Sonntag, 11. Juni 2017

[Rezension] Lea und der Luchs oder das Überleben in der Wildnis von Tanja Wenz

Klappbroschur
ISBN: 978-3-86685-563-2
236 Seiten
Erschienen: 9. Dezember 2016


Klappentext:
Als sich die 14-jährige Lea nach einem Flugzeugunglück alleine in der Einsamkeit Nordkanadas wiederfindet, ahnt sie nicht, dass dies erst der Anfang eines großen Abenteuers ist. In der Wildnis dort streifen Bären, Wölfe, Berglöwen aber auch Luchse umher. Lea nimmt die Herausforderung an, ohne Ausrüstung und Lebensmittel den Weg nach Hause zu suchen. Die tägliche Nahrungsbeschaffung zerrt an ihren Kräften, doch Lea gibt nicht auf. Während ihrer Suche trifft sie auf einen verletzten Luchs, dem sie das Leben rettet und der ihr ein treuer Begleiter in der einsamen Wildnis wird.
   Aber reicht dies zum Überleben aus?

   Quelle: Geest-Verlag



    Rezension:


Aufmerksam bin ich auf dieses Buch durch das interessante Cover geworden. Auf diesem gefallen mir ganz besonders die grün-orangefarbenen Töne. Als ich dann vom Klappentext erfuhr, dass das Buch in der Wildnis Kanadas spielt, war meine Neugier geweckt. Da ich dieses Land aufgrund seiner wunderschönen Natur sehr gerne mag, war ich auf „Lea und der Luchs“ schon richtig gespannt.
Das Buch erzählt die Geschichte der 14-jährigen Lea. Diese besucht zusammen mit ihrer besten Freundin Sarah ein Internat in Kanada. Da gerade die Ferien begonnen haben, ist Lea im Flieger unterwegs nach Hause zu ihrem Vater. Doch dann ereignet sich ein schreckliches Flugunglück und Lea wird aus dem Flugzeug geschleudert. Sie findet sich allein in der Wildnis Kanadas wieder, zum Glück unverletzt. Doch anstatt in Panik zu geraten, zeigt Lea eine bewundernswerte Stärke und einen großen Überlebenswillen. Ohne Lebensmittel und nur mit ihrem Rucksack ausgestattet nimmt sich Lea der Herausforderung an, den Weg nach Hause zu finden. Schon bald ist das Mädchen am Ende ihrer Kräfte. Während ihrer Suche trifft sie auf einen Luchs. Dieser zeigt sich als sehr zutraulich und begleitet das Mädchen fortan. Ob es Lea mit dem Luchs an ihrer Seite gelingen wird, den Weg nach Hause zu finden?

Was mir ja als erstes aufgefallen ist, als ich mit dem lesen begonnen habe, ist die schöne große Schrift. Diese erleichtert einen das Lesen ungemein. Aber nicht nur die Schriftgröße, auch der Schreibstil konnte mich von den ersten Seiten an hellauf begeistern. Er ist sehr flüssig und liest sich richtig angenehm.

Das Buch beginnt aus der Sicht von Lea. Aus ihrer Perspektive erfahren wir den größten Teil der Geschichte. Es finden im Verlaufe des Buches aber sehr oft Wechsel in der Erzählperspektive statt. Diese machen das Lesen sehr abwechslungsreich und erhöhen zudem die Spannung. Ich habe das Buch mit seinen 221 Seiten in einem Affenzahn durchgelesen und war von der Geschichte richtig gebannt. Sie ist zauberhaft, emotional und sehr berührend.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Wildnis Kanadas beschreibt. Ich konnte mir von allem wunderbar ein sehr genaues Bild machen und richtig tief in die Geschichte eintauchen.
Lea habe ich für ihre Stärke und ihren Kampfgeist ja sehr bewundert. Ganz allein tritt sie ihren Fußmarsch durch die Wälder Nordkanadas an und kämpft um ihr Überleben. Alles wird sehr realistisch und bewegend beschrieben. Wie Lea sich Nahrung beschafft, ihre Wunden verarztet und versucht, sich in den unendlich großen Wäldern Kanadas zu orientieren – all diese Schilderungen habe ich richtig fasziniert und interessiert verfolgt und war immer wieder nur am Staunen, wie selbstsicher und gefasst das 14-jährige Mädchen ihre schwierige Lage meistert.
Als sie dann einem Luchs begegnet, dem sie den Namen Lumos gibt, war ich ja nur noch mehr angetan von dem Buch. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier wird wirklich wunderschön und warmherzig beschrieben.

Das Buch ist nicht nur ein spannender Abenteuerroman. „Lea und der Luchs“ lehrt einen, wie wichtig und schön Freundschaft ist, man lernt sehr viel über die Wildnis Kanadas und wie man in ihr überleben kann. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen. Der Spannungsbogen ist sehr gut gelungen, die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch und von den detailreichen Beschreibungen der Handlungen, Gefühle und Orte bin ich ganz begeistert. 

Auch gut gefallen hat mir, dass sich die Charaktere im Buch weiterentwickeln, an allererste Stelle Lea. Aber auch Leas Vater wird während seiner Suche nach seiner Tochter so einiges bewusst und er beschließt sein Leben zu ändern. Das Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen, da für mich alle Handlungsstränge zufriedenstellend gelöst werden und somit keine Fragen offen bleiben.

Fazit: „Lea und der Luchs“ ist ein sehr berührender und spannender Jugendroman, der eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Stärke und Mut erzählt. Nicht nur für Jugendliche ist dieses Buch zu empfehlen, auch Erwachsenen kann ich „Lea und Luchs“ sehr ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne!




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