Taschenbuch
400
Seiten
ISBN:
9783959671514
Erschienen:
13.11.2017
Klappentext:
Zur
größten Brücke der Welt reisen, sich ein Tattoo stechen lassen,
die Flügel ausbreiten und losfliegen …
Eine Schachtel voller Träume hält Maggie in den Händen. Doch es sind nicht ihre eigenen. Sie gehören Lucy, dem Mädchen, dessen Herz in Maggies Brust schlägt. Als Trägerin eines Spenderherzens weiß sie, dass Zeit ihr kostbarstes Gut ist. Und so macht sie sich daran, Lucys Träume zu erfüllen. Womit sie nicht gerechnet hat: Lucy macht ihr ein weiteres Geschenk: den Mut, jeden Tag wie den letzten zu leben.
Eine Schachtel voller Träume hält Maggie in den Händen. Doch es sind nicht ihre eigenen. Sie gehören Lucy, dem Mädchen, dessen Herz in Maggies Brust schlägt. Als Trägerin eines Spenderherzens weiß sie, dass Zeit ihr kostbarstes Gut ist. Und so macht sie sich daran, Lucys Träume zu erfüllen. Womit sie nicht gerechnet hat: Lucy macht ihr ein weiteres Geschenk: den Mut, jeden Tag wie den letzten zu leben.
Quelle: HarperCollins Verlag
Rezension:
Als
ich mir den Klappentext von „Zehn Wünsche bis zum Horizont“ das
erste Mal durchgelesen habe, wusste ich einfach sofort, dass ich
dieses Buch unbedingt lesen muss. Schon das Cover finde ich sehr
ansprechend und auch der Titel konnte meine Neugier auf diesen Roman
auf Anhieb wecken.
Die
33-jährige Maggie steckt gerade mitten in einer Lebenskrise. Ihr
Mann hat sich von ihr getrennt, ihren Job vernachlässigt sie, das
Selbstmitleid nimmt überhand und um dieses zu bekämpfen sucht
Maggie Trost im Alkohol. Maggie ist aber dennoch dankbar dafür, dass
man ihr eine zweite Chance zum Leben ermöglicht hat. In ihrer Brust
schlägt nämlich nicht ihr eigenes Herz, sondern das von Lucy Harte.
Diese ist mit 16 Jahren nach einem schweren Unfall verstorben und hat
ihr Herz Maggie gespendet. Auch nach 17 Jahren ist Maggie Lucy für
das Spenderherz unendlich dankbar. Als sich dann unerwartet Lucys
Bruder Simon bei ihr meldet und sie von ihm eine Schachtel bekommt,
in der sich eine Liste mit Lucys Träumen befindet, zögert die junge
Frau nicht lange und beschließt, die Wünsche für Lucy zu erfüllen.
Ihre Reise sie führt nach Dublin, nach Amerika und nach Frankreich.
Punkt für Punkt hakt Maggie Lucys Träume von der Liste ab und mit
der Zeit merkt sie, dass sie die Wünsche nicht für ihre Spenderin,
sondern auch für sich selbst erfüllt.
Bevor
ich mit dem Lesen begonnen habe, war ich davon ausgegangen, dass wir
es bei Maggie mit einem Teenager zu tun hätten. Wieso ich dies
annahm, kann ich noch nicht mal sagen. Ich war daher ein wenig
überrascht, dass Maggie bereits 33 ist. Allerdings verhält sie sich
in meinen Augen oft sehr kindlich, was mich manchmal ein wenig
gestört hat.
Sonst
aber war mir Maggie richtig sympathisch. Ich bin sehr schnell mit ihr
warm geworden und hatte jede Menge Spaß dabei, mit ihr zusammen
Lucys Lebenswünsche, die diese nie selbst verwirklichen konnte, zu
erfüllen.
Während
dieser Zeit gewinnt Maggie wieder mehr Freude am Leben. Sehr viele
Stellen im Buch haben mich sehr berührt und mich auch zum Nachdenken
gebracht.
Das
Thema Organspende wird hier sehr einfühlsam und tiefgründig
behandelt. Das einzige, was ich hier etwas unpassend fand, war, dass
Maggie ein Alkoholproblem hat. Vielleicht sehe auch nur ich das so,
aber wenn man ein Spenderherz hat und einem die Ärzte sagen, dass
man nur eine befristete Lebensdauer hat, dann schadet man seinem
Körper doch nicht mit Alkohol, oder? Zumindest ich würde nie auf
diese Idee kommen. Ich verstehe natürlich, dass Maggie sich schlecht
fühlt wegen der Trennung, aber meiner Meinung nach hätte die
Autorin die Trinkerei weglassen oder zumindest weniger thematisieren
sollen.
Ansonsten
aber habe ich an dem Buch nichts auszusetzen. Der Schreibstil ist
richtig klasse, bei mir flogen die Seiten nur so dahin.
Und
obwohl die Geschichte trauriger und ernster war, als ich erwartet
hatte, hat sich das Buch sehr locker und leicht lesen lassen.
Ganz
besonders gut gefallen hat mir, wie Maggie sich im Verlaufe der Zeit
verändert hat. Und das zum Positiven. Sie hat wieder mehr Spaß am
Leben, lernt neue Menschen kennen, klärt Missverständnisse aus
ihrer Vergangenheit und erkennt, für was es sich lohnt zu leben.
Diese
schöne Message wird sehr authentisch und emotional von der Autorin
rübergebracht und ich habe an keiner Stelle gedacht, dass hier etwas
überzogen oder komplett unrealistisch dargestellt wird.
Das
Ende kam für mich überraschend und hat mich auch etwas geschockt.
Es passt allerdings zu der Story und rundet diese perfekt ab.
Fazit:
Mit „Zehn Wünsche bis zum Horizont“ ist Emma Heatherington ein
wirklich tolles und sehr bewegendes Buch gelungen, welches mir schöne
Lesestunden beschert hat und welches ich sehr empfehlen kann. Von mir
gibt es volle 5 von 5 Sternen!





