ist nicht zwingend notwendig, die anderen Bände davor zu kennen, ich aber empfehle dennoch, diese Reihe lieber chronologisch zu lesen, da einem sonst stellenweise ein paar wichtige Informationen fehlen könnten. Zudem entwickeln sich die Charaktere von Buch zu Buch weiter und werden älter. Gerade diese Weiterentwicklung hat mir ja sehr gut gefallen. Man merkt, dass Conni und ihre Freunde älter werden und mittlerweile Teenager sind. Die Liebe spielt hier schon eine große Rolle, was zum Beispiel in den ersten Bänden noch nicht so verstärkt der Fall gewesen war.

So wird hier ständig Händchen gehalten und auch Wangenküsse vergeben. Ich fand es ja total schön zu sehen, wie gut sich Conni und ihre Freunde verstehen und wie viel Spaß sie zusammen haben.
Das Thema Freundschaft wird auch in diesem Band wieder ganz groß geschrieben! Conni und Co sind eine richtig tolle Clique, die sehr viel Zeit miteinander verbringen und einander vertrauen können. Sehr viele aus Connis Freundeskreis begleiten mich nahezu mein Leben lang und ich freue mich bei jedem neuen Buch immer wieder sehr, die mir so vertrauten Buchcharaktere „wiederzusehen“.
Allen voran natürlich Conni. Sie sollte sich wirklich jedes Mädchen als Vorbild nehmen. Conni ist nett, hilfsbereit, eine super Freundin und für einen pubertierenden Teenager auch recht brav. Klar, manchmal rebelliert auch die liebe Conni. Wäre ja auch unrealistisch, wenn nicht, aber da Conni ein sehr vernünftiges Mädchen ist, ist sie nie lange eingeschnappt und sieht ihre Fehler auch schnell ein. Streiten tut Conni gar nicht gerne und außerdem hat sie ihre Freunde und ihre Familie auch verflixt gerne.

Und das ist auch ein weiterer Punkt, der mir in den Conni Büchern immer ganz besonders gut gefällt. Auch in diesem Band ist mir wieder aufgefallen, wie viel wert die Autorin auf den guten Zusammenhalt innerhalb der Familie legt. Bei den Klawitters fühlt man sich als Leser einfach immer sofort wohl. Besonders dieser Band zeigt, wie wichtig Kindern eine heile Familie ist. Conni ist nur zwei Tage ohne ihre Eltern, aber schon in dieser kurzen Zeit merkt sie, wie sehr sie ihre Eltern und auch ihren kleinen Bruder vermisst hat. So eine fröhliche Familie ist ja leider heute nicht mehr alltäglich. Daher ist es immer wieder eine große Freude zu sehen, wie viel Spaß die Klawitters zusammen haben und wie gut sich alle miteinander verstehen.

In diesem Band kommt dann auch wieder Connis Austauschpartnerin Mandy aus England vor. Diese haben wir ja schon in zwei früheren Bänden kennengelernt und ich habe mich ja schon sehr auf ein Wiedersehen mit diesem verrückten und aufgeweckten Mädchen gefreut. Ihre muntere Art lockert die Geschichte herrlich auf und hat mich immer wieder sehr ins Schmunzeln gebracht. Besonders ihre Sätze, die ein Gemisch aus Deutsch und Englisch sind, sind immer sehr unterhaltsam zu lesen.

Lustig ist das Buch auf jeden Fall und ich hatte auch jede Menge Spaß beim Lesen. Nur hat mir irgendwie ein bisschen was gefehlt. Die Geschichte liest sich schon echt gut, was natürlich auch an dem flüssigen und lockeren Schreibstil von Dagmar Hoßfeld liegt. Ich hatte nur den Eindruck, dass in dem Buch recht wenig passiert ist. Es gab kaum überraschende Wendungen und nur einen Hauptkonflikt, der auch recht schnell geklärt war. Einen richtigen Höhepunkt hat das Buch, meinem Empfinden nach, auch nicht so wirklich. Dieser Band zählt auf jeden Fall nicht zu den besten Conni Büchern, er hat mir aber dennoch ein schönes Lesevergnügen beschert.
Besonders für den Sommer ist das Buch ideal, da hier durch Grillen, schönes Wetter und Schwimmen gehen im Freibad ein tolles Sommerfeeling aufkommt. Für Conni Fans ist dieser Band auf jeden Fall ein Muss! Auch ältere Leserinnen (und Leser), die wie ich von Conni seit frühester Kindheit begleitet werden, werden hier einige schöne Lesestunden haben. Für Mädchen, und eigentlich auch für Jungen, ab 10 Jahren, die gerne locker-leichte Geschichten lesen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Und alle, die gerne Backen, dürfen sich auch freuen, denn im Anschluss an die Geschichte befindet sich hinten im Buch ein tolles Kuchenrezept für „Billis Wunderkuchen“!


Fazit: Der 13. Conni & Co Band zählt eindeutig nicht zu den besten Bänden, liest sich aber natürlich dennoch sehr schön und hat mich auch sehr gut unterhalten. Mir ist in diesem Buch einfach ein bisschen zu wenig passiert. Da mir aber auch dieser Band trotz kleiner Schwächen ein paar nette Lesestunden beschert hat, erhält das Buch 4,5 – gerundet auf 5 von 5 Sternen von mir!


Sonntag, 13. August 2017

[Rezension] Salzige Sommerküsse: Verliebt auf Nantucket von Leila Howland

Broschur
Junge Erwachsene
352 Seiten
ISBN: 978-3-473-58502-1
Erschienen: 14.02.2017

Klappentext:

Am Strand in Jay Logans Armen – für Cricket hätte es der perfekte Sommer werden sollen. Aber als ihre beste Freundin sie vom Familienurlaub auslädt, zerplatzt Crickets Traum. Anstatt mit ihren Freunden auf Partys zu gehen, heuert sie als Zimmermädchen in einer Pension an. Doch letztlich sind es die völlig unerwarteten Dinge – allem voran eine verbotene Liebe und ein lang gehütetes Geheimnis – die diesen Sommer unvergesslich machen.



Rezension:


Vor einigen Jahren hatte ich das Buch „Der Vergissmeinnicht-Sommer“ von Leila Howland gelesen. Dieses hatte mir richtig gut gefallen, daher war ich auf ihr neues Werk „Salzige Sommerküsse“ schon mehr als gespannt gewesen. Ich hätte aber auch so zu dem Buch gegriffen, ohne das mir die Autorin ein Begriff gewesen wäre. Das Cover finde ich wunderschön, es wirkt romantisch und herrlich sommerlich. Dann hat mich auch der Klappentext sofort angesprochen. Das Buch macht auf den ersten Blick deutlich, dass einen hier eine wundervolle Sommergeschichte für junge Erwachsene erwarten wird. Also genau das richtige für die warme Jahreszeit!

Der Sommer hätte so schön werden können. Alles war längst geplant gewesen und Cricket hatte sich schon sehr auf den gemeinsamen Urlaub mit ihrer besten Freundin Jules auf der Insel Nantucket gefreut. Dann aber ereignet sich in Jules Familie ein schlimmer Vorfall und Cricket wird von ihrer Freundin wieder ausgeladen. Den Urlaub hätten die Freundinnen nämlich in dem Ferienhaus von Jules Familie verbringen sollen. Diese möchte aber für diesen Sommer für sich sein, um die Trauer zu verarbeiten. Natürlich hat Cricket dafür Verständnis, dennoch ist sie sehr enttäuscht. Sie gibt aber ihr Ziel Nantuckt für diesen Sommer nicht auf und nimmt kurzerhand einen Job als Zimmermädchen in einer Pension auf der Insel an. Anstatt sich also mit Jules auf Partys und am Strand zu vergnügen, muss sie Zimmer putzen. Dieser Sommer wird ganz anders werden, als von Cricket ursprünglich geplant, das ist mal sicher. Unvergesslich wird er auf jeden Fall werden, denn Cricket verliebt sich auf der Insel und stößt zudem auf ein lang gehütetes Geheimnis...

Hier haben mir Cover, Titel und Klappentext nicht zu viel versprochen! „Salzige Sommerküsse“ ist ein wunderbar sommerliches Jugendbuch, in welchem man richtig in Urlaubsstimmung kommt. Die Insel Nantucket wird einfach traumhaft beschrieben. Man kann sich von allem ein sehr genaues Bild machen und die salzige Meeresluft förmlich riechen. Die Autorin versteht ihr Handwerk, ihre Bücher zu tollen Sommerlektüren zu machen. Schon in ihrem Buch „Der Vergissmeinnicht-Sommer“ ist mir das aufgefallen. Der ist allerdings für etwas jüngere Leser, „Salzige Sommerküsse“ ist eindeutig ein Jugendroman.
Die Liebe steht hier sehr im Vordergrund. Aber auch andere, ernstere Themen, kommen in dem Buch zur Sprache. So ist diese Geschichte nicht einfach nur eine locker-leichte Sommerlektüre für Teenager; die Autorin hat so einige wichtige Themen gekonnt in die Handlung eingebaut. Verlust, Kampf um Freundschaft, Scheidung, Tod, Erwachsen und selbstständiger werden – damit hat die Protagonistin Cricket sich hier auseinanderzusetzen.
Die Autorin beschreibt Crickets Sommer sehr gefühlvoll und authentisch. Mir hat der Aufbau und Handlungsverlauf der Geschichte sehr gut gefallen, da hier nichts unrealistisch wirkt. Als spannend kann man die Geschichte nicht so wirklich bezeichnen, dennoch war ich von den ersten Seiten an wie gebannt und habe das Buch rasend schnell durchgelesen.
Dazu beigetragen hat auch der tolle Schreibstil. Dieser ist sehr flüssig und liest sich richtig angenehm.

Die Charaktere haben mir recht gut gefallen. Die Freundin Jules war mir zwar etwas unsympathisch, aber das war wohl auch die Absicht der Autorin. Mir hat Cricket ja am Anfang sehr leid getan, als Jules sie so fallen gelassen hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie weh es tut, wenn einen die beste Freundin entgleitet. Da sich Jules aber im Verlaufe des Buches sehr fies verhält, hat sich mein Mitleid etwas gelegt, da Jules Verhalten mir eigentlich nur zu deutlich gemacht hat, dass sie offenbar nie wirklich eine gute Freundin gewesen ist.

Der Sommer wird also alles andere als leicht für Cricket. Nicht nur, dass sie mit der Zurückweisung von Jules klarkommen muss, auch muss sie sich ganz alleine auf einer ihr fremden Insel zurechtfinden. Ich finde, dass Cricket sehr reif und erwachsen für ihr Alter wirkt und sie die Situation auf Nantucket wunderbar meistert. Mit Cricket konnte ich mich ja auf Anhieb sehr gut identifizieren. Sie ist sehr sympathisch und humorvoll und zudem ein sehr vernünftiges Mädchen. Nur ihr Name, der hat mich ja am Anfang etwas gestört, weil ich ihn mehr als ungewöhnlich finde. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen sonderbaren Namen, zumal er ja nur eine Nebensächlichkeit ist.

Die Liebe spielt dafür im Buch eine sehr große Rolle. Uns Lesern werden so einige sehr schöne romantische Szenen geboten, die mir alle sehr gut gefallen haben. Sie werden sehr gefühlvoll beschrieben, aber das nicht zu überspitzt, sondern für meinen Geschmack genau richtig.
Besonders gut gefallen hat mir diese herrlich sommerliche Atmosphäre, die die ganze Zeit über mitschwingt. Für den Sommer kann ich dieses Buch auf jeden Fall wärmstens empfehlen! Hier wird garantiert jeder Lust auf Sonne, Strand und Meer bekommen!

Mich hat „Salzige Sommerküsse“ bestens unterhalten. Manche Charaktere wirkten zwar recht oberflächlich und auch das Ende lässt leider so einige Fragen offen. Ich bin aber dennoch hellauf begeistert von dem Buch und hoffe sehr, dass wir noch weitere so schöne Bücher von Leila Howland zu lesen bekommen werden!


Fazit: Eine herrliche Sommerlektüre, die sehr gefühlvoll und authentisch ist. Die Liebe wirkt hier sehr realistisch und nicht zu übertrieben und auch die Charaktere wurden von der Autorin sehr schön herausgearbeitet. Es kommen zudem noch so einige andere Themen zur Sprache, die ernster und trauriger sind, sodass man es hier mit mehr als nur einem romantischen und locker-leichten Sommerbuch zu tun bekommt. Mir hat der neue Roman von Leila Howland richtig gut gefallen! Das Sommerfeeling ist hier großartig, am liebsten würde ich ja nun auch mal auf die Insel Nantucket reisen und dort Urlaub machen. Ich kann Teenagern, aber auch Erwachsenen dieses Buch sehr empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!


Freitag, 11. August 2017

[Rezension] Das einzig coole Pferd, die Killerenten und ich von Dagmar Hoßfeld

Ab 8 Jahren
2 CDs, 169 Minuten Laufzeit
ISBN: 978-3-86742-475-2
Erschienen: 22.02.2013
Gekürzte Lesung mit Jodie Ahlborn


Klappentext:

Ponys? Pferde? Über Blumenwiesen galoppieren? Nein, danke. Lotte fährt lieber Skateboard. Bis sie einen Schnupperreitkurs gewinnt, Motte – das coolste Pferd der Welt – kennenlernt und das Geheimnis der Killerenten löst. Ein unglaublicher Sommer mit Lotte – frisch erzählt von Jodie Ahlborn.


Rezension:


Dieses Hörbuch stand ja schon etwas länger auf meiner Wunschliste. Da ich die Kinderbücher von Dagmar Hoßfeld sehr gerne mag und ich auch Pferdegeschichten immer wieder gerne lese und höre, wollte ich diese Geschichte unbedingt kennenlernen. Die Sprecherin Jodie Ahlborn konnte mich bereits in anderen Hörbüchern mit ihrem Erzähltalent begeistern, daher habe ich mich hier für die Hörfassung entschieden.

Lotte ist nicht eines dieser typischen Pferdemädchen. Nee, mit diesen Vierbeinern hat Lotte nichts am Hut. Viel lieber dreht sie eine Runde auf ihrem coolen Skateboard anstatt ihre Zeit auf dem Rücken eines Pferdes zu verbringen. Dann aber eröffnet in der Nähe ein neuer Pferdehof. Es gibt zur Eröffnung eine Einweihungsfeier, zu der Lotte von ihrer Mutter mitgenommen wird. Dort kauft sie sich Lose und eines davon ist tatsächlich ein Hauptgewinn! Allerdings ist sie über diesen Gewinn alles andere als glücklich. Denn Lotte hat einen Schnupperreitkurs auf dem neuen Pferdehof gewonnen. Nur widerwillig nimmt sie daran teil. Sehr schnell aber merkt Lotte, dass Pferde eigentlich doch richtig toll sind! Ganz besonders Motte, ein sehr süßes Islandpferd. Ehe es sich Lotte versieht, ist auch sie von dem Pferdevirus ansteckt worden. Dieser Sommer wird also ganz anders, als von ihr erwartet. Nicht nur, dass sie in diesem ein Pferdemädchen wird, nein, dieser Sommer hat noch viel mehr zu bieten. Der Pferdehof läuft nämlich nicht gut, da sich nur sehr wenige Reitschüler angemeldet haben. Lotte möchte die Schließung unbedingt verhindern und denkt sich einen tollen Plan aus. Und dann ist da noch dieses Schulprojekt, welches sie ausgerechnet mit dem Blödmann Max Müller zusammen machen muss. Bei Lotte Blunck ist gerade so einiges los, das ist mal sicher!

Schon das Cover macht deutlich: hier erwartet einen eine lustige und turbulente Geschichte! Und das Cover verspricht auch nicht zu viel. Mit „Das einzig coole Pferd, die Killerenten und ich“ ist Dagmar Hoßfeld eine richtig schöne und warmherzige Geschichte für junge Mädchen ab 9 Jahren gelungen.
Mir hat das Zuhören hier sehr viel Spaß gemacht! Die Handlung ist originell und sehr unterhaltsam. Als Zuhörer erfahren wir alles aus der Sicht von Lotte. Lotte war mir sofort sehr sympathisch gewesen. Mir hat besonders gut ihre Entwicklung gefallen. Am Anfang stöhnt sie noch beim Thema Pferde und ist eher der Jungentyp. Sie unternimmt mehr mit Jungen als mit Mädchen und liebt es auf ihrem Skateboard ihre Runden zu drehen. Mädchen, bei denen sich alles um Pferde dreht, kann Lotte nicht verstehen. Dann aber merkt sie bei dem Schnupperreitkurs, welchen sie bei einer Tombola gewonnen hat, wie toll diese wundervollen Tiere doch sind. In Motte, ein süßes Islandpferd, verliebt sie sich sofort. So schnell kann das also gehen: einmal ein bisschen Pferdestallluft schnuppern und schon ist man vom Pferdevirus infiziert. Die Geschichte handelt also sehr viel von Pferde und ist daher besonders pferdebegeisterten Mädchen zu empfehlen.

Dieses schöne Hörbuch hat aber auch noch so einiges mehr zu bieten. So ist der Punkt Freundschaft hier auch sehr wichtig und auch das Thema Familie steht sehr im Vordergrund. Dann ist die Geschichte in einem sehr modernen und altersgerechten Schreibstil verfasst worden, der die Zielgruppe wunderbar ansprechen wird. Die Geschichte ist an keiner Stelle langweilig und wird herrlich humorvoll von Lotte erzählt. Mit ihr werden sich Mädchen sehr gut identifizieren können. Man muss auch kein Pferdemädchen sein, um dieses Buch/Hörbuch zu mögen. Da Lotte ja am Anfang auch nicht so begeistert von diesen Vierbeinern war, werden sich zumindest am Anfang nicht Pferdefans in Lotte wiederfinden. Und wer weiß, vielleicht bewirkt diese Geschichte ja, dass Noch-nicht-Pferdemädchen beim Zuhören dieser lustigen Geschichte plötzlich auch die Lust verspüren, einmal auf einem Pferd zu reiten und die weichen Nüstern dieser wundervollen Tiere zu streicheln.

Vorgelesen wird dieser schöner Hörspaß von Jodie Ahlborn. Diese liest mal wieder grandios! Sie betont genau richtig und hat eine sehr angenehme Stimme. Für solche Hörbücher, in denen aufgeweckte und freche Mädchen die Protagonisten sind, ist ihre Stimme einfach nur perfekt!

Es ist fast schon eine Schande, dass dieses tolle Hörbuch so lange auf meiner Wunschliste stand. Ich hätte es mir schon viel früher anhören sollen, denn es hat mir wirklich richtig gut gefallen und mich auch immer wieder sehr zum Schmunzeln gebracht. Das lag zum einen an der einfallsreichen Handlung, aber auch an der lustigen Art, wie Jodie Ahlborn manche Stellen betont.
Kinder werden hier auf jeden Fall jede Menge Spaß beim Zuhören haben! Die Geschichte ist allerdings eher Mädchen zu empfehlen. Zumindest denke ich, dass Jungen dieses Hörbuch zu mädchenhaft finden werden. Allein schon, weil die Protagonistin weiblich ist.

Ich würde eine Fortsetzung ja sehr begrüßen! Ich finde die „Carlotta“- Reihe von Dagmar Hoßfeld echt super und hoffe ja, dass dieses Buch bzw. Hörbuch der Auftakt einer neuen Reihe von ihr sein könnte. Nur da es vor gut vier Jahren erschienen ist und noch kein weiterer Teil angekündigt worden ist, habe ich ja die Befürchtung, dass es hier bei einem Einzelband bleiben wird. Was ich wirklich schade finden würde, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass man mit Lotte noch viele weitere tolle Abenteuer erleben könnte!

Fazit: Hier erwartet einen ein witziger und turbulenter Hörspaß, der ganz besonders Mädchen ab 9 Jahren sehr zu empfehlen ist. Pferdemädchen kann ich das Hörbuch ganz besonders ans Herz legen, aber auch weniger pferdebegeisterte Zuhörer werden hier bestens unterhalten werden. Die Mischung aus den Themen Pferde, Freundschaft, Alltag und Abenteuer ist der Autorin wunderbar gelungen, sodass hier sicher jedes Mädchen viel Spaß beim Zuhören haben wird. Jodie Ahlborn liest diese originelle Geschichte perfekt und beschert einen 169 Minuten lang ein tolles Hörerlebnis! Von mir bekommen Lotte, Motte und die Killerenten volle 5 von 5 Sterne!