Herzlichen
Willkommen zum 14. Türchen unseres Blogger-Adventskalenders! Hinter
diesem verbirgt sich etwas ganz besonders Feines für euch: Ein
weihnachtliches Interview mit der lieben Patricia Schröder.
Ich lese
ihre Bücher total gerne und freue mich auch schon sehr auf ihre
neuen Werke, die nächstes Jahr erscheinen werden und von denen sie
uns in diesem Interview auch schon ein bisschen erzählt. Und
natürlich erfahrt ihr hier auch, wie Patricia Schröder Weihnachten
feiert und was für ein Weihnachtstyp sie eigentlich ist. Ich wünsche
euch gar viel Spaß beim Lesen!
Was
bringt dich richtig schön in Weihnachtsstimmung?
Das ist
speziell in diesem Jahr gar nicht so einfach, weil mein Alltag gerade
ziemlich vollgepackt und oftmals sogar richtig hektisch ist. Ich
versuche aber, Auszeiten fest einzuplanen und sie auch einzuhalten.
Dann zünde ich Kerzen und Teelichter an, koche mir eine
Zimtschokolade mit viel Sahne oder einen Glühwein, packe Geschenke
ein, bastele Karten oder probiere ein neues Plätzchenrezept aus. Das
bringt mich ganz wunderbar in Weihnachtsstimmung und ich fange an,
mich wie ein kleines Kind auf die Zeit zu freuen, in der ich ein paar
Tage einfach nur mit meiner Familie zusammen bin. Wenn dann auch noch
Schnee fällt, ist es perfekt.
Schmückst du dein Haus zur
Weihnachtszeit?
Auf jeden Fall! Meistens fange ich Anfang
Dezember damit an und werde dann kurz vor Heiligabend fertig ;). Das
ist so, weil ich immer mal schnell zwischendurch ein bisschen mache
(und außerdem auch ständig neue Ideen habe). Meistens bleibt die
Hälfte der Lichterketten und des Weihnachtschmucks tagelang irgendwo
liegen, z.B. weil ich einfach nicht den richtigen Platz finde, gerade
nicht die Muße habe, einen Faden zu suchen, um ein Glitzerpompom
aufzuhängen oder das Räuchermännchen noch einen Arm angeklebt
haben muss. Außerdem dekoriere ich auch ständig etwas um. Und so
kommt es, dass es bei uns daheim in der Vorweihnachtszeit immer
besonders chaotisch ist. Wenn man allerdings an unserem Haus
vorbeigeht und in die erleuchteten Zimmer schaut (was man kann, weil
wir im Erdgeschoss keine Gardinen und auch keine Vorhänge haben),
sieht es trotzdem immer sehr heimelig und gemütlich aus.
Hattest
du als Kind jedes Jahr einen Adventskalender? Wenn ja, was war das
für einer? Hast du vielleicht auch heute noch einen?
Soweit
ich mich erinnern kann, hatten mein Bruder und ich immer einen
Adventskalender. Anfangs waren es diese einfachen Pappkalender, die
diese kleinen Bildchen hinter den Türen haben (die mit viel Glitzer
liebe ich auch heute noch, aber ich gönne mir nicht jedes Jahr
einen! Dieses Jahr hatte ich das Glück, dass mir ein Verlag eine
Adventskalnder-Postkarte geschicht hat :)). Später waren es dann
Schokoladenkalender. Für meine Kinder habe ich die Kalender selbst
gebastelt und sie haben jeden Tag eine kleine Überraschung darin
gefunden. Manchmal etwas Süßes, manchmal auch ein Pixibuch oder
eine andere Kleinigkeit. Ich glaube, so wird es heute in vielen
Familien gemacht.
Welchen Geruch verbindest du spontan mit
Weihnachten?
Den Duft von Zimt! Und Kardamom – Ich liebe
Kardamom *-*
Hast du als Kind an den Weihnachtsmann
geglaubt? Wenn ja, wie lange?
Aber hallo! Und zwar
ziemlich lange. Ich habe sogar noch an ihn geglaubt, als ich
eigentlich längst wusste, dass es ihn nicht gibt. Einfach, weil ich
es so schön fand. In der vierten Klasse habe ich dann schließlich
klein beigegeben und meine Eltern und Großeltern als Wünscheerfüller
akzeptiert;)
Wie feierst du Weihnachten? Im kleinen Kreis
oder hast du an Heiligabend und den Feiertagen Full-House?
Im
kleinen Kreis. Mit Mann, Kindern und den Schwiegereltern, die
übrigens gleich nebenan wohnen. Das hat bei uns schon Tradition.
Zweimal hatten wir einen etwas größeren Kreis, nachdem Freunde von
uns gestorben waren. Da haben wir dann jeweils deren engsten
Familienkreis dazu geholt. Das war sehr speziell. Traurig und
wunderschön zugleich. Und der eigentliche Sinn von Weihnachten,
nämlich dass man füreinander da ist. Wir machen an den Feiertagen
übrigens auch keine Verwandtschaftsbesuche (ohnehin wohnen alle
ziemlich weit weg), sondern bleiben ganz gechilled unter uns.
Gibt
es einen bestimmten Weihnachtsfilm, den du dir jedes Jahr an
Weihnachten anschaust?
Nein. Weihnachten und Fernsehen
gucken, das passt für uns nicht so richtig zusammen. Klar haben
meine Kinder, als sie noch klein waren, vor der Bescherung „Wir
warten aufs Christkind“ oder andere Kindersendungen geschaut. Und
auch heute geht der Kasten abends für einen besonderen Film schon
mal an. Allerdings nie an Heiligabend. Meistens verbringen wir die
Tage mit plauschen, Gesellschaftsspielen, einander vorlesen,
spazierengehen, also einfach die Ruhe genießen … und die Zeit, die
man ja sonst so selten füreinander hat.
Hast du bestimmte
Weihnachts-Traditionen wie zum Beispiel ein bestimmtes Essen an
Heiligabend?
Seit einigen Jahren gibt es bei uns immer
Raclette. Das ist – neben den Geschenken – allerdings die einzige
Tradition. Mal haben wir einen Baum, mal nicht. Wir hören keine
Weihnachtslieder, sondern Jazz, Salsa oder Hiphop oder auch schon mal
Metal (wenn meine Tochter es schafft, rechtzeitig ihre Playlist zu
starten ;)). Wir sagen keine Gedichte auf, gehen nicht in die Kirche
und wir singen auch nicht, sondern sind einfach nur zusammen. So
finden wir es am schönsten.
Hast du in der Weihnachtszeit
eigentlich den Kopf frei fürs Schreiben? Bist du während dieser
Zeit vielleicht sogar besonders produktiv?
Nee,
Weihnachten und zwischen den Jahren ist bei mir immer Schreibpause.
Da bleibt jedes Mal ein bisschen die Zeit stillstehen, und das
genieße ich sehr.
Erscheint eigentlich demnächst etwas
Neues von dir? Wenn ja, darfst du das schon verraten?
Oh
ja! Gleich zu Beginn des nächsten Jahres, nämlich im Januar,
startet eine neue Reihe für Mädchen ab 8 Jahren. Sie heißt
„Plötzlich Pony“ und handelt davon, dass die beste Freundin der
Hauptperson Pia sich unter bestimmten Umständen in ein Pony
verwandelt. Die Reihe läuft im Genre „Comicroman“, ist extrem
schräg und witzig und ganz bestimmt können auch Jungs ihren Spaß
daran haben. Die Reihe wird von der bisher noch unbekannten, aber wie
ich finde einmalig grandiosen Zeichnerin und Handlettering-Künstlerin
Sabine Rothmund illustriert. Der erste Band trägt den passenden
Untertitel „Eine Freundin zum Pferdestehlen.“
Mitte Februar
wird es dann richtig spannend, denn dann erscheint mit „Fanatisch“
mein dritter großer Jugendthriller bei Coppenrath. Darin gerät die
17-jährige Iranerin Nara in die Fänge einer Gruppe religiöser
Fanatiker und muss um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten. Für
mich einmal ein etwas anderer Blick auf ein aktuelles und sehr
brisantes Thema. In gewisser Weise gesellschaftspolitisch, vor allem
aber sehr persönlich und hoch emotional.
„Plötzlich Pony“
wird übrigens auch bei Coppenrath herausgegeben, und ich bin total
glücklich darüber, dass der Verlag diese beiden grundverschiedenen
Projekte von mir veröffentlicht, und mir so die Chance gibt, mich
gleichzeitig
von völlig unterschiedlichen Seiten zu zeigen.
Du backst
ja sehr gerne. Welche Weihnachtsleckereien backst du am
liebsten?
Ich glaube, du verwechselst mich mit Opa
Pistorix aus „Die Doppelkekse“ ;). Okay, ich backe gern, aber
überhaupt nicht oft. Drei bis vier Kuchen oder Torten im Jahr. In
der Adventszeit probiere ich aber fast immer etwas Neues aus.
Plätzchen oder lieber noch andere Leckereien. Naschis, Pralinen,
eine besondere Marmelade, einen speziellen Likör oder einen
aufwändigen Nachtisch (den gibt es bei uns sonst nämlich auch eher
selten.)
Liebe
Patricia,
ganz
lieben Dank für dieses tolle Interview! Du hast meine Fragen so
schön beantwortet, mir hat es richtig viel Spaß gemacht, deine
Antworten zu lesen und ich bin mir sehr sicher, dass ich da nicht die
Einzige bin. :D
Sorry,
das mit dem Backen. Da hatte ich wohl etwas falsch in Erinnerung
gehabt. Oder vermutlich zu viel in den Doppelkeksen gelesen, grins.
Auf
deine neuen Bücher bin ich ja schon so gespannt! Ganz besonders auf
deinen neuen Jugendthriller, der hört sich mega spannend an! Aber
auch „Plötzlich Pony“ klingt klasse und total süß!
Liebe
Grüße
Corinna
Morgen wird sich das nächste Türchen bei der lieben Daniela von Buchvogel öffnen. Ich bin dann am 20. Dezember wieder an der Reihe. :-)